Aldi Süd will kein Discounter mehr sein, WLAN-Störerhaftung wird abgeschafft, Metro schreibt schwarze Zahlen.

von Fritz Ramisch am 12.Mai 2016 in Kurzmeldungen

– L-BUSINESS –

Aldi Süd will das Discounter-Image abschütteln und seine bundesweit mehr als 1.860 Filialen bis 2019 zu vollwertigen Supermärkten aufrüsten. Statt Paletten soll es künftig u.a. schicke Holzregale, Sitzecken, Kundentoiletten und eine Frische-Theke mit Salaten geben. Das neue Ladenkonzept wird erstmals in einer Filiale in Unterföhring getestet.
wiwo.de, spiegel.de, youtube.com (360°-Video von Test-Filiale)

WLAN-Störerhaftung wird, wie u.a. vom Handelsverband (HDE) gefordert, endgültig abgeschafft: Die Regierung hat sich nach monatelangen Verhandlungen auf einen entsprechenden Gesetzesentwurf geeinigt. WLAN-Betreiber sollen anders als bisher bei Missbrauch durch Nutzer nicht mehr selbst haften müssen.
spiegel.de, faz.net, zeit.de

Metro schreibt wieder schwarze Zahlen: Der Handelskonzern hat im abgelaufenen Quartal 11 Mio Euro operativen Gewinn erwirtschaftet, der Umsatz stieg ebenfalls leicht um 0,6 Prozent. Metro will sich durch die Trennung des klassischen Groß- und Lebensmittelhandels von der Elektronikkette Media Saturn für die Zukunft rüsten und für Investoren aufhübschen.
handelsblatt.com (kostenpflichtig)

Tom Tailor wächst dank neuer Läden: Die Modekette meldet für das erste Quartal eine Umsatzsteigerung um 1,5 Prozent auf 219 Mio Euro. Der operative Verlust sank um 4 Mio euro auf minus 5,8 Mio Euro. Die Modekette hatte in den letzten Monaten verstärkt auf Online-Partnerschaften (u.a. Zalando), Click & Collect, Shop-in-Shop-Modelle und neue Läden gesetzt.
textilwirtschaft.de, handelsblatt.com

Macy’s hält sich mit Online-Verkäufen über Wasser: Der Gesamtumsatz der US-Kaufhauskette ist im abgelaufenen Quartal um 7,4 Prozent auf knapp 5,8 Mrd Dollar zurückgegangen, der Gewinn schmolz um 40 Prozent auf 115 Mio Dollar. Macy’s hatte 2015 über 40 Filialen geschlossen und seine digitalen Angebote stark ausgebaut. „Mobile hat bei uns Priorität“, sagte CFO Karen Hoguet.
internetretailer.com

Volvo macht den Kofferraum zur Paketannahmestelle: Der schwedische Autobauer startet in Stockholm gemeinsam mit dem Startup urb-it einen Lieferdienst, bei dem online-bestellte Waren binnen zwei Stunden direkt in den Kofferraum geliefert werden können. Im Laufe des Jahres sollen weitere europäische Städte dazu kommen.
manager-magazin.de

Amazon startet ein Forschungszentrum für Drohnen in Österreich. Der Online-Riese will in Graz sein Drohnenprogramm Prime Air weiterentwickeln und u.a. an Konzepten zur Vermeidung von Zusammenstößen mit anderen Flugkörpern wie etwa Vögeln arbeiten. Amazon arbeitet dazu u.a. mit der TU Graz zusammen.
techcrunch.com

Jet.com liefert frische Lebensmittel frei Haus: Der Amazon-Konkurrent hat in den USA damit begonnen, Lebensmittel auszuliefern. Das neue Angebot wird derzeit in New York getestet. Die Lieferzeit beträgt ein bis zwei Tage, Versandkosten entfallen ab einem Einkaufswert von 35 Dollar.
recode.net

– L-PEOPLE –

Beat Zahnd, bisher Geschäftsleiter bei Migros Aare, steigt im September zum Handelsvorstand beim Schweizer Handelskonzern Migros auf. Er folgt auf Dieter Berninghaus, der sich als Verwaltungsrat und Unternehmer neuen Aufgaben widmen will.
bernerzeitung.ch

– L-NUMBER –

Magere 19.000 von insgesamt 80 Mio Sendungen entfielen 2015 bei der Österreichischen Post auf die Lebensmittelzustellung, sagt Peter Umundum gegenüber etailment.at. Lebensmittellieferungen stehen zwar noch am Anfang, die Post rechnet aber mit einem Boom in den kommenden Monaten.
etailment.at

– L-QUOTE –

„Die Abschaffung sorgt für Rechtssicherheit und bietet dem stationären Handel die Chance, verstärkt digitale Services anzubieten.“

Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE, begrüßt die Abschaffung der WLAN-Störerhaftung. Für den HDE wird damit endlich die Grundlage für digitale Zusatz-Services im stationären Handel wie z.B. WLAN, aber auch Mobile Payment geschaffen.
einzelhandel.de

– L-TRENDS –

Mobiles Einkaufen spielt für ein Drittel der deutschen Handelsunternehmen noch keine Rolle, geht aus einer Umfrage von godesys hervor. Der Großteil der deutschen Händler nehme die Herausforderungen der Digitalisierung aber proaktiv an. 79 Prozent verzahnen die einzelnen Verkaufskanäle bereits miteinander. Ganz oben auf der Agenda steht u.a. die Aufrüstung der Kassen.
channelpartner.de

Multichannel wird im B2B-Handel immer wichtiger: Einer Studie von ECC Köln und SAP Hybris zufolge sind Geschäftskunden, die während ihres Beschaffungsprozesses einen Kanalwechsel vornehmen, zufriedener. So sind beispielsweise 71 Prozent der B2B-Kunden, die ihre letzte Beschaffung online durchgeführt haben, grundsätzlich zufrieden. Bei Kanalwechslern sind es 74 Prozent.
hybris.com

Beacons sollen mittelfristig zum Verkaufschlager werden: Einer Hochrechnung von ABI Research zufolge soll die Zahl der verkauften Beacon-Sender bis 2021 auf weltweit 400 Mio Stück steigen. Dieses Jahr soll sich der Markt mehr als verdoppeln.
mediapost.com

Smartphone-Nutzer in die eigene Filiale locken: Händler, die sowohl Läden als auch eigene Online-Shops betreiben, sollten bei ihren mobilen Marketing-Maßnahmen die Kanäle nicht getrennt planen und durchführen, empfiehlt Sebastian Pieper vom Marketing-Dienstleister Artegic. Standortbasierte Dienste wie Coupons, Sonderangebote oder Rabatte funktionieren demnach besonders gut.
etailment.de

– L-KLICKTIPP –

Amazon Now schafft es zum Start in Berlin nicht überall, innerhalb der anvisierten Stunde zu liefern, beschreibt Peer Schader beim Blick hinter die Kulissen des Expresslieferdienstes von Amazon. Der Experte kommt zu dem Schluss, dass zwar eigentlich niemand einen solchen Service braucht, die Liefer-Offensive aber eine klare Kampfansage an Rewe, Bringmeister und Real ist.
supermarktblog.de

– L-FUN –

Doppelt hält besser: Aldi Süd, eigentlich Garant für einen fetten Einkauf für schmales Geld, lässt dieser Tage so manche Bankkarte glühen. Kunden, die seit Freitag mit Karte gezahlt haben, wurden einfach doppelt abgerechnet. Unverhoffter Umsatztreiber war eine Computerpanne.
wiwo.de

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