Beacon-Serie: Ströer plant nach Hbf. Düsseldorf weitere Beacon-Projekte.

von Christian Bach am 15.Oktober 2014 in Trends & Analysen

Wunderwaffe im Einsatz: Alle Welt spricht darüber, kaum jemand nutzt sie. Beacons. Die kleinen Funksender können über den Übertragungsstandard Bluetooth Low Energy (BLE) innerhalb eines bestimmten Radius’ Verbindung mit den Smartphones von Passanten, Kunden und Veranstaltungsbesuchern aufnehmen. So können Push-Nachrichten etwa zur Bewerbung von Handelsangeboten, zur Indoor-Navigation oder für Produktinformationen auf das Smartphone der Kunden geschickt werden.

STROEER_OPEN-PLAYGROUND_02Vor drei Wochen haben der Kölner Vermarkter Ströer, die Deutsche Bahn und das Berliner Startup Sensorberg das größte öffentliche Beacon-Testfeld in Deutschland im Düsseldorfer Hauptbahnhof eröffnet – Location Insider berichtete. Ströer plant über das Projekt mit dem Namen „DUS Open Playground“ hinaus weitere Beacon-Projekte, verrät Christian von den Brincken, Geschäftsführer Business Development bei Ströer Media. Voraussetzung dafür ist jedoch der Erfolg des Projekts. „Theoretisch haben wir die Möglichkeit bis zu 230.000 Points of Interest in ganz Deutschland mit Beacons auszustatten“, so Brincken. Er hat sich zusammen mit Florian Resatsch, Geschäftsführer von Ströer Mobile Media, gegenüber Location Insider zu dem Testfeld geäußert.

Bisher hat die Allianz der drei deutschen Unternehmen 100 Beacon-Sender am Düsseldorfer Hauptbahnhof verbaut, diese sind aber je nach Bedarf individuell nachrüstbar. Nutzer können den „DUS Open Playground“ bisher mit iOS und Android testen. Das Microsoft OS ist in Prüfung, Blackberry OS ist zunächst nicht geplant. „Wir haben aber nicht den Anspruch eigene Lösungen in Form von Apps anzubieten – Hier sind Kreativagenturen und werbungtreibende Unternehmen gefragt. Aus diesem Grund richten wir den Wettbewerb aus“, erklärt Resatsch.

STROEER_OPEN-PLAYGROUND_021An diesem Ort ist die Beacon-Lösung im Einsatz:

Christian von den Brincken: Düsseldorfer Hauptbahnhof, weitere Projekte sind zur Zeit in Planung.

Diese Anzahl an Beacon-Sendern wurde verbaut:

Christian von den Brincken: Rund 100 Stück, je nach Bedarf individuell nachrüstbar (sofern Geoposition-Triangulation im Test benötigt wird).

Diese Summe hat die Installation gekostet:

Christian von den Brincken: Dazu machen wir keine Angaben. Neben Hardware, Media und Installation haben wir auch personelle Expertise eingesetzt, weil wir das Thema als vielversprechend erachten.

Diese Funktionen und tatsächlichen Mehrwerte bringt die Beacon-Lösung mit sich:

Florian Resatsch: Beacons ermöglichen den digitalen Handshake. Sie verbinden die reale Welt mit der Onlinewelt und eröffnen ganz neue Potenziale. Wir haben aber nicht den Anspruch eigene Lösungen in Form von Apps anzubieten – Hier sind Kreativagenturen und werbungtreibende Unternehmen gefragt. Aus diesem Grund richten wir den Wettbewerb aus.

Diese Händler/Unternehmen nutzen die Beacon-Lösung (inkl. Anzahl):

Christian von den Brincken: keine Angabe – es ist ein offener Wettbewerb und die Nachfrage ist groß.

Die Lösung/App ist mit folgenden Betriebssystemen kompatibel:

Florian Resatsch: Ströer ist zwar ein reiner Infrastrukturanbieter, in diesem Fall bieten wir aber zur Erleichterung für Agenturen gemeinsam mit Partnern SDKs an, mit denen die eigenen Apps angesteuert werden können. Das Software Development Kit ist kompatibel mit iOS 7.x aufwärts und Android 4.2x aufwärts – also mit nahezu allen gängigen Smartphones. Microsoft OS ist derzeit in Prüfung. Blackberry OS unterstützen wir nicht.

Diese (weiteren) Locations werden wir mit der Beacon-Technologie ausstatten

Christian von den Brincken: Wir beginnen erst einmal mit dem Test im Düsseldorfer Hauptbahnhof. Vom Erfolg und von der Akzeptanz der Kunden hängt es ab, wie wir weiter vorgehen. Theoretisch haben wir die Möglichkeit bis zu 230.000 Points of Interest in ganz Deutschland mit Beacons auszustatten.

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