Edeka-Kaufmann aus Hamburg optimiert Kommunikation im Laden.

von Andre Schreiber am 04.April 2018 in News

Per iPad, Smartwatch und Software optimiert ReAct die Kommunikation zwischen Mitarbeitern auf der Fläche. (Quelle ReAct)

Die Durchsagen an der Kasse eines Supermarkts kennt jeder Kunde. Mal wird ein Stornoschlüssel gebraucht, oder ein Mitarbeiter muss sich um den Leergutautomaten kümmern. Hinter dieser Kommunikation steckt aber auch ein Problem. Denn der Mitarbeiter, der Hilfe benötigt, kann nicht sicher sein, dass sich jetzt ein Kollege tatsächlich  um das Problem kümmert. Ein Edeka-Kaufmann aus Hamburg hat die Durchsagen mit digitaler Technik abgeschafft.

Bei Edeka „Niemerszein“ am Mühlenkamp in Hamburg erfolgt die Kommunikation zwischen Kassierern, Marktleitung und den übrigen rund 50 Mitarbeitern auf der Fläche ausschließlich digital. Entwickelt wurde die Lösung, die in der Zeitung die „Welt“ ausführlicher vorgestellt wird, vom Hamburger Unternehmen „Responsive Acoustics“ (ReAct). So kann das Personal an der Kasse etwa mit Tippen auf einem installierten iPad den berühmten Stornoschlüssel genauso anfordern, wie einen Kollegen, der sich um die Reinigung der Kassenzone kümmert, wenn einem Kunden etwas heruntergefallen ist.

Die offene Aufgabe wird von der Software an die Kollegen weitergegeben. Eine Smartwatch informiert dann die Mitarbeiter. Per Tastendruck wird dann die Aufgabe übernommen. Das Personal weiß somit auch gleich verbindlich, dass sich jetzt jemand um das Problem kümmert. Das System lässt sich vielseitig einsetzen. So können etwa auch Kunden einen Mitarbeiter über installierte Klingeln herbeirufen, um sich beraten zu lassen. Gegenüber anderen Lösungen, die meist die klassischen Lautsprecherdurchsagen durch Headsets bei den Mitarbeitern ersetzen, bietet ReAct deutlichen Mehrwert. Einerseits erfolgt für alle Mitarbeiter eine visuelle Rückmeldung über die übernommenen Aufgaben. Im Backend kann dazu auch genau definiert werden, welche Mitarbeiter überhaupt eine bestimmte Anfrage erhalten. Zum anderen kann ReAct mit unterschiedlichen Geräten des IoT (Internet of Things) verbunden werden. Fällt beispielsweise die Temperatur einer Kühltruhe unter den Normwert, könnte der zuständige Mitarbeiter automatisiert darüber benachrichtigt werden. Oder der Alarm des Automaten für Leergut wird direkt auf die Smartwatch des zuständigen Verkaufspersonals geschickt.

Der selbstständige Kaufmann aus Hamburg trägt die Investitionen (sechs iPads und drei Smartwatches) allein, will aber den Service ausbauen. Bundesweit soll das System bereits in 120 Lebensmittelgeschäften installiert sein

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