„Focus“ deckt Markenabzocke um „Black Friday“ auf.

von Markus Gärtner am 30.November 2016 in Topnews

black-fridayNamenskampf: Der Österreicher Hartmut Krenslehner, dem die deutschen Markenrechte am „Black Friday“ gehören, lässt über eine weitere Firma Abmahnungen an Händler verschicken. Der „Focus“ zeigt und belegt jetzt das ganze Geflecht aus Personal und Unterfirmen. Der Super Union Holdings GmbH gehören die deutschen Wortrechte am Begriff „Black Friday“, diese ist in Hongkong im Handelsregister auf Hartmut Krenslehner registriert. Über eine weitere Firma hat der Österreicher einst auch die Black Friday GmbH betrieben, bevor sie auf einen Bekannten übertragen wurde. Dieses Unternehmen betreibt die Website blackfridaysale.de, die Angebote an dem Super-Verkaufstag sammelt und außerdem Unterlizenzen an deutsche Einzel- und Onlinehändler verkauft – um sie vor Abmahnungen zu schützen, die von der anderen Firma Krenslehners verschickt werden. Die Verwendung der Namensrechte wurden u.a. von der Stadt Berlin gekauft. „In unseren Augen bestätigen diese Zusammenhänge den Verdacht, dass ein einzelner Anbieter mit unlauteren Mitteln versucht, den Black Friday als traditionell dezentrale und inzwischen über eine Milliarde schwere Verkaufsveranstaltung für sich gewinnbringend zu monopolisieren“, meint Fabian Spielberger, CEO von Pepper Media. Das Unternehmen wollte sich zu Nachfragen von „Focus“ nicht äußern, es fürchtet eine „einseitige Berichterstattung“.
Dass man den Begriff „Black Friday“ überhaupt noch als Marke sichern kann, ist ohnehin umstritten: Eine Kanzlei hat die Löschung im Markenregister beantragt, weil die Bezeichnung inzwischen gängig und nicht mehr schutzwürdig sei.
focus.de

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