Geofencing statt Bluetooth: SmartFocus und Gettings sagen Beacons den Kampf an.

von Christian Bach am 03.September 2015 in News

SmartFocus - virtuelle BeaconsFast ohne Hardware: Der britische Multichannel-Marketing-Spezialist SmartFocus und Gettings, Anbieter für Location-based Services aus Düsseldorf, arbeiten ab sofort im Bereich virtueller Beacons zusammen. SmartFocus hat eine Cloud-basierte Marketing-Lösung mit virtuellen Beacons entwickelt, um zum Beispiel standortbasierte Nachrichten zu versenden und Indoor-Navigation zu ermöglichen. Damit entfallen die kleinen Bluetooth-Funksender. „Die virtuellen Beacons werden die bisherige Beacon-Technologie am Point of Sale ablösen“, lautet die Kampfansage in der offiziellen Pressemitteilung. Gettings will die Lösung von SmartFocus nun in den Handel bringen. „Mit virtuellen Beacons können stationäre Händler die Nachteile von Hardware-Beacons umgehen und ihre Kampagnen effektiv realisieren“, sagt Gettings-CEO Boris Lücke.

Gettings Q Beacon App SmartphoneDer Anbieter für Location-based Service hat vergangenes Jahr gemeinsam mit dem Technologie-Partner net mobile 140 Beacons in 72 Geschäften installiert. Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass die Funksender zwar die Besucherzahl im stationären Handel erhöhen können, die Technologie selbst aber noch einige Hürden aufweist. Die Laufzeit der Akkus war zum Beispiel kürzer als erhofft. Im März 2015 sagte Tobias Dupuis, Leiter der Marketingabteilung bei Gettings, gegenüber Location Insider: „Es wird kurzfristig keine neue Beacon-Kampagne von uns geben. Wir werden das erst einmal weiter beobachten.“ Er hat sogar Wort gehalten. Denn im Gegensatz zu den physischen Beacons basiert die Lösung von SmartFocus auf Geofencing. Händler können darüber Nachrichten – zum Beispiel mit Angeboten – in Abhängigkeit des Kunden-Standorts ausspielen. „Notwendig sind nur ein Multifrequenz-Funksender sowie der Grundriss des Geschäfts. Über den Grundriss lassen sich im Front-End bestimmte Ladenbereiche virtuell eingrenzen und die Inhalte der Push-Nachrichten definieren, die dem User beim Betreten der jeweiligen Zone auf das Smartphone geschickt werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Diese Grenzen können aber jederzeit wieder geändert werden. „Im modernen Marketing dreht sich alles um Mobile. Egal ob personalisierter Content auf einer Webseite, in einer mobilen Push-Nachricht, via ortsabhängiger Ansprache oder optimierter E-Mail – sie werden immer häufiger auf dem Smartphone empfangen und gelesen. Darauf müssen Marken reagieren“, sagt Jürgen Neubauer, Senior Vice President von SmartFocus. Das Londoner Unternehmen und Gettings stellen die virtuelle Lösung gemeinsam auf der diesjährigen dmexco vor. Dann können sich Händler auch ganz real ein Bild davon machen.

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