Gewinneinbruch: Media-Saturn-Konzern Ceconomy muss weiter sparen.

von Florian Treiß am 09.Februar 2018 in News

CEO Pieter Haas

Schlechter als gedacht: Ceconomy, der Mutterkonzern von MediaMarkt und Saturn, hat im letzten Quartal (November 2017 bis Januar 2018) einen heftigen Gewinneinbruch erlitten. Der operative Gewinn (EBITDA) sank um 14 Prozent auf 315 Millionen Euro, unterm Strich sank der Nettogewinn um 11 Prozent auf 108 Millionen Euro. „Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres war das Quartal der gemischten Gefühle. Einerseits war der Black Friday der umsatzstärkste Tag in der MediaMarktSaturn-Geschichte. Anderseits waren die Dezemberumsätze rund um Weihnachten und das Dezemberergebnis nicht so stark wie erwartet. Jetzt geht es darum, den Ergebnisrückstand aufzuholen,“ sagt Pieter Haas, Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG. Immerhin stieg der Umsatz um 1,3 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro – doch natürlich steht bei Ceconomy als börsennotiertes Unternehmen der Gewinn stärker immer Fokus. Heißt: Ceconomy muss weiter sparen. So sollen in der Konzernzentrale sowie in den Verwaltungsgesellschaften der einzelnen Länder 30 Millionen Euro gespart werden. In Italien soll eine neue Führungsspitze für ein besseres Ergebnis sorgen. Und nicht zuletzt sollen künftig negative Einmaleffekte wegfallen.

Zumindest das Onlinegeschäft und die Verknüpfung der Kanäle kommt bei Ceconomy gut voran: Auch dank der guten Entwicklung am Black Friday haben MediaMarkt und Saturn ihre Online-Umsätze im Jahresvergleich um rund 22 Prozent gesteigert. Mit 11,7 Prozent legte der Anteil des Online-Geschäfts am Gesamtumsatz weiter zu (Q1 2016/17: 10,5 Prozent) und lag bei 814 Millionen Euro. Die Pick-up-Rate (Abholung von online bestellten Waren im Markt) stieg im Jahrevergleich von 42 auf nun 44 Prozent – somit ist MediaMarktSaturn nun ein gewichtiger Player im Bereich Omnichannel.

Das folgende Schaubild zeigt einige der positiven Zahlen von Ceconomy:

 

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