Keine Zeit zum Feiern: Airbnb erhält eine halbe Mrd Dollar, muss aber heute vor Gericht.

von Christian Bach am 22.April 2014 in Topnews

AirbnbGute Zeiten, schlechte Zeiten: Airbnb muss sich weiter mit US-Gerichten streiten. An Geld für Anwälten mangelt es der Vermittlungsplattform für Privatunterkünfte nicht. Das Startup aus San Francisco erhält eine Finanzierung über 450 bis 500 Mio Dollar – je nach Bericht unterscheiden sich die Summen. Dadurch wird Airbnb mit rund 10 Mrd Dollar bewertet. Investiert hat neben Alt-Investoren auch die Beteiligungsfirma TPG, die auch am Limousinenservice Uber beteiligt ist. Airbnb hatte in der Vergangenheit bereits 300 Mio Dollar von verschiedenen Investoren erhalten. Zeit zu Feiern hat Airbnb jedoch wenig. Denn während an der einen Front Erfolge vermeldet werden können, gibt es erneut Ärger mit den Gerichten. Der New Yorker Staatsanwalt Eric Schneiderman behauptet nun, dass mehr als 60 Prozent aller Airbnb-Angebote in New York illegal seien. Begründung: Die Vermieter zahlen keine Hotelsteuern. Schneiderman fordert daher die Herausgabe tausender Anbieter-Daten vor Gericht. Den Airbnb-Vermietern könnten dann Kündigungen drohen, falls sie ihre eigene Unterkunft illegal angeboten hätten. Airbnb hat aufgrund der Klage-Ankündigung bereits tausende verdächtiger Angebote für New York gelöscht. Darunter sind auch 17 User, die mindestens 15 Unterkünfte gleichzeitig angeboten haben. Airbnb-Gründer Brian Chesky kümmert sich indes lieber um den Ausbau des Geschäftsmodell. Er sucht offenbar aktiv nach Partnern in der Transport- und Reise-Branche, um sein Angebot auszubauen. „Wir wollen den perfekten Reisetrip bieten, von Hin- bis Rückflug.“ Was er genau plant, ist bislang noch unklar. In Deutschland gewinnt Airbnb im Vergleich zu Online-Übernachtungsportalen Marktanteile – großer Nutzer-Beteiligung und transparenter Preispolitik sei Dank. Laut dem Vergleich der Zeitschrift „Reise & Preise“ ist die Auswahl der größten Online-Portale oft begrenzt. Die Anzahl der privaten Übernachtungsangebote auf 9flats und Wimdu sei gering. Die Stornierungsgebühren bei Housetrip etwa vergleichsweise hoch. Airbnb wurde vor fünf Jahren gegründet. Das Angebot soll inzwischen 600.000 Angebote in über 200 Ländern umfassen.
recode.netcurved.de (beide Finanzierung), handelsblatt.combusinessinsider.com (beide Prozess), focus.de (Partnersuche), focus.de (Vergleich)

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