Koomio findet neuen Kooperationspartner.

von Matthias Hell am 29.Oktober 2014 in News

Koomio arbeitet mit dem TK-Distributor Michael Telecom zusammen. Kunden des Großhändlers können automatisch auf der Angebotsplattform gelistet werden. Die Kooperation könnte für stationäre Händler Sinn machen, allerdings ist die Marktdurchdringung von Koomio noch sehr gering.

Den Rundum-Service, den Koomio stationären Händlern zu festen Angebotspreisen bietet, haben wir bereits in unserer Artikelserie „Local Heroes“ gewürdigt. Zu einer positiven Einschätzung ist offensichtlich auch Michael Telecom gekommen, wie Telecom Handel berichtet:

„In einem ersten Schritt soll die Partnerschaft mit dem Kölner Start-up Koomio.de dafür sorgen, dass die Fachhandelspartner online besser gefunden werden. (…)

Teilnehmer am hauseigenen Partnerprogramm können sich mit ihrer Kundennummer bei Koomio anmelden, die Stammdaten werden automatisiert in eine Online-Visitenkarte übernommen. Für die Zukunft geplant sind weiterführende Funktionalitäten wie die Abbildung des Produktsortiments, eine Verfügbarkeitsanzeige sowie Click & Collect.“

koomio

Für Kunden vor Michael Telecom, vor allem kleinere und mittlere TK-Händler, macht die Kooperation durchaus Sinn: sie werden so mit ihrem Warenangebot neben den einschlägigen Online-Anbietern im Netz sichtbar und können zusätzliche Frequenz für ihre stationären Geschäfte generieren – ganz so, wie es Koomio-Gründer Thomas Henz in einem Blogbeitrag beschreibt („Können Marktplätze für lokale Angebote den stationären Handel retten?“).

Noch zu wenig Händlerresonanz

Soweit die Theorie, doch gibt es in der Praxis leider einen Schönheitsfehler: Koomio ist mittlerweile zwar in 20 Städten verfügbar, listet dort aber jeweils nur eine Handvoll Händler. Zudem gehören diese meist zu großen Ketten wie Saturn, Real oder Pitstop. Die von Koomio explizit adressierten kleinen Händler sucht man dagegen noch größtenteils vergebens.

Da Koomio bei weitem nicht das einzige Angebotsportal ist, sondern mit Anbietern wie u.a. Atalanda, Simply Local oder Snipda konkurriert – und auch große Player wie eBay oder Groupon ins lokale Geschäft steuern –, sieht sich der Handel mit einem breit gefächerten Anbieterfeld konfrontiert, in dem keiner der Teilnehmer über die nötige Marktdurchdringung verfügt. Damit wird das Feld lokaler Einkaufsplattformen weiterhin von einem Henne-Ei-Dilemma dominiert: während eine kritische Masse an Händlern nötig wäre, um die Portale für die Kunden attraktiv zu machen, hält sich der Großteils des Handels gerade wegen der bisher geringen Resonanz von den Plattformen fern.


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