Macy’s werkelt mit RFID weiter an Omnichannel-Strategie.

von Christian Bach am 22.Januar 2016 in Topnews

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Bis aufs letzte Hemd: Macy’s will die eigene Omnichannel-Strategie mit RFID weiter verbessern. Die US-Warenhauskette kooperiert dafür mit dem Tech-Spezialisten Tyco Retail Solutions. Macy’s kann mithilfe der Funktechnologie den Warenbestand noch genauer überwachen und verkauft online nun auch die letzte Einheit eines Produkts, was sonst nicht üblich ist. Denn Händler waren sich bisher nicht sicher, dass die Bestandsangaben korrekt sind oder der letzte Artikel auch wirklich gefunden wird. Macy’s nutzt RFID zwar bereits seit 2011, setzt nun aber auf ein neues Programm von Tyco namens „Pick to the Last Unit“. „Etwa 15 bis 20 Prozent des Warenbestands entfällt auf das jeweils letzte Stück eines Artikels im Geschäft“, erklärt Macy’s-Manager Peter Longo und fügt hinzu: „Das entspricht einem enormen Betrag. Dieses Problem kann mit einer RFID-Lösung behoben werden.“ Wie hoch genau der Betrag ist, sagt er zwar nicht, dafür nennt Tyco eine Summe in der Pressemitteilung: „Änderungen beim Bestandsmanagement zur Unterstützung dieser Omnichannel-Strategie haben es Macy’s ermöglicht, den Bestand in ihren Geschäften um 1 Mrd Dollar zu reduzieren.“

Rein finanziell lohnt sich der Einsatz der RFID-Technologie für Macy’s damit wohl. Die Warenhauskette kann das Geld auch gut gebrauchen, denn erst Anfang Januar wurde bekannt, dass sie 36 US-Filialen schließen und 2.100 Mitarbeiter entlassen will. So sollen 400 Mio Dollar eingespart werden. Der Grund für diese Kürzungen soll ein schlechtes Vorjahr und zum Abschluss auch noch ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft gewesen sein. (Bild: Macy’s via shutterstock.com)
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