Magic-Kopie: „James, Bitte“ erfüllt Nutzern jeden Wunsch.

von Christian Bach am 03.März 2015 in Topnews

James Bitte Magic PAStartups versprechen viel: Aber ist es wirklich möglich, sich eine Trüffel-Pizza und eine Flasche Armand de Brignac Brut Gold Champagner innerhalb einer Stunde auf die Zugspitze liefern zu lassen? Laut „James, Bitte“ schon. Der virtuelle Assistent ist eine Kopie des US-Vorbildes Magic. Nutzer können darüber zum Beispiel Produkte bestellen oder Flüge reservieren. Sie müssen nur eine Nachricht mit ihrem Wunsch per Whatsapp oder SMS schreiben. Hinter dem deutschen Assistenten „James, Bitte“ steckt das Münchner Startup doido. „Wir haben innerhalb eines Tages unsere Seite aufgezogen und sind jetzt damit am Start. Das Ganze geht im Moment gut ab“, erklärt Mitgründer Dominic Wiedemann gegenüber Location Insider. „James, Bitte“ basiert aber nicht auf künstlicher Intelligenz. Am Ende der Leitung sitzen tatsächlich Menschen. „Das könnte sich im Laufe der Tage allerdings ändern, wenn der Andrang größer wird“, so Wiedemann. Bisher nutzen er und seine Mitstreiter verschiedene Unternehmen zur Erfüllung der Aufgaben oder auch persönliche Helfer, die sie über eBay-Kleinanzeigen und andere Plattformen finden. „Wir haben außerdem selbst eine Plattform, um Minijobs zu delegieren, dadurch sind wir auch erst auf die Idee gekommen“, sagt Wiedemann und meint damit die Plattform doido.

getdoido James Bitte Magic„James, Bitte“ macht – wie Magic auch – Preisvorschläge. Es gibt keine Fixgebühr, aber die Macher versuchen nicht mehr als 20 Prozent auf den Preis als Kommission aufzuschlagen. „Für einen Blumenstrauß an die Haustür werden wir also nicht – wie bei Magic – 70 Euro verlangen“, verspricht der Mitgründer. Die Kunden zahlen die Produkte und Services per Karte oder PayPal, sobald der Auftrag bestätigt wurde. Bis gestern hat das Startup 74 Anfragen erhalten. Eigenen Angaben zufolge kommen die Nutzer vor allem über Facebook, Twitter und Mund-zu-Mund-Propaganda zu „James, Bitte“. „Wir unterscheiden uns von Magic dadurch, dass wir bereits Erfahrung damit haben, kleine Jobs zu vermitteln und zu delegieren. Dadurch entsteht bei uns kein Chaos. Man kann bei uns alles bestellen/anfragen“, erklärt Wiedemann selbstbewusst. Der bisher coolste Wunsch war eine bayerische Blaskapelle vor einem Restaurant in München. „Da sind wir noch dran, sieht aber gut aus“, so Wiedemann. Das wird sicher nicht die schwierigste Aufgabe bleiben, wenn sich „James, Bitte“ herumspricht und Interessenten probieren, wie weit sie gehen können.



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