Mobile Händler: Amazon hat die meisten iOS-Nutzer, Bonprix den besten mobile Shop in Deutschland.

von Markus Gärtner am 04.November 2016 in Infografik, Topnews, Trends & Analysen

Smartmarket: Die Menschen nutzen das Smartphone immer mehr zum Shoppen. Die Umsätze im mobilen Einzelhandel 2016 werden laut Salesforce und Demandware um 53 Prozent auf 220 Mrd US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr steigen. Umso wichtiger für Online-Händler ist, dass sie ihr Angebot auch für mobile Endgeräte optimieren. Zwei Untersuchungen zeigen, wer dabei in Deutschland gerade die Nase vorn hat.

App Annie unterscheidet bei seiner Erhebung (Grafik oben) zwischen klassischen Onlinehändlern und stationären Händlern, die eine eigene App entwickelt haben: Letztere heißen sinnigerweise „Bricks & Clicks“, denn im Englischen werden die stationären Händler auch als „Brick & Mortar“ bezeichnet, zu deutsch etwa „Ziegelstein und Mörtel“. Die App-Analyse-Firma hat die Nutzung von Einzelhandels-Apps auf iPhones von Juli 2015 bis Juni 2016 ausgewertet. Erwartungsgemäß hat Amazon die meisten Nutzer noch vor den ersten „Bricks & Clicks“-Vertretern Apple und H&M. Aldi Süd auf Platz 6 ist der populärste Lebensmittelhändler. Auch in den USA und dem Vereinigten Königreich liegt Amazon vorne, in Frankreich ist die App des Shopping-Clubs vente-privee an der Spitze. Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

tabelle-google-test

Tabelle von etailment

Der Fachdienst etailment hat wiederum mittels Googles neuem Tool „Test my Site“ die Websites deutscher E-Commerce-Händler getestet. Dabei wurde jeweils die Schnelligkeit für Desktop-PCs und mobile Endgeräte sowie die Optimierung für Smartphone und Tablet ausgewertet. Spitzenwert ist in allen Bereichen 100 Punkte. Diesen hat unter den Top 10 nur der Elektronikhändler Cyberport bei der mobil optimierten Website erreicht. Gleichzeitig ist Cyberport aber dafür in den Kategorien Schnelligkeit am schlechtesten. Vor allem Bonprix sticht hier positiv heraus: Der Mode-Versandhändler hat sowohl auf stationären Rechnern als auch auf Smartphone und Co die schnellste Website. Beinahe erschreckend schlecht ist da schon Amazons Tempo auf mobilen Geräten – könnte aber auch daran liegen, dass der Großteil der Nutzer eh die App hat (siehe oben) und sich der Onlinegigant darauf fokussiert.

Hier erfahren sie in einem Gastbeitrag von Adrien Günther von AT Internet für unser Schwesterportal mobilbranche.de, wie mobile Webseiten schneller werden können.

 



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