Omnichannel kommt (ganz langsam) in Gang.

von Andre Schreiber am 10.August 2017 in News

Omnichannel ist für viele Händler ein wichtiges Thema. Aber erstaunlich viele haben sich damit noch gar nicht beschäftigt. (Foto SIX Payments)

SIX Payment Services hat zusammen mit ibi Research an der Universität Regensburg rund 300 Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema Omnichannel befragt.

Lobenswert an der Studie ist ohne Zweifel, dass hier keine Ergebnisse aus dem angelsächsischen Raum zusammengefasst werden, sondern sich die Befindlichkeiten der Händler aus dem deutschen Sprachraum ablesen lassen. Und diese stehen dem Thema Omnichannel durchaus positiv gegenüber. Vier von zehn Befragten haben sich bereits mit dem Thema beschäftigt. Doch nach wie vor sind es 60 Prozent, die sich gar nicht für das Thema interessieren. Das dürfte im Kern auch daran liegen, dass nur knapp 50 Prozent der Befragten eine Umsatzsteigerung durch Omnichannel erwartet.

Und so wollen immerhin 32 Prozent der Händler in den kommenden 36 Monaten in Omnichannel-Lösungen investieren. Obwohl Omnichannel ja ein ganzheitliches Konzept ist, bei dem es darum geht, den Kunden eine umfassende positive Erfahrung zu vermitteln, zeigt auch diese Studie, dass sich die Händler in erster Linie mit einzelnen Anwendungsfällen beschäftigen. Viele Einzelkomponenten wurden auch schon umgesetzt: Eine Click & Collect-Lösung bieten 35 Prozent der Umfrage-Teilnehmer, die unter anderem stationäre Geschäfte betreiben, bereits an. Weitere 25 Prozent sehen deren Einführung als wahrscheinlich oder befinden sich bereits in Planung. Click & Return bieten 24 Prozent der Befragten an.

Self-Checkout, was in den USA ja derzeit ein Trendthema ist, kommt zumindest bei den Befragten nicht in Frage. 71 Prozent der Stichprobe bieten keinen Self-Checkout an und haben es auch nicht vor.

Die Studie steht kostenlos zum direkten Download zur Verfügung.


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