Online-Lebensmittelhandel 2020, Smarte Regale analysieren Verbraucher, Beacon-Kampagnen locken in Geschäfte.

von Florian Treiß am 16.Januar 2017 in Kurzmeldungen

– AUSGEWÄHLT –

Online-Lebensmittelhandel ist je nach Zählweise in Deutschland bereits jetzt schon groß, setzt über 2 Mrd Euro pro Jahr um und wächst um über 10 Prozent pro Jahr. Das ist immerhin schon 1 Prozent des gesamten Lebensmittelhandels in Deutschland. Alexander Graf spricht mit AllyouneedFresh-Geschäftsführer Udo Kießlich im Videointerview darüber, wohin sich der Markt bis 2020 entwickeln wird.
kassenzone.de

Smarte Regale: Das US-Unternehmen Cloverleaf hat ein digitales Display entwickelt, das im Warenregal angebracht werden kann und Werbung abspielt. Der Clou dabei: Das Display enthält Sensoren, die die Augenbewegungen und Gesichtsausdrücke der Verbraucher erfassen, wenn sie vorm Regal stehen. Diese können anonymisiert und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz analysiert werden.
adweek.com

Beacon-Kampagnen sollen im US-Weihnachtsgeschäft eine maßgebliche Zahl von Verbrauchern in Geschäfte geführt haben. Laut dem Beacon-Werbenetzwerk Swirl hat etwa ein Outlet-Store für Bekleidung dadurch sowohl seine Kundenfrequenz als auch seinen Umsatz um 7 Prozent gesteigert und ein Kaufhaus konnte den Besuch verschiedener Abteilungen um 10 bis 17 Prozent steigern.
geomarketing.com

Amazon Go: Das neue Ladenkonzept ohne Kasse, das Amazon demnächst in Seattle starten will, war eigentlich vorhersehbar, meint Ashwini Asokan bei Venturebeat. Demnach hat Amazon schon so viel in vollautomatisierte Lager-Logistik und künstliche Intelligenz investiert, dass es nun logisch ist, dass der Handelsriese die Technologie nun auch im stationären Handel testen will.
venturebeat.com

Straßenkampf ums Essen: Deliveroo und Foodora haben sich darauf spezialisiert, Essen von Restaurants auszuliefern, die keinen eigenen Bringdienst haben. Das Geschäft ist hart und geht oft zu Lasten der Fahrer, dennoch schreiben beide Dienste tiefrote Zahlen. Und bald dürfte noch mehr Konkurrenz dazu kommen: Lieferando baut seine eigene Lieferflotte auf und „UberEats“ soll bald ebenfalls nach Deutschland kommen.
faz.net (Wettbewerb), zeit.de (Foodora-Reportage)

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Sven Spöde„WeChat ist als Absatzkanal in China nicht mehr wegzudenken“, sagt Sven Spöde in unserem Interview. Der China-Experte zeigt in unserem Seminar „WeChat – ein Muss für jede Firmenpräsenz in China“ am 8.2.2017 in Berlin, wie Unternehmen eine WeChat-Strategie entwickeln und umsetzen können. Außerdem im Seminar: Welche Folge der WeChat-Boom für den Facebook Messenger haben könnte.
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– MITGEZÄHLT –

53 Prozent der Verbraucher: entscheiden sich bei Obst und Gemüse am liebsten für Bio. Bei Molkereiprodukten, Fleisch und Wurst sind es immerhin noch 36 Prozent, so eine PwC-Studie in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE). Der typische Käufer von Bio-Waren ist demnach weiblich, jünger als 45 Jahre und verfügt über ein höheres Einkommen.
pwc.de

– DA WAR NOCH WAS –

„Wenn wir uns die heutigen Ladenformate und stationären Verkaufsmodelle ansehen, so ist in den vergangenen 10 Jahren kaum ein signifikanter Fortschritt erkennbar. Zumindest ist keine Innovation erkennbar, die zum nachhaltigen Vorteil des Konsumenten ist. Und dies obwohl man Land auf und Land ab von der Neuerfindung des stationären Handles spricht.“

Handelsberater Thomas Lang meint, dass sich in den letzten 10 Jahren fast alles verändert hat und heute z.B. kaum jemand mehr ein Kursbuch der Bahn lesen kann – doch die Entwicklung ist am stationären Handel weitestgehend vorbeigegangen.
blog.carpathia.com

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