Schweizer Startup will Retouren den Garaus machen.

von Fritz Ramisch am 30.Juli 2015 in News

EyeFitUShopping nach Maß: Das Schweizer Startup EyeFitU will ein Problem lösen, das vermutlich jeder Online-Shopper schon einmal hatte – die passende Kleidergröße finden. Über die neue iPhone-App können Nutzer ihre genauen Maße eingeben und erhalten ausgewählte Outfits verschiedener Händler in der passenden Größe. Bisher sind nur Normalgrößen verfügbar, bald soll das Angebot um Über- und Kindergrößen ausgebaut werden, kündigt CEO Isabelle Ohnemus gegenüber Location Insider an. Mit von der Partie sind neben Zalando auch stationäre Händler wie C&A, Mango oder Forever 21. Das Schweizer Unternehmen generiert mit Hilfe eines komplexen Algorithmus die ideale Größe für alle Marken. EyeFitU berücksichtigt dabei die zum Teil stark voneinander abweichenden Größen unterschiedlicher Hersteller und gleicht die abweichenden Größen in einer umfangreiche Datenbank ab. Das soll nicht nur das Shoppen einfacher machen, sondern auch Retouren vermeiden. Nutzer können innerhalb der App mehrere Profile anlegen und z.B. auch für Familie und Freunde auf Shoppingtour gehen. Das 2013 gegründete Unternehmen will nach dem erfolgreichen Abschluss einer Millionenfinanzierung in einer zweiten Finanzierungsrunde 2 Mio Euro frisches Kapital einsammeln und ab 2016 profitabel sein. Bei der Zahl der Nutzer und Umsätze lässt sich das Startup aber nicht in die Karten schauen. CEO Isabelle Ohnemus lässt aber wissen: „Wir sind sehr zufrieden mit der positiven Entwicklung und dem Vertrauen was uns schon jetzt entgegen gebracht wird. Das beweist uns, dass Größeneinteilung ein riesiges Problem für Kunden ist.“

Isabelle Ohnemus, CEO EyeFitU.

Isabelle Ohnemus, CEO EyeFitU.

Geld verdient EyeFitU übrigens durch Verkaufsprovisionen, mobile Werbung und durch den Verkauf von Nutzerdaten. Das Zürcher Startup hat mittlerweile eigenen Angaben zufolge 10 Mitarbeiter und will im nächsten Quartal eine App für Android und Windows Phone auf den Markt bringen. Bisher ist das Angebot an verfügbaren Shops allerdings übersichtlich. Bei einem ersten Test wurden nur Klamotten von Zalando und Mytheresa.com angezeigt. Als nächste Meilensteine stehen vor allem die Integration weiterer Marken und Online-Shops sowie die Verbesserung der User Experience auf der Agenda, so Ohnemus. Vor allem Letzteres ist dringend notwendig: Die Usability der App ist noch ausbaufähig, vor allem bei der Weiterleitung zu den Partnershops hakt es noch. Blöd ist vor allem, wenn der Partnershop (in diesem Fall mytheresa.com) nicht oder nur eingeschränkt mobil optimiert ist. An potenziellen Handelspartnern scheint es aber nicht zu mangeln: Bei den Online-Stores werden neben Zalando auch stationäre Händler wie C&A, Forever 21 und Mango angezeigt. Beim Klick auf deren Händlerseite in der App wird man allerdings auf die Seite von Zalando weitergeleitet – wenn das mal kein schlechtes Omen für den stationären Handel ist.

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