So kaufen wir im Jahr 2036 ein – Ergebnisse aus der QVC-Zukunftsstudie.

von Markus Gärtner am 24.Oktober 2016 in Topnews, Trends & Analysen

young girl shopping using augmented reality mirror with alternate fashion being shown Gehen wir in 20 Jahren zum Einkaufen aus dem Haus oder lassen wir uns alles liefern? Bedienen uns Roboter in der Filiale? Zahlen wir über biometrische Merkmale? Der Teleshopping-Anbieter QVC hat in seiner Zukunftsstudie Handel 2036 „Wie kauft Deutschland übermorgen ein?“ Experten und Konsumenten befragt und einige Thesen aufgestellt. Trotz aller technologischen Fortschritte ist der Mensch im Handel dabei ein unersetzlicher Faktor. „Shopping wird zukünftig geprägt sein von spielerischen Elementen und digitalen Assistenten, die heute bereits beginnen unseren Alltag zu erobern. Je stärker wir in virtuelle Welten eintauchen, desto wichtiger wird menschliche Nähe“, erklärt der Hamburger Trendforscher und Studienleiter Peter Wippermann.

Das Soziale soll beim Shoppen auch in Zukunft demnach eine große Rolle spielen. Für ein Drittel der befragten Deutschen ist das gemeinsame Erlebnis beim Shoppen ein wichtiger Faktor. 42 Prozent der deutschen Männer und jede dritte deutsche Frau können sich vorstellen, in Zukunft mit Freunden online oder über das Smartphone zu shoppen. Aber künftig kann sich auch jeder Fünfte vorstellen, via Virtual Reality oder im Online-Chat einzukaufen. Ein Viertel würde sich von einem Computer oder Roboter beraten lassen. Händler und Shopping-Center müssen dann in der realen Welt dem Kunden sinnliche Erfahrungen bieten, um ihn aus der digitalen Welt in die Kaufhäuser und Filialen zu locken. Der nötige Erlebnischarakter von Handel und Stadt wird auch von anderen Experten betont.

Man holding smartphone with technology application icons comming out Vielleicht zählt dazu auch, dass die Kunden bei der Produktion ihrer Artikel zusehen können. Denn rund ein Drittel glaubt, dass Waren auch z.B. via 3D-Drucker direkt im Laden hergestellt werden könnten. Der Handel muss also mehr für den Kunden leisten – dafür ist der Kunde aber auch bereit, selbst Arbeitsschritte zu übernehmen: 59 Prozent würden z.B. Self-Scanning-Kassen nutzen, wenn sie so Geld sparen können. Trotzdem haben die Konsumenten natürlich auch nichts dagegen, wenn ihnen weiter Arbeit abgenommen wird. Ein Drittel würde automatische Bestellungen wie bei Amazon Dash nutzen, ein digitaler Assistent wie z.B. Amazon Echo, der automatisch die günstigsten Angebote raussucht, wäre für 42 Prozent eine Option. Durch die Integration von immer mehr Technologie in unseren Alltag erfahren Hersteller und Händler natürlich auch mehr über Konsumgewohnheiten und könnten Preise auch viel flexibler anpassen. Das kann zum Vor- oder auch Nachteil des Kunden genutzt werden. Wenn es anfängt zu regnen, könnte z.B. der Preis eines Regenschirms steigen. Elektronische Preisetiketten bzw. Dynamic Pricing könnten das möglich machen – auch wenn die deutschen Händler hier noch am Anfang der Entwicklung stehen.
qvc-zukunftsstudie.de

 



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