Target plant eigenen Handels-Accelerator & will Filialerlebnis verbessern.

von Christian Bach am 17.September 2015 in News

Target US-Händler - shutterstock 171934442

Home sweat home: Target arbeitet mit der Startup-Schmiede Techstars zusammen, um kommendes Jahr selbst einen Handels-Accelerator in Minneapolis im Norden der USA zu starten. Der US-Einzelhändler will junge Unternehmer in seine Heimatstadt einladen, um neue Technologien für das eigene Filialgeschäft zu entwickeln. Target und Techstars wollen noch dieses Jahr einen Aufruf starten, um Technologie-basierte Startups anzusprechen, die an Innovationen im Handelsbereich arbeiten. „Wir wissen, dass Technologie auch weiterhin den Einzelhandel revolutionieren wird“, sagt Casey Carl, verantwortlich für Strategie und Innovation bei Target, und fügt hinzu: „Deshalb wollen wir die besten Startups der Szene zu uns einladen.“ Der US-Händler verspricht den Jungunternehmern dafür Investitionskapital, ein Mentorenprogramm mit Target-Managern und Zugang zum Netzwerk von Techstars.

Damit folgt ausnahmsweise mal ein US-Händler einem deutschen Vorbild. Denn bereits seit Februar 2015 arbeitet das Düsseldorfer Handelsunternehmen Metro mit der Startup-Schmiede Techstars zusammen. Beide Partner haben inzwischen den „Techstars Metro Accelerator“ gestartet. Der Händler will darüber Startups mit digitalen Lösungen in den Bereichen Restaurant, Hotel und Catering zum Durchbruch verhelfen. Dafür kooperiert es auch mit der Digitalagentur R/GA.

Target RFIDTarget will außerdem das Filialerlebnis verbessern und startet zu diesem Zweck die Initiative „LA25“. In diesem Rahmen sollen 25 Filialen in Los Angeles unter anderem mit RFID-Technologie ausgestattet werden, damit Mitarbeiter fehlende Produkte leichter wiederfinden können. Damit Mitarbeitern zwischendurch nicht die Puste ausgeht, stattet Target seine 335.000 Mitarbeiter mit kostenlosen Fitness-Trackern von Fitbit aus. Jedes einzelne Gerät kostet eigentlich 60 Dollar. Target investiert damit allein rund 20 Mio Dollar in das eigene Gesundheitsprogramm.

Seit gestern arbeitet Target testweise mit dem Lieferdienst Instacart zusammen. Der US-Einzelhändler lässt nun Lebensmittel und andere Produkte in seiner Heimatstadt Minneapolis im Norden der USA für 4 Dollar extra ausliefern – sogar in unter einer Stunde, so das Versprechen. „Unser Ziel ist es, den Lebensmittel-Einkauf zu vereinfachen“, sagt Jason Goldberger, verantwortlich für die Mobile-Sparte bei Target und Target.com. Der stationäre Händler fordert damit Amazon heraus. Der E-Commerce-Riese bietet mit Amazon Fresh einen eigenen Lieferservice für Lebensmittel in den USA an. Instacart arbeitet übrigens nicht nur mit Target zusammen, sondern unter anderem schon mit Händlern wie Whole Foods, Costco und Petco. (Bild: Target via shutterstock.com)
target.comgeomarketing.com (Accelerator), chainstoreage.com (LA25), fortune.com (Fitbit)

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