Veganz expandiert online und offline.

von Christian Bach am 11.Februar 2016 in News

Veganz-Berlin-Friedrichshain-Sonnendeck

Veganes Netz: Veganz startet unter shop.veganz.de einen eigenen Online-Shop mit 360-Grad-Bildern. Kunden der veganen Supermarktkette müssen für das tierlose Essvergnügen künftig nicht mehr die Fachmärkte in der Umgebung abklappern, sondern können sich die fleischlose Kost künftig innerhalb Deutschlands versandkostenfrei liefern lassen – und das ohne Mindestbestellwert. Das Online-Sortiment umfasst vorerst allerdings nur 50 Produkte, soll zukünftig aber weiter ausgebaut werden. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin will damit vor allem Kunden ansprechen, die keinen stationären Laden für vegane Lebensmittel in der Nähe haben. „Unsere Produkte vertreiben wir in zehn eigenen Filialen und bei unseren LEH-Partnern“, heißt es auf der Veganz-Webseite. Die eigenen Geschäfte befinden sich unter anderem in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Prag und Wien. In Hamburg bietet Veganz nun sogar Click & Collect an. „Inzwischen sind wir deutschlandweit in insgesamt 2.000 Läden präsent, in diesem Jahr wird die Zahl auf 4.000 steigen. Demnächst wollen wir auch über Amazon verkaufen“, sagt Handelsketten-Chef Jan Bredack im Interview mit der „WirtschaftsWoche„.

Veganz Online-Shop ScreenshotBredack hat Veganz im Jahr 2011 gegründet und will nichts weniger als den klassischen Lebensmittelhandel revolutionieren. Um dieses Ziel zu erreichen, kooperiert die vegane Supermarktkette u.a. mit dm. Seit August vergangenen Jahres bietet die Drogeriekette ihren Kunden in 54 Testmärkten Produkte von Veganz an. Mittlerweile wurde die Anzahl auf 93 dm-Filialen erhöht. „Das lief sehr erfolgreich. Daher werden wir unsere Eigenmarke ab April in allen deutschen dm-Filialen verkaufen. Dafür haben wir auch zahlreiche neue Produkte kreiert“, sagt Bredack. Er will den Umsatz von Veganz dieses Jahr mehr als verdreifachen. „Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen 24 Mio Euro Umsatz, für 2016 streben wir rund 80 Millionen an. Das heißt: die Leute rennen uns die Bude ein“, erklärt der Veganz-Chef selbstbewusst.


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