Wenn Onliner stationäre Läden eröffnen – Zalando kauft Kickz.

von Andre Schreiber am 02.März 2017 in News, Trends & Analysen

Für eine nicht näher genannte Summe übernimmt Zalando den Filialisten Kickz, der mit Sneakers, Basketball- und Streetwear im Jahr 2015 mit seinen 15 Läden in Berlin, Hamburg, Köln und München, einen Umsatz von 42 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Folgt Zalando damit einfach einem Trend? Schließlich befindet sich das Unternehmen damit in guter Gesellschaft. Ehemalige Pure Player wie Mister Spex oder Mytoys haben in den vergangenen Monaten ebenfalls in besten Lagen Ladengeschäfte eröffnet.

„Wenn Onliner plötzlich stationäre Läden eröffnen, dann ist das zumeist ein Warnsignal, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind, was Online-Neukundengewinnung und Stammkundenbindung angeht.“, hat Jochen Krisch von Excitingcommerce.de geschrieben.

Und daran könnte durchaus etwas dran sein. Zalando versteht sich zwar inzwischen als Macher eines „Betriebssystems“ für den Modehandel und positioniert sich gern in Präsentationen als Plattform. Nur solche Gedanken sind den Konsumenten am Ende des Tages eher egal. Was zählt, sind Angebot, Preis und Service. Das sind wahrlich alles keine Attribute, die einen Käufer emotional an den Händler binden. Was fehlt, ist die Schaffung eines Einkaufserlebnisses, die Kommunikation zwischen Kunden und Marken. Und bei jüngeren Kunden: eine gewisse Coolness. Und die kauft sich Zalando mit Kickz ein.

So fasst es Zalando-Gründer und Vorstand David Schneider selbst zusammen:

„Wir verschaffen unseren Kunden damit den Zugang zu einer authentischen Basketballwelt, die Zalando selber so nie schaffen könnte“.

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