Zara digitalisiert die Umkleidekabine.

von Christian Bach am 03.Dezember 2015 in Topnews

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Nachschub per Klick: Zara will in einer der größten spanischen Filialen künftig iPads in den Umkleidekabinen testen. Kunden der Modekette sollen darüber Fragen an Mitarbeiter stellen und sich zum Beispiel andere Größen bestellen können. Sich einfach in die Umkleide setzen und von dort aus alle Modefummel in Kabine bestellen, bleibt allerdings ein Männertraum: Denn um Kleidung zum Anprobieren in die Umkleide zu bestellen, müssen die Produkte über das Tablet gescannt werden. Die iPad-Anwendung orientiert sich vom Design her an der Zara-Webseite, sodass sich Kunden ein bisschen wie beim Online-Shopping auf dem heimischen Sofa fühlen. Verläuft der Test erfolgreich will die Tochter des spanischen Modekonzerns Inditex den Service auf weltweit alle 2.000 Filialen ausweiten und sie damit auch nach Deutschland bringen.

Für Inditex ist die Digitalisierung kein Neuland: Der Handelskonzern hat seit längerem Tablets im Einsatz, bisher aber vor allem für die eigenen Mitarbeiter. Diese sollen sich darüber zu Produkt-Anfragen austauschen können. Zara nutzt auch andere Technologien, wie z.B. RFID. Mithilfe dieser Funkstandard steuert das Unternehmen bereits seit 2014 die Lagerbestände in den Filialen: Die Apparently Different Umkleidekabine TouchscreenChips wurden in den Sicherheitsetiketten aus Plastik integriert, die an der Kasse entfernt werden und danach erneut verwendet werden können.

Zara ist natürlich nicht der erste Händler mit Tablets in der Umkleidekabine: Dieses Konzept haben zum Beispiel schon das US-Modeunternehmen Polo Ralph Lauren, die US-Kaufhauskette Bloomingdale’s und Apparently Different umgesetzt. Der Berliner Mode-Händler testet seit September eine Umkleidekabine mit Touchscreen. Kunden können sich über den Bildschirm neue Produkte bestellen. Mitarbeiter werden wiederum per Tablet über die Kundenwünsche benachrichtigt und suchen die gewünschten Artikel raus. Als eines der ersten Unternehmen – zumindest in Deutschland – hat das Berliner Startup Phizzard Bildschirme in Umkleidekabinen zur Abfrage von Produktverfügbarkeiten genutzt. (Bild: Zara via shutterstock.com)
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