20 Prozent der US-Millennials mögen keine Kassierer.

von Christian Bach am 30.April 2015 in News, Trends & Analysen

Selbstbedienungs-Terminal self-service kioskSelbst ist der Kunde: Genau nach diesem Vorbild denken viele US-Amerikaner beim Einkaufen. 85 Prozent haben deshalb schon Checkout-Terminals im Laden genutzt, also Kassen ohne Kassierer. Bei den Millennials (18 bis 34 Jahre) sind es sogar 91 Prozent, wie eine Studie der kaufDA-Schwester Retale zeigt. 20 Prozent der Millennials sagen sogar, dass sie generell nicht gern mit dem Kassenpersonal zu tun haben. 49 Prozent der US-Kunden wünschen sich Selbstbedienungs-Terminals bei Großunternehmen, bei Supermärkten sind es noch 46 Prozent, gefolgt von Drogeriemärkten (42 Prozent), Lebensmittelgeschäften (27 Prozent), Warenhäusern (24 Prozent) und Fachgeschäften (24 Prozent). Die Gründe für die Nutzung von Checkout-Terminals sind vielfältig. 72 Prozent der Nutzer hatten nur wenige Artikel und für 55 Prozent spielte die fehlende Warteschlange eine Rolle. Andere Kunden verzichten einfach gern auf die Interaktion mit dem Kassierer (12 Prozent) – dies trifft vor allem auf Millennials zu (20 Prozent).

An den Checkout-Terminals könnte sich bald auch Mobile Payment durchsetzen: 20 Prozent wollen dort gern per Smartphone oder Smartwatch zahlen. Bei den Millennials sind es sogar 26 Prozent. Gerade diese jüngere Generation hilft sich laut der Untersuchung gern mit ihrem Smartphone selbst weiter, bevor sie Hilfe von Mitarbeitern annimmt.

P1020616Diese Studie ist aber lange nicht die erste von Retale. Laut einer Untersuchung aus dem November wollen 61 Prozent der US-Kunden bei ihrer mobilen Suche per Smartphone den Händlerstandort finden. Ähnlich beliebt ist die Suche nach Angeboten und Preisvergleichen. Bereits im Oktober fand die US-Prospekteplattform heraus, dass sich 74,5 Prozent der US-Smartphone-Nutzer in den vergangenen 30 Tagen Prospekte angeschaut haben. Laut der Studie „The new mobile shopper“ schauen sich 41,5 Prozent der Nutzer die Prospekte am Tag vor dem Einkauf an.

Retale hat vergangenen Freitag – wie das Schwesterunternehmen kaufDA – eine eigene App für die Apple Watch gestartet. Beide Prospekteplattformen gehören zur Bonial Group. Retale hat eigenen Angaben zufolge 3,5 Mio Nutzer. Im November haben mehr als 130 US-Einzelhändler die digitale Prospektwerbung eingesetzt. Laut kaufDA wächst die US-Version sechs Mal schneller als in Deutschland. (1. Bild: Selbstbedienungs-Terminal via shutterstock.com)
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