Adidas setzt in Paris auf AR, Paypal kauft sich Couponing-Plattform, Lidl bringt’s in einer Stunde.

von Stephan Lamprecht am 21.November 2019 in Kurzmeldungen

– AUSGEWÄHLT –

Adidas setzt in seinem Flagship-Store in Paris auf eine AR-Installation, die über Nachhaltigkeit und nachhaltige Produkte informiert. Während der Weihnachtszeit sollen die Besucher des Ladens im Projekt „The Ocean“ mittels Augmented Reality und Gamification für die Problematik verschmutzter Ozeane sensibilisiert werden. Mittels Smartphone begleiten sie einen Wal, sammeln Müll ein und erfahren dann, wie Adidas aus Recycling-Material neue Produkte schafft. Technisch umgesetzt haben das Eyecandylab und die französische Kreativagentur Monochrome.
retaildive.com (Video), internetworld.de (Foto Galerie)

Paypal: In der wohl bisher größten Transaktion der Unternehmensgeschichte übernimmt der Zahlungsdienstleister die Coupon- und Deals-Plattform von Honey Science. Dort tummeln sich monatlich 17 Millionen Nutzer, vergleichen Preise, suchen Schnäppchen und erhalten Bonuspunkte. 4 Mrd. Dollar überwiegend in Cash will Paypal dafür ausgeben. Und unterstreicht, dass man sich nicht mehr nur am Ende des Shopping-Prozesses positioniert, sondern auch bereits während der Inspiration der Kunden eine Rolle spielen will.
techcrunch.com

Lidl: In Barcelona und Valencia können die Kunden sich ihre Einkäufe beim Discounter binnen einer Stunde nach Hause liefern lassen. Dazu kooperiert Lidl Spanien mit der Plattform von „Lola Market“. Per Website oder App stellen sich die Kunden die Produkte zusammen und wählen den Store aus ihrer Nähe aus. Die Produkte werden dann von Lola Market direkt von Ort eingekauft und ausgeliefert.
edelivery.net

Amazon soll nach verschiedenen Berichten planen, im kommenden Jahr das kassenlose Konzept „Amazon Go“ auch in größeren Supermärkten auszurollen. Bisher handelt es sich bei den Stores um kleinere Formate (um die 200 – 300 Quadratmeter), die Convenience in den Fokus stellen. Jetzt soll die Technologie ausgereift sein, um auch Flächen um die 3.000 Quadratmeter zu überwachen. Es wird vermutet, dass Amazon in diesem Zuge seine Technologie auch anderen Händlern als Lizenz anbieten könnte.
theverge.com, t3n.de

Digital Fashion: Nur noch heute können Konsumenten in London einen Popup-Store besuchen, in dem es digitale Modestücke von Marken wie The Fabricant, Carlings, Virtue und Christopher Raeburn gibt. Um Zutritt zu bekommen, müssen die Besucher ein „ungeliebtes“ Kleidungsstück mitbringen. Es wird dann für wohltätige Zwecke gespendet. Alternativ kann man es aber vor Ort auch von Künstlern verändern lassen. Das ist dann für alle interessant, die sich dann doch kein digitales Stück auf den Leib schneidern lassen wollen.
fashionunited.de

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– MITGEZÄHLT –

14 Mio Kundendatensätze von Conrad sind potentiell in Gefahr, von Kriminellen missbraucht zu werden. Eine ungesicherte Elasticsearch-Datenbank war schuld. Das Leck sei inzwischen geschlossen worden, was natürlich den Betroffenen gar nicht hilft. Bei einem Fünftel der Datensätze sind auch IBANs unter der Beute. Was man damit im Zweifel anstellen kann, ist ja bekannt. Dies ist leider nicht die erste Panne von Conrad.
security-insider.de

– DA WAR NOCH WAS –

„Die Kunden kommen zwar rein und bedauern, dass ich aufhören will, nehmen aber nur eine Schraube für 20 Cent mit. Die müssten mal Werkzeuge kaufen, aber nein, dafür rennen sie in den Baumarkt.“

Thomas Teichmüller ist Inhaber des Eisenwaren-Geschäfts ‚Aulmann, Krüner & Co‘ in Hamburg-Ottensen. Der Laden schließt nach 95 Jahren. Und besser wie der Inhaber kann man die Diskrepanz zwischen der Meinung der Kunden und ihrem Verhalten kaum illustrieren.
mopo.de

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