Amazon testet Taxi-Lieferungen in den USA und startet Same-Day-Delivery in Kanada.

von Christian Bach am 06.November 2014 in News

Amazon Handy Smartphone PhoneWeihnachtsvorbereitungen: Amazon testet Taxi-Lieferungen in Los Angeles und San Francisco, berichtet das „Wall Street Journal„. Die Zeitung beruft sich dabei auf „Insider“. Kunden des E-Commerce-Riesen zahlen für diesen Service 5 Dollar extra, sie erhalten ihre Produkte aber bereits innerhalb von einer Stunde nach Bestellung. Amazon nutzt die Taxi-App Flywheel, um im Weihnachtsgeschäft eine weitere Liefer-Option anzubieten. Denn in der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme bei der pünktlichen Zustellung vor und an Weihnachten. Entweder war das Wetter, Streiks oder die schier unendliche Masse an Paketen Schuld an den Verzögerungen. Dieses Jahr soll es mithilfe der Taxi-Option nun aber besser werden, so die Hoffnung von Amazon. „Amazon hat diesen Markt für die schnellere und immer schnellere Lieferung geschaffen, und wenn Sie Einzelhändler sind, müssen Sie etwas unternehmen, um mit Amazon zu konkurrieren. Aber das bedeutet auch, dass Amazon nicht die Füße stillhalten kann, sie müssen weitere Innovationen bringen“, sagt Greg Bettinelli von Upfront Ventures. Das Unternehmen aus Los Angeles ist Investor beim Liefer-Startup Deliv.

SDD Box - Same Day Delivery SloganGleichzeitig startet Amazon taggleiche Lieferungen in den kanadischen Städten Toronto und Vancouver. Allerdings kostet dieser Service dort happige 11,99 Dollar extra. Kunden, die ihre Bestellungen bis 12 Uhr aufgeben, können mit einer Lieferung der Produkte bis spätestens 21 Uhr am selben Tag rechnen. Für den relativ hohen Preis bietet Amazon die Express-Lieferung auch am Wochenende an. „Mit Same-Day-Delivery können Kunden in Toronto und Vancouver bequem Besorgungen erledigen oder den kompletten Weihnachtseinkauf an einem Tag mit wenigen Klicks erledigen“, preist Alexandre Gagnon, Country Manager von Amazon in Kanada, den neuen Dienst an. Ähnlich wie in Deutschland wird die taggleiche Lieferung auch in Kanada nur ein Nischenangebot sein, meint die Forrester-Analystin Sucharita Mulpuru: „Die Realität ist, dass die Leute generell nicht gewillt sind, genug für diesen Service zu bezahlen, sodass es sich für die Unternehmen lohnt.“ Dennoch setzt Amazon stationäre Händler durch die neuen Services einmal mehr unter Druck. (Beitragsbild: Amazon-Pakete via shutterstock.com, Artikelbild I: Amazon-App via shutterstock.com, Artikelbild II: SDD-Box via shutterstock.com)

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