AppYourself testet standortbasierte Push-Nachrichten und Beacons.

von Christian Bach am 16.März 2015 in News

AppYourself WebseiteApps sind in: Aber wie kommen kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) ohne Programmierkenntnisse an ihre eigene mobile Anwendung? AppYourself ermöglicht dies mithilfe eines App-Baukastens. Das Berliner Unternehmen will die Funktionen der Apps um standortbasierte Push-Nachrichten und Beacons erweitern, wie Geschäftsführer Benjamin Heisch gegenüber Location Insider verrät. Beide Funktionen sollen bald allen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Benjamin Heisch - CEO AppYourself„Wir bieten bereits standortbasierte Push-Nachrichten an, aber nur für unsere Power-User und Vertriebspartner. Wir werden diese Funktion in drei Monaten für alle Nutzer freischalten“, erklärt Heisch. Ab diesem Sommer sollen KMUs dann eigene Kampagnen anlegen können, sodass App-Nutzer zum Beispiel einmalig eine Nachricht mit einem Sonderangebot erhalten, wenn sie sich einem Laden bis auf 500 Meter nähern. Wichtig ist AppYourself dabei , dass die Meldung nicht mehrfach angezeigt wird. Der potenzielle Kunde könnte die Anwendung ganz schnell löschen und zur Konkurrenz gehen. „Unternehmen können ihre Kampagnen in einem Content-Management-System (CMS) im Internet verwalten und auch Statistiken einsehen“, sagt der AppYourself-CEO. Dieses CMS gibt es übrigens auch als App. Dadurch können Marketing-Verantwortliche zum Beispiel auch unterwegs Push-Nachrichten versenden.

Gleichzeitig arbeitet AppYourself an der Integration der Beacon-Technologie. „Dieses Thema wird auch zukünftig für unsere Zielgruppe interessant werden: für kleine und mittlere Unternehmen“, erklärt Heisch. Seiner Meinung nach werden Beacons erst nächstes Jahr richtig aufkommen. „Diese Technik befindet sich noch im Anfangsstadium. Es wird Beacons bald auch bei AppYourself geben, aber nicht als Funktion. Unser Ziel ist eine Unternehmens-App, die auf Beacons und somit auf Location basiert“, so Heisch. Das Berliner Unternehmen führt gerade einen Beacon-Test durch. Im Juni dieses Jahres soll die App starten, in der KMUs werben können.

Ziel: Stationäre Unternehmen ins Mobile-Zeitalter bringen

Bis zum Sommer müssen sich Interessenten aber noch mit den „alten Funktionen“ zufrieden geben. Diese sind aber auch recht umfassend. Unternehmen können unter anderem ihre Standorte als Kartenmodul hinterlegen, sodass sich Kunden per Google oder Apple Maps dorthin leiten lassen. Restaurants können Tischreservierungen über das CMS verwalten und Händler die Shop-Funktion nutzen. „Zwischen Local und Mobile besteht ein großer Zusammenhang. Wir wollen stationäre Unternehmen mobile Präsenzen ermöglichen. Denn 80 Prozent führen lokale Suchen in Suchmaschinen durch, bevor sie ein lokales Geschäft aufsuchen oder eine lokale Dienstleistung in Anspruch nehmen“ so Heisch. Entsprechend können Händler an ihren Schaufenstern QR-Codes anbringen, die die Kunden per Smartphone scannen, die verbundenen Produkte reservieren und sie dann an einem Folgetag im Laden abholen. AppYourself bietet diese „Click & Collect“-Funktion unter anderem in den Apps „foto grehl“ (siehe Gutscheine) und „Moschee Verlag“ (siehe Shop). Für diese Reservierungsfunktion benötigen Kunden nicht einmal die App. Der QR-Code kann mit externen Anwendungen gescannt werden. Diese leiten den User in eine Web-App, wo Interessenten alle Produktinformationen finden – auch zum App-Download. Das Bezahlen ist ebenso per App möglich, unter anderem via PayPal.

AppYourself Webseite IIAppYourself bietet seine mobilen Anwendungen bisher auf drei Plattformen an: „Unsere Apps decken das iPhone, Android-Smartphones und Windows Phones Web-Apps ab, weil unser Fokus auf den mobilen Nutzern liegt“, sagt Heisch. Die Endnutzer können auch Tablets nutzen, die Apps sind aber nicht dafür optimiert. Laut dem Geschäftsführer werden iPad und Co sowieso vermehrt zu Hause im Wlan genutzt. „Die Tablet-Optimierung wird es bei AppYourself 2015 geben“, so Heisch. Vor allem Wearables will das Berliner Unternehmen im Blick behalten: „Ich persönlich denke, dass die Smartwatches, besonders die Apple Watch, eine neue Ära einläuten und die Smartphones etwas zurückgedrängt werden. Durch Wearables wird die Nutzung von Smartphones und Apps verändert.“ Die Hauptsache für den AppYourself-Geschäftsführer ist daher, dass die Push-Nachrichten auch auf Smartwatches und Co ankommen.


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