Aus HSE24 wird HSE, Payment-Trends im Handel, neues E-Food-Angebot in Belgien.

von Stephan Lamprecht am 15.Januar 2021 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eigentlich hatten wir auch eine kurze Meldung zu den aktuellen Zahlen der Bundesbank zum Bezahlverhalten der Konsument:innen während der Coronakrise geplant. Aber Heinz-Roger Dohms hat das einmal kurz und elegant zusammengefasst. Die Kartenzahlung ist auf dem Vormarsch. Und wer eine Karte besitzt, die kontaktlos genutzt werden kann, tut das auch. Ärgerlich nur, dass jeder Ladeninhaber am Terminal steuern kann, ob er das auch will. So kann ich bei meiner Tankstelle an der Ecke zwar brav meine Karte auflegen, um dann doch stets meine PIN auf dem etwas unappetitlichen Zahlenfeld einzugeben. Schade.

Herzlichst Ihr Stephan Lamprecht

Unsere News:

HSE benennt sich um, Payment-Trends im Handel

Mit dem Zusatz “24” konnten Händler in den 90er Jahren doch zu ihrer Wunschdomain kommen, obwohl die schon belegt war. Und irgendwie stand die 24 wohl auch dafür, dass man in dem Shop rund um die Uhr einkaufen konnte. Warum auch immer der Multichannel-Händler (ehemals Shopping-Sender) HSE24 sich für die beiden Ziffern entschieden hat: Der Zusatz wird Geschichte sein, denn das Unternehmen benennt sein Angebot um. Aus HSE24 wird, tusch, HSE. Und der Claim dazu lautet: “HSE. Here Shopping Entertains.” Über gutes Englisch lässt sich ja bekanntlich streiten.

Computop-CEO Ralf Gladis hat sich Gedanken über die Payment-Trends in diesem Jahr gemacht. Kundenkomfort ist für ihn der Treiber der kommenden Entwicklungen. Zu seinen Prognosen gehört etwa, dass die Girocard durch die Integration in das Smartphone auch an Bedeutung im E-Commerce gewinnen könne. Und da die Kreditkartenunternehmen auf die Dauer keine Lust darauf hätten, in Paypal, Apple Pay oder Google Pay als Marken unsichtbar auf dem Smartphone zu bleiben, sieht er die Vorstellung eigener Wallets voraus, die den Bezahlvorgang bequemer machen werden.

Schöffel startet digitalen Brand Space, 28 Prozent weniger Umsatz bei Primark, neuer Online-Supermarkt in Belgien

Sportbekleidungsspezialist Schöffel hat einen “Digital Brand Space” eröffnet. Dieser soll als Ersatz für die derzeit nicht stattfindenden Messen die Markenwelt des Unternehmens zum Erlebnis machen. Die Handelspartner können hier jederzeit einen dreidimensionalen Raum betreten, um auf Informationen sowie Foto- und Videomaterial der Kollektionen zuzugreifen. Entworfen und programmiert wurde der virtuelle Raum vom Messebauer Meplan.

“Wir sind keine Päckchenverschicker. Wir machen Geschäfte mit Menschen. Einkaufserlebnisse, die in Erinnerung bleiben, hängen immer an Räumlichkeiten, an Persönlichkeiten und an Atmosphäre. Das werden wir noch stärker beackern. Wir werden die Durststrecke überwinden. So, wie wir den Alpenstrand leben, hat er eine Überlebenschance.” Katja Mendel, Geschäftsführerin vom Outdoor-Spezialisten Alpenstrand in Landshut, glaubt offenbar fest an ihr Konzept. Wir legen uns den Satz mal auf Wiedervorlage.

Die Ladenschließungen in vielen Teilen Europas setzen dem Textil-Discounter Primark zu. Bekanntlich weigert dieser sich ja beharrlich, Online-Shops zu eröffnen. So ist wenig verwunderlich, dass der Konzern im Weihnachtsgeschäft erneut einen empfindlichen Umsatzrückgang hinnehmen muss. Demnach belief sich der Umsatz von Primark in den 16 Wochen vor dem 2. Januar auf 2,28 Mrd. Euro. Damit lag er um 28 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Währungsbereinigt beträgt der Rückgang sogar 30 Prozent.

“In Deutschland verdient niemand Geld mit dem Online-Lebensmittelhandel. Kein großer Händler wird auf Dauer ohne einen Online Shop auskommen, auch die Discounter nicht.”, so Michael Gerling, Geschäftsführer des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI in einem Beitrag, der sich mit dem Markt für E-Food in Deutschland beschäftigt.

Seit Mitte Dezember versorgt der neue Online-Supermarkt Straaly die Kundinnen und Kunden in Lüttich. Diese können aus lokalen Produkten auswählen, die von einer Genossenschaft geliefert werden, an der 40 Bauern rund um die belgische Stadt beteiligt sind. Derzeit wird nur am Wochenende geliefert. Das Angebot soll aber ausgebaut werden. Dann wollen die Macher auch statt Autos mit Fahrrädern die Bestellungen zustellen.

Hörtipp

Ab sofort sind wir von Location Insider einer der Medienpartner vom Trendforum Retail, das am 6./7. Oktober in Frankfurt stattfindet. Das ganze Jahr über informieren die Macher der Veranstaltung in einem Podcast über Themen, die die Branche informieren. Für Sie daher unser Hörtipp zum Wochenende, der Trendakademie-Podcast #27 mit Prof. Dr. Stephan Rüschen. Er spricht darüber, wie künstliche Intelligenz helfen kann, die gesamte Supply Chain zu optimieren, und alle Marketinginstrumente strategisch und operativ im Category Management optimal zu entfalten. Jetzt anhören!

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