Bekupi will Beacons in den lokalen Handel bringen.

von Christian Bach am 05.März 2015 in News

Dean Tomasevic Bekupi BeaconKlein, aber oho: So stellt sich Bekupi dar. Das Aachener Startup hat eine eigene Beacon-Plattform gestartet. Das Jungunternehmen hat dafür eine Konfigurations-App für die Bluetooth-Funksender und ein Content-Management-System für Kunden entwickelt. „Die Hauptzielgruppe ist der lokale Handel und die Industrie“, verrät Bekupi-Geschäftsführer Dean Tomasevic gegenüber Location Insider. Diese Kunden sollen die Plattform vor allem für die Analyse und Auswertung der gesammelten Daten nutzen können. „Einzelhändler, Museen uvm. können über unsere Weboberfläche jeden Standort als ‚digitale Karte‘ samt Etagen und Bereiche anlegen“, erklärt Tomasevic und fügt hinzu: „Anschließend kann der Kunde für seine jeweils angelegten Standorte Kampagnen starten und somit pro Standort, Etage oder pro Beacon auswählen, welche Aktion hier genau beim Endkunden ausgelöst werden soll.“ Die Unternehmen können über die Weboberfläche Statistiken einsehen. „Über die Heatmap können sie praktisch live verfolgen, wie sich der Besucherstrom im jeweiligen Standort entwickelt“, so Tomasevic.

bekupi Beacon blackDas Startup kauft die Beacon-Hardware von anderen Anbietern und passt diese entsprechend an, zum Beispiel mit eigener Firmware und Logo. Das Bekupi-System soll mit allen Beacons kompatibel sein. Das ist vor allem für Unternehmen wichtig, die Beacons bereits nutzen. Zu den Kunden von Bekupi gehören bisher unter anderem die Odenwälder Kunststoffwerke Gehäusesysteme mit 36 Beacons, ein Museum in Hannover mit 10 Funksendern und eine der größten deutschen Agenturen mit 48 Beacons auf zwei Etagen. „Hinzu kommen diverse Freelancer, kleinere Agenturen und Softwareentwickler, die Beacons über den Online-Shop bestellt haben“, so Tomasevic. Die Liste ist zwar nicht sonderlich lang, aber für ein junges Startup schon recht ansehnlich. Immerhin ist Bekupi komplett eigenfinanziert. Was die Kosten angeht, bietet das Startup ein Starter-Paket für 99 Euro an – inklusive Zugang zum Beacon-Controlcenter. „Bei größeren Anfragen stellen wir Kunden auch individuelle Angebote aus“, erklärt Tomasevic. Sein Unternehmen verdient also zum einen Geld über den reinen Verkauf von Beacons, zum anderen über die Umsetzung von Kampagnen, zum Beispiel mit App-Entwicklungen und Beratungsdienstleitungen. Letztere beinhalten aber auch Aufklärung. „Man muss sagen, dass rund 70 Prozent der Anfragen sich um das Thema Datenschutz drehen und wo unsere Daten alle gehostet sind. Wir hosten ausschließlich in Deutschland, was die Kunden wiederum erfreut“, so Tomasevic. Bei diesem Thema müssen aber größere Anbieter Vorarbeit leisten: solange Unternehmen Angst vor der Technologie haben, werden die Kunden bestimmt nicht danach verlangen.

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