Ceconomy mit Umsatzschwund, Apotheken-Lieferdienst Cure startet, Rewe beteiligt sich an SK Gaming.

von Florian Treiß am 07.Februar 2022 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

gleich zweimal an einem Tag hat eine auf „Schoko-Ladendiebstahl“ spezialisierte Diebesbande in einem Supermarkt in Neustrelitz zugeschlagen, berichtet Spiegel Online. Bei einem Versuch konnte ein Mann im Kassenbereich aufgehalten werden, bei dem die Polizei Schokolade im Wert von mehr als 250 Euro fand. Zwei Mittäterinnen konnten flüchten – und versuchten es wenige Stunden später erneut. Die Polizei konnte sie schnappen und fand bei einem weiteren Mittäter im Auto große Mengen von entwendeter Schokolade und Babynahrung. Weitere News aus der Welt des Handels wie immer in unserem Newsletter.

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

Partnerbeitrag: Mit Zahlungen zu mehr Nachhaltigkeit – welche Optionen gibt es?

Nachhaltigkeit ist auch in 2022 ein wichtiges Thema – nicht zuletzt weil die Folgen des Klimawandels schon längst nicht mehr nur in der Ferne zu beobachten sind. Um unsere Erde zu schützen, sind neben der Gesellschaft und der Politik vor allem auch Unternehmen gefragt. Wie Sie auch als kleines Unternehmen mit Hilfe von Zahlungen einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, erfahren Sie in diesem Partnerbeitrag von Adyen.
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Ceconomy mit Umsatzschwund, Amazon wächst in Deutschland um 22 Prozent, Apotheken-Lieferdienst Cure startet

Ceconomy, der Konzern hinter MediaMarktSaturn, hat im 4. Quartal 2021 einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang erlitten. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) nahm im Quartal um gut ein Fünftel auf 274 Millionen Euro ab, der Umsatz sank um 8,2 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe lagen die Erlöse um 7,3 Prozent unter dem starken Vorjahreszeitraum. Dennoch sei im Quartal das Umsatzniveau vor der Pandemie um 2,9 Prozent übertroffen worden, erklärte das Unternehmen. „Gemessen an den Umständen sind wir solide in das neue Geschäftsjahr gestartet“, kommentierte Vorstandschef Karsten Wildberger die Zahlen. Seit Mitte Dezember gehe der Trend aber nach oben, so der CEO weiter.

Im Rahmen der Quartals- und Jahreszahlen von Amazon, über die wir bereits am Freitag berichtet hatten, sind auch neue Zahlen für den deutschen Markt bekanntgeworden: Demnach wuchs der Jahresumsatz hierzulande im vergangenen Jahr auf 37,3 Milliarden Dollar (ca. 31,6 Milliarden Euro). Das sind rund 5,7 Milliarden Euro oder 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschland bleibt damit der zweitwichtigste Markt für Amazon hinter den USA, wo es ein Umsatzplus von 19 Prozent auf 314 Milliarden Dollar gab. Für die einzelnen Märkte schlüsselt Amazon jedoch nicht auf, wieviel davon aufs Handelsgeschäft und wieviel auf andere Bereiche entfällt. Umsatztreiber dürften die Cloud Services (AWS) und die Werbe-Erlöse gewesen sein.

Weiterer Lieferdienst für Medikamente: Am Mittwoch steigt das Berliner Startup Cure in den Wettbewerb um schnelle Arznei-Lieferungen ein. „Wir wollen Gesundheit nach Hause bringen, als starker Partner für den lokalen Apothekenhandel auftreten und für unsere Rider ein fairer Arbeitgeber sein“, sagt Mitgründer Ali El-Ali dem „Tagesspiegel“. Die Wagniskapitalgeber Craft Ventures, Abstract Ventures und J12 Ventures haben vier Millionen Euro in Cure investiert. Die Konkurrenz ist groß: First A ist in Berlin, Köln, Düsseldorf, München und Frankfurt unterwegs. Mayd plante für diese Woche weitere Starts in Stuttgart, Hannover, Leipzig und Essen und auch Kurando will weitere Städte hinzunehmen. Noch liefern die meisten Dienste nur rezeptfreie Medikamente aus, hoffen aber alle auf die baldige Einführung des E-Rezepts.

Sportspar mit 23 Prozent Plus, Rewe beteiligt sich an SK Gaming, Amazon interessiert sich für Peloton

SportSpar konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um über 23 Prozent auf 31,5 Millionen Euro steigern. Das Online-Outlet für Vorjahreskollektionen großer Sportmarken wie Adidas oder Puma versandte 2021 über 862.000 Pakete mit mehr als 3,8 Millionen Produkten. Dass trotz einer höheren Bestellmenge die bei SportSpar ohnehin niedrige Retourenquote auf unter 11 Prozent sank, kam dem Jahresergebnis zugute, wie das Unternehmen meldet. Wachstumstreiber ist u.a. die Internationalisierung: Die Onlineshops für Spanien und Frankreich fuhren 10 Prozent des Gesamtumsatzes ein. Zudem konnte das Treueprogramm SparClub über 7.000 neue Mitglieder gewinnen. Künftig soll das Geschäft mit Eigenmarken wie Jelex (siehe Bild) ausgebaut werden.

Rewe baut sein Engagement im Bereich E-Sports und Gaming weiter aus und beteiligt sich an SK Gaming, das bei Videospiel-Wettbewerben schon mehr als 60 Meistertitel und Preisgelder in Millionenhöhe gewonnen hat. Bereits im Dezember war Rewe als Sponsor für SK Gaming aktiv geworden, nun folgt also die Beteiligung in unbekannte Höhe. Auch der 1. FC Köln, Daimler und die Deutsche Telekom halten bereits Anteile an SK Gaming. „E-Sport besitzt ein großes Wachstumspotential. Beide Partner bringen ihre jeweilige Expertise und ihr Know-how mit ein und stärken damit die deutsche E-Sport- und Gaming-Bewegung“, sagt Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group.

Nach dem Absturz an der Börse mehren sich Verkaufsgerüchte um Peloton: Angeblich interessiert sich u.a. Amazon für den Anbieter von Fitnessgeräten nebst digitalen Trainingskursen im Abonnement. Trotz der aktuellen Probleme von Peloton würde Amazon durch solch einen Deal Zugang zu Millionen von gut betuchten Benutzern und ihren Daten erhalten. Ein Peloton-Abo könnte theoretisch auch mit Amazon Prime gebündelt werden. Und Peloton könnte auch von der Logistik-Kompetenz von Amazon profitieren und so seine Probleme in der Lieferkette lösen, berichtet das „Wall Street Journal“.

Google von PriceRunner verklagt, Boss-Boss im Podcast, Knuspr und Oda in der Analyse

Das schwedische Preisvergleichsportal PriceRunner hat vor einem Gericht in Stockholm eine Schadensersatzklage gegen Google eingereicht. PriceRunner fordert von der Suchmaschine rund 2,1 Milliarden Euro. Grund dafür ist, dass Google gegen Kartellgesetze verstoßen haben soll, indem es Suchergebnisse zugunsten seiner eigenen Preisvergleichsdienste beeinflusst und PriceRunner nur weiter unten angezeigt haben soll. PriceRunner zielt mit seiner Klage darauf ab, Google eine Entschädigung für entgangene Umsätze zahlen zu lassen, die PriceRunner in Großbritannien seit 2008 sowie in Schweden und Dänemark seit 2013 erlitten haben soll. Erst im November war bekannt geworden, dass PriceRunner vom Zahlungskonzern Klarna übernommen wird.

Hugo Boss ist eine der bekanntesten Fashion- und Luxus-Marken aus Deutschland. In den vergangenen Jahren schwächelte das Geschäft aber. Andere Labels sorgten mit ihren Ideen und Marketing-Strategien (Stichwort Drops und Collabos) für mehr Aufmerksamkeit und Umsatz. Doch mit dem neuen CEO Daniel Grieder (siehe Foto) kehrt gerade die Hoffnung auf eine goldene Zukunft zurück. Im OMR Podcast erzählt er, wie er die Marke derzeit umkrempelt, unter anderem mit zehn spektakulären Testimonials für Rummel sorgt und ganz neue Wege beim Umgang mit Daten gehen will.

Peer Schader vom Supermarktblog hat eine Beitragsserie über neue Lieferdienste gestartet. Der niedliche Name und das putzige Croissant im Logo täuschen demnach bei Knuspr ein bisschen über die Angriffslustigkeit hinweg, mit der Knuspr im vergangenen Jahr in München aufgeschlagen ist und kurz vor Jahresende seine Ambition für die nächsten Jahre formuliert hat, nämlich mit rund 30 Prozent Marktanteil bis 2024 im deutschen Lebensmittel-Onlinehandel Marktführer zu werden. In Norwegen verspricht Oda seinen Lieferkund:innen, frische Lebensmittel zum Niedrigpreis effizient nach Hause zu liefern. Der angekündigte Deutschland-Start ist ein Affront gegen die stationären Discounter.

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