Checkliste: In 10 Schritten Beacons am POS integrieren.

von Gastautor am 09.März 2015 in Trends & Analysen

Mischa Ruerup intelliAd beaconVon Mischa Rürup

Die Einsatzmöglichkeiten der Beacons, der kleinen Funksender, sind umfangreich und vielfältig: Unternehmen, Händler und Shops können damit den stationären Handel mit der digitalen Welt verknüpfen, beispielsweise um Kundenströme in ihren Läden zu messen und Produktplatzierungen zu optimieren. Oder sie zeigen ihren Kunden via Beacons zielgerichtete und ortsbasierte Werbung sowie Informationen in Echtzeit an, wenn diese den Laden passieren oder betreten – zum Beispiel individuelle Angebote oder Rabatte. Auch Cross-Retargeting wird durch Beacons möglich – also die gezielte Onlineansprache von Shopbesuchern und umgekehrt.

Die Funksender selbst sind für den Handel kein großer Kostenpunkt. Allerdings sollten Beacon-Aktivitäten immer in eine übergreifende Marketing-Strategie eingebettet sein. Mischa Rürup, COO und Geschäftsführer von intelliAd Media, zeigt die 10 Schritte zum erfolgreichen Beacon-Einsatz auf:

0. Partnerwahl: Die wichtigste Entscheidung fällt noch vor Projektstart: Wer kann das Projekt betreuen und umsetzen? Denn a) müssen die Daten aus dem Beacon-Einsatz ganzheitlich mit den anderen Performance-Marketing-Aktivitäten zusammengeführt werden und b) eine nahtlose Implementierung frei von Kinderkrankheit sichergestellt werden.

1. Kick-Off: In einem Workshop werden die Strategie, die Rahmenbedingungen, konkrete Ziele und die wichtigsten Kennzahlen (KPIs) sowie die Verantwortlichkeiten auf Seiten des Kunden und des Dienstleisters festgelegt. Schon in diesem Schritt wird genau definiert, welchen konkreten Mehrwert der Beacon-Einsatz dem Endkonsumenten bieten wird – denn sonst fehlt es in der Umsetzung an Akzeptanz.

2. Pflichtenheft: Als Ergebnis des Workshops entsteht ein technisches Pflichtenheft, das exakt regelt, wie die Mobile-App des Händlers und die Push-Nachrichten auf- und umgesetzt werden.

3. App-Design: Die bestehende Mobile-App des Kunden wird weiterentwickelt oder eine neue aufgesetzt. In der Regel umfasst die App in der individuellen Corporate Identity die Anmelde-Möglichkeit für Nutzer mittels Nutzername und Passwort und eine direkte Schnittstelle zu Facebook. Als Push-Nachrichten können beispielsweise Angebote für ein Incentive oder ein Produkt dienen, Gutscheine, Einladungen und vieles mehr.

4. POS-Installation: Bei der technischen Inbetriebnahme der Beacons am Point-of-Sale werden die Sender automatisch mit einer Plattform verbunden, die die Daten zentral erfasst und für den Händler zur Verfügung stellt.

5. Funktionalitäten-Test: Mobile-App, Push-Nachrichten und Beacon-Sendefähigkeit werden einem Praxistest unterzogen und anhand von diesem optimiert.

6. Software-Update: Als laufender Prozess wird die neue bzw. angepasste Mobile-App im iTunes- und Google Play-Store stetig aktualisiert.

7. Projekt-Start: Beginn des laufenden Versands von Push-Nachrichten an die App-Nutzer. Wichtig: Das Unternehmen bzw. der Händler oder Shop muss sich frühzeitig überlegen, wie er den Kunden das neue Angebot kommuniziert, um ausreichend Download-Zahlen und damit Reichweite für die App zu generieren.

8. Datenerfassung und -auswertung: Wichtig für den erfolgreichen Einsatz der Beacons ist die zentrale Datenerfassung und -auswertung innerhalb einer Plattform. Und die Vernetzung der POS-Daten auch mit anderen Daten aus Online- und Mobile-Kampagnen. Dazu sollte ein umfassendes Multichannel-Tracking aufgesetzt sein, das On- und Offline-Daten verschmilzt und Customer Journey-Auswertungen liefert.

9. Prozessoptimierung: Laufende Beratung und Ableitung von Handlungsempfehlungen auf Basis erfasster Daten inkl. Erstellung regelmäßiger KPI-Reports. Diese sollten beispielweise Umsätze und Erträge, Top-/Flop-Produkte, angenommene Angebote, Besucherzahlen sowie Käufe und Stornierungen umfassen.

10. Wartung und Austausch: Die Beacons am Point-of-Sale sollten regelmäßig gewartet und (falls notwendig) ausgetauscht werden. Auch der von Beacons ausgespielte Content sollte regelmäßig „gewartet“ werden, um Kunden kommunikativ zu begeistern.

Über Mischa Rürup:

Dipl. Inf.-Wirt. (TH) Mischa Rürup ist Geschäftsführer und COO der intelliAd Media GmbH. Er ist verantwortlich für die Produktentwicklung mit dem Fokus auf Multichannel-Optimierung und Customer-Journey-Tracking. Zuvor war er als Business-Developer bei der MIVA GmbH in Hamburg tätig. Er ist Mitbegründer der intelliAd Media GmbH. intelliAd bietet Agenturen und Werbekunden eine Performance Marketing Plattform für crossmediales Tracking und 360-Grad-Optimierung aller Online-Marketingaktivitäten.


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