Checkrobin ist nun in ganz Österreich verfügbar.

von Matthias Hell am 28.August 2014 in News

Die österreichische Transport-Plattform Checkrobin baut ihr Angebot aus. Wie aus einem Bericht der Kronen Zeitung (Printausgabe) hervorgeht, ist der Dienst inzwischen in ganz Österreich verfügbar. Zudem werden die Kooperationen mit Händlern und Online-Marktplätzen ausgebaut. Bei Checkrobin sind inzwischen mehr als 12.000 Fahrer registriert.

checkrobinWie Location Insider berichtete, war Checkrobin, das nach dem Share-Economy-Prinzip Privatpersonen und Berufspendler als Gelegenheitstransporteure vermittelt, zunächst nur auf den beiden meistfrequentierten österreichischen Autobahnen A2 („Südautobahn“) und A1 („Westautobahn“) verfügbar.

Laut Checkrobin-Gründer Hannes Jagerhofer, habe die Transport-Plattform nun die „ganze Nation auf dem Radar“. „Nur mit den hintersten Winkel’n haben wir teilweise noch kleine Zeit-Probleme, aber unser Netz ist jetzt schon sehr dicht“, so der Checkrobin-Chef gegenüber der Kronen Zeitung. Wie aus dem Zeitungsartikel weiter hervorgeht, hat der Dienst auch seine Kooperationen weiter ausgebaut. Neben einem Weinhändler und einem Elektrohändler betreffe das vor allem den Online-Marktplatz Flohmo: Nutzer der Flohmarkt-App könnten verkaufte Artikel mit nur einem Klick per Checkrobin versenden.

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband erneuert Kritik

Erbitterte Opposition gegen Checkrobin gibt es weiterhin von Seiten des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Österreichs (SWV) – Location Insider hatte darüber bereits im Juli berichtet. SWV-Vizepräsidentin Katarina Pokorny meldete sich als Reaktion auf den aktuellen Bericht der Kronen Zeitung zu Checkrobin mit einer erneuten Stellungnahme zu Wort: „In diesem Artikel wird die Ausweitung des Angebots von Hannes Jagerhofers Checkrobin – das Privatpersonen die Möglichkeit bietet, jegliche Transportleistungen ohne Gewerbeschein durchzuführen – beschönigt und angepriesen“, so Pokorny. Die Ausweitung von Checkrobin sei eine weitere Ohrfeige ins Gesicht der tausenden Kleintransporteure Österreichs.

Der Widerstand gegen Checkrobin in Österreich ist damit den aktuellen Querelen um Uber nicht unähnlich, das sich u.a. in Berlin und Hamburg mit zeitweiligen Verboten konfrontiert sah und inzwischen einen eigenen Same-Day-Delivery-Dienst plant.


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