Die Digitalisierung und das Geld – Cash liegt im Trend

von Werbepartner am 21.August 2018 in Advertorial, Highlight, Trends & Analysen

Von Thomas Rausch, Vertriebsdirektor Deutschland beim Bargeldspezialisten GLORY

Digitale Bezahlmethoden als auch Kartenzahlung verzeichnen steigende Wachstumsraten. Und dennoch lacht das analoge Bargeld nach wie vor – vor allem in Deutschland. Wie passt das zusammen? Was verändert sich und was heisst das für Banken und Handel, für die Bargeld ein Kostenfaktor ist, aber auch Service bedeutet?

Viele Branchen können ein Lied davon singen, was es bedeutet in die Dynamiken der digitalen Transformation zu geraten. Die disruptive Kraft der Digitalisierung scheitert jedoch vehement am analogen Bargeld: Nach wie vor werden 78 Prozent aller Transaktionen in Deutschland in Scheinen und Münzen getätigt und der Bargeld-Anteil am Umsatz liegt bei 51 Prozent. Die Entwicklungen beim Bargeld vollziehen sich also nicht revolutionär, sondern evolutionär in kleinen Schritten. Das Ergebnis: analoge und digitale Bezahltrends bestehen nebeneinander. Bargeldintensive Branchen wie Banken und Handel stehen damit vor der Herausforderung, beide (Bezahl-)Welten sinnvoll zusammenzuführen.

Filialschwund und Bargeldnachfrage

Im Zeitalter von Banking-Apps und Co. erledigen die meisten Kunden ihre Bankgeschäfte online. Als Folge ziehen sich Banken und Sparkassen als die traditionellen Player im Bargeldhandling zunehmend aus der Fläche zurück. In Deutschland wurde seit dem Jahr 2000 daher rund ein Viertel aller Zweigstellen geschlossen, das entspricht über 10.000 Standorten.

Gleichzeitig ist aufgrund der konstant hohen Nachfrage nach wie vor eine große Bargeldmenge im Umlauf. Um dieses hohe Bargeldaufkommen zu nutzen und die durch den Filialabbau entstehende Versorgungslücke zu schließen, gehen Banken und Handel verstärkt zu Kooperationsmodellen in Form von Bargeldservices am Point of Sale (POS) über.

Der Handel als Bargeldversorger

Ob dm, Rewe, Aldi Süd, Edeka oder seit kurzem auch Lidl – allesamt ermöglichen Kunden über das Cash-Back-Verfahren eine kostenlose Bargeldabhebung an der Kasse: ab einem Mindesteinkaufswert von in der Regel 10 bis 20 Euro und bis zu einer Höchstgrenze von rund 200 Euro. Es gibt aber auch Modelle, die „echte“ Banktransaktionen im Handel anbieten – wie an einem Geldautomaten. So kooperiert beispielsweise die Postbank mit einer großen Tankstellenkette in Deutschland. Der Kunde muss nichts kaufen, sondern kann an der Tankstelle ganz einfach Geld von seinem Konto abheben. Umgesetzt wird dieser Service mithilfe innovativer Cash-Management-Technologien, die gleichzeitig das Bargeldhandling des Händlers optimieren. Der Handel übernimmt damit zusehends die Rolle als Bargeldversorger, wie auch die folgende Grafik zeigt:

Kooperationsmodelle zwischen Banken und Handel dienen dabei primär dazu, die Bargeldversorgung sicherzustellen, d.h. Geld abzuheben und einzuzahlen. Europaweit übersteigt die Anzahl an Cash-Back-Nutzern mit 7 Prozent bereits Bargeldabhebungen über den Bankschalter (6 Prozent). Daneben stehen in Deutschland rund 50.000 Ladenkassen, an denen Abhebungen je Einkauf möglich sind, etwa 58.000 Geldautomaten gegenüber. Diese Entwicklungen machen deutlich, dass Banken und Handel Bargeld über neue Services nutzen können, um für beide Seiten Profit aus dem Cash zu ziehen.

Bargeldservices neu gedacht – automatisiertes Cash-Back-Verfahren

Deutschland ist in der Bargeld-Automatisierung bereits gut aufgestellt und bringt die notwendige technische Infrastruktur für einen schnellen Ausbau solcher Servicemodelle mit. Bisher wurden entsprechende Cash-Management-Lösungen im Handel hauptsächlich für die Optimierung der Bargeldprozesse im Backoffice eingesetzt. Diese wandern nun vermehrt vom Hinterzimmer direkt in den Kassenbereich zum Kunden. Hier bieten sie einen dreifachen Nutzen: sie dienen als Kasse, optimieren das Cash Management des Händlers und können – zum Kunden ausgerichtet – wie ein Geldautomat eingesetzt werden. Nutzt ein Kunde Cash Back, kann ihm das Geld direkt über ein solches System ausgezahlt werden, anstatt wie bisher vom Kassierer aus der Ladenkasse. Ein Vorteil vor allem in Punkto Sicherheit. Denn moderne Cash-Recycling-Systeme prüfen mittels hochleistungsfähiger Scantechnologie ein- und ausgehendes Bargeld auf Echtheit und sichern so zuverlässig gegen Falschgeld ab.

Mit modernen Automatisierungstechnologien ließen sich in Zukunft Bankservices auch an Selbstbedienungskassen realisieren und so zwei aktuelle POS-Trends verbinden. Über „Cash-Back-Terminals“ könnten Kunden beim Self-Checkout direkt Bargeld abheben.

Die obigen Beispiele zeigen: Bares bleibt Wahres. Ähnlich wie bei einer Lieferkette müssen Bargeldprozesse jedoch optimiert und weiterentwickelt werden. Die (technologischen) Potenziale sind vorhanden und vielfältig – sie müssen nur ausgeschöpft werden.

Veranstaltungstipp

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