Die Top 5 der Kreditmythen: Diese Irrtümer sollten Verbraucher vermeiden.

von Partnerunternehmen am 17.Januar 2022 in Partnerbeitrag

Kredite sind beliebt. Doch was beliebt ist, wird auch schnell ein Ziel für Mythen und Legenden. Nachdem mittlerweile Darlehen leicht und ohne großen Aufwand erhältlich sind, ziehen die Mythen natürlich an. Doch welche sind besonders bekannt und was steckt wirklich dahinter? Immerhin heißt es, dass in jedem Mythos ein Funken Wahrheit steckt – müssen Verbraucher also doch genau hinschauen? Dieser Artikel schaut sich die größten Irrtümer der Kreditwelt einmal genauer an.

Die Top 5 Kreditmythen im Überblick, Quelle: Smava.de

Mythos 1: Der Blick ins Fenster: Der günstigste Zins des Angebots

Ob online oder in den Schaufenstern der örtlichen Banken: Verbraucher sehen immer dieses Angebot, welches einen Kredit in den schönsten Ziffern und Zahlen erscheinen lässt. Einst nannte man diese Angebote passend den „Schaufensterzins“. Das böse Erwachen kam, wenn ein Kunde den Kredit wirklich anfragte und die Zinssätze absolut nicht mit dem Angebot übereinstimmten. Aber warum war das so?

  • Werbung – solche Angebote sind die reinste Werbung. Gerade früher galt für Banken und Kreditgeber, möglichst viele Kunden von einer Kreditanfrage zu überzeugen. Wie funktioniert das besser, als wenn die angebotenen Zinssätze den perfekten und idealen Musterbürger wiedergeben? Problematisch ist nur, dass sich bei jedem Bürger Faktoren finden lassen, die den Musterbürgerstatus aufheben.
  • Lösung – um die Ärgernisse zu vermeiden, wurde gesetzlich das repräsentative Beispiel eingeführt. Dieses Beispiel einer Kreditanzeige muss nun auf zwei Drittel der infrage kommenden Kunden zutreffen. Natürlich ergibt auch das ein Problem, denn die Frage, wer ‚infrage kommt‘ ist schwer zu klären.

Grundsätzlich bietet das Musterbeispiel einen guten Einblick. Ist das Beispiel schon teurer als das der Konkurrenz, so wird der Kredit für einen selbst wohl auch teurer sein. Auch die Zinsspanne, die bei Onlinekrediten oft angegeben wird, ist aufschlussreich: Sie zeigt den bestmöglichen Zins (für den absoluten Musterkunden) und den schlechtesten (für den Kunden, der gerade noch kreditwürdig ist). Anhand dieser Angaben lässt sich ein guter Vergleich aufstellen, doch die echten Konditionen erfahren Kunden auch heute erst, nachdem sie eine Kreditanfrage gestellt und Unterlagen eingereicht haben. Ohne die Prüfung des vermutlichen Kreditnehmers sind Aussagen zu den Zinsen schlichtweg nicht seriös möglich.

Mythos 2: Die SCHUFA ist mein Gegner

Das ist ein Mythos, der sich auch abseits des Kreditgeschäfts tapfer behauptet. Dabei lässt sich ein Funken Wahrheit aus Sicht abgelehnter Verbraucher erkennen, denn wer von Krediten, Kreditkarten oder Verträgen aufgrund eines negativen Eintrags bei der SCHUFA ausgeschlossen wurde, der wird sicherlich auch der Institution den schwarzen Peter zuschieben. Falsch ist das dennoch:

  • Reine Kartei – die Schufa bewertet nicht. Sie sammelt positive und negative Einträge von ihren Vertragspartnern und errechnet aus diesen den Bonitätsscore. Nur diesen übermittelt sie, angepasst je nach Branche, an den Anfragenden. Die SCHUFA führt nicht selbstständig Bonitätsbewertungen durch.
  • Interne Vorgaben – die Sache liegt also in den Händen der anfragenden Unternehmen, in diesem Fall der Banken. Sagen diese, sie nehmen nur Kunden mit einem Score von 99,98 Prozentpunkten für einen Kredit an, so ist das eine interne Richtlinie, an der die Schufa nicht rütteln kann.
  • Problem – die Schufa arbeitet mit ihr gemeldeten Daten. Sind keine Vorhanden, beispielsweise weil ein Verbraucher nie einen Kredit oder eine Kreditkarte hatte, so gilt dies als leichtes Risiko, da keine Bewertung stattfinden kann.

Sinnvoll ist, sich einmal jährlich einen Schufa-Auszug zu holen und zu prüfen, welche Einträge vorhanden sind. Teilweise kann es geschehen, dass Einträge auch nach der Löschfrist noch bestehen bleiben.

Mythos 3: Die Hausbank ist günstiger

Dieser Mythos kann nicht unbedingt vollständig widerlegt werden. Wer eine eher problematische Bonität in der Vergangenheit hatte, der mag bei der Hausbank leichter einen Kredit erhalten, wenn auch nicht unbedingt günstiger. Es gilt aber:

  • Vergleichen – Kredite sollten immer verglichen werden. Das heißt, dass online ein Kreditvergleich durchgeführt wird, diese Ergebnisse dürfen aber immer mit den Angeboten der Hausbank abgeglichen werden.
  • Online-Kredite – durch den Wegfall der Niederlassungen können Online-Anbieter oft günstigere Kredite anbieten. Zudem stellen sie häufig mehr Verwendungsmöglichkeiten zur Verfügung, die sich ebenfalls positiv auf die Konditionen auswirken.

Generell gilt: Kein Kredit ist wieder der nächste und nur, weil Freund X bei einer Bank einen günstigen Kredit erhielt, bedeutet das nicht, dass diese Bank auch einem selbst den günstigen Kredit bieten kann. Stets steht die eigene Bonität im Mittelpunkt, gepaart mit dem gewünschten Nutzungszweck.

Mythos 4: Onlinekredite können nicht aufgehoben werden

Das ist schlichtweg falsch. Jeder Kredit kann während der Widerrufsfrist gekündigt werden – kostenlos. Selbst danach ist eine Kündigung noch möglich, allerdings fallen hier oft Gebühren an. Bereits ausgegebenes Geld muss bei einer Kündigung natürlich zurückerstattet werden.

Mythos 5: Warum Kredit? Ich habe einen Dispo

Und damit auch die hohen Kosten. Die Nutzung des Dispokredits ist weitaus teurer als die Aufnahme eines echten Kredits. Im Vergleich liegen die durchschnittlichen Dispozinsen stets bei bis zu 10 Prozent – ein Wert, den die wenigsten Menschen bei einem echten Darlehen akzeptieren würden. Zugleich gilt:

  • Tückisch – der Dispo ist tückisch, denn aus der einstigen Überziehung mit 100,00 Euro werden bald 1.000 Euro. Das Guthaben auf dem Konto verringert sich beständig und die Rückzahlung fällt vielen Menschen schwer.
  • Rückzahlung – bei einem Kredit gibt es feste Regeln und monatliche Raten. Ein Dispo wird immer dann zurückgezahlt, wenn wieder Geld auf dem Konto eingeht. Doch ist die Rückzahlung nicht echt, da schließlich weitere Kosten vom Konto abgehen. Nur wenige schaffen es, strickt monatlich eine ‚Rate‘ auf dem Konto zu belassen, die zur Dispotilgung gedacht ist.

Wer gängige Irrtümer umgeht, kann am Ende seine Kreditkosten niedrig halten. Bildquelle: @ Markus Spiske / Unsplash.com

Fazit – bei jedem Darlehen hinschauen und vergleichen

Einige Mythen haben schon einen gewissen Wahrheitsgehalt. Doch wer sich informiert, Angebote miteinander vergleicht und nicht auf Werbebeispiele hineinfällt, der kann heute ganz einfach einen guten und günstigen Kredit aufnehmen. Nur vom Dispokredit sollten die Finger dauerhaft gelassen werden. Die Nutzung ist zwar einfach, doch ungleich teurer und kommt fast immer mit Risiken zum Verbraucher.


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