Douglas mit weniger Umsatz, Aifi eröffnet seinen größten kassenlosen Store, Amazon Go startet in London.

von Stephan Lamprecht am 01.März 2021 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Lockdown hat unbestritten viele negative Einflüsse auf unseren Alltag. Gerade als “Heimarbeiter” bin ich beispielsweise froh, dass meine Kinder bereits die Schule verlassen haben. So stellt sich für mich das Problem des “Homeschooling” zum Glück nicht. Mir geht es aber auch so, dass der Lockdown mich viele Dinge, die wir für selbstverständlich erachten, wieder mehr schätzen lässt. So schreibe ich diese Zeilen gerade mit einem frischen Haarschnitt. Der Kunde, dessen Termin ich nun unverhofft genutzt habe, gab kurz vor der Zielgeraden auf und griff selbst zum Haarschneider. Sprichwörtlich Glück gehabt. Und eine kleine Freude über eine (eigentliche) Selbstverständlichkeit.

Mit optimistischen Grüßen

Ihr Stephan Lamprecht

Partnerbeitrag: Stationären Handel gezielt bewerben – die Möglichkeiten von Drive-to-Store-Ads.

Der stationäre Handel steht vor großen Herausforderungen. So macht vielen Branchen, die stark auf das Einkaufserlebnis vor Ort setzen, nicht nur die aktuelle Situation zu schaffen, sondern auch der Online-Handel, der seine Marktanteile immer weiter ausbaut. Das Ibi-Research-Institut der Uni Regensburg prognostiziert in einer aktuellen Studie, dass bereits in fünf Jahren mehr als jeder vierte Euro im Einzelhandel online umgesetzt wird (ohne Lebensmitteleinkäufe). Was aber ebenfalls bedeutet: Ein Großteil der Umsätze wird nach wie vor im Store vor Ort gemacht. Um dieses Potenzial für sich nutzen zu können, müssen Händler jeder Größe neben ausgefeilten Store-Konzepten auch neue digitale Möglichkeiten implementieren, um für den Kunden relevant zu bleiben.
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Douglas verzeichnet weniger Umsatz, Aldi Süd verpflichtet Lieferanten

Der Umsatz von Douglas ist im ersten Geschäftsquartal, das von Oktober 2020 bis Dezember 2020 reichte, um 9,3 Prozent zurückgegangen. Grund sind die Corona-Beschränkungen des stationären Handels. In den Filialen gingen die Umsätze europaweit um 28,8 Prozent zurück: Hier wurden 736 Mio. Euro erreicht. Bemerkenswert entwickelte sich das Online-Geschäft, es wuchs um 74 Prozent auf 433 Mio. Euro.

“Zunächst gehe ich nicht davon aus, dass nur 30 Prozent der Kunden kommen. Aber selbst wenn, würden wir öffnen, weil wir dann unsere Lagerbestände reduzieren könnten.” Heinrich Deichmann, Chef des Verwaltungsrats der Schuhkette, die seinen Namen trägt, fordert ein Ende des Lockdowns zum 8. März. Im Interview versteht er Händler, die den Klageweg beschreiten, skizziert das Hygienekonzept seines Unternehmens, beschreibt aber auch das Dilemma des Geschäftsmodells: Längst georderte Ware, die eintrifft und abverkauft werden muss.

Aldi Süd will sich offenbar besser gegen zukünftige Krisen (wie der aktuellen Pandemie) widmen: Deswegen will das Unternehmen seine Lieferanten dazu verpflichten, bei besonders kritischen Artikeln größere Warenvorräte anzulegen, um bei Bedarf 130 bis 150 Prozent der üblichen Mengen zu liefern.

Aifi eröffnet bisher größten kassenlosen Store, Speed4Trade bindet Otto-Market an, virtuelle Kooperationsmesse von expert und Euronics

Gerade erst am Freitag hatten wir über die Kooperation zwischen Wundermart und Aifi berichtet. Ziel der Unternehmen ist es, gemeinsam in den kommenden Jahren bis zu 1.000 kassenlose Läden zu eröffnen. In Shanghai hat Aifi jetzt erst einmal den bisher größten Store eröffnet, der mit seiner Technologie ausgestattet ist. Der Laden ist um die 400 Quadratmeter groß und kommt völlig ohne die Kasse und den klassischen Bezahlvorgang aus. Anders als seine Konkurrenten setzt Aifi ausschließlich auf eine Kameratechnologie, die mittels KI die von den Kund:innen entnommenen Waren erkennt. Bezahlt wird mit der vom Unternehmen entwickelten App.

Speed4Trade, Hersteller einer Middleware, die den Datenaustausch zwischen den Systemen des Händlers und einem Marktplatz ermöglicht, stellt ab sofort eine Schnittstelle zu Otto Market innerhalb seiner Lösung „Connect“ bereit. Damit erweitert das Unternehmen seine Marktplatz-Anbindungen um einen der umsatzstärksten Online-Shops für Mode, Einrichten und Sport in Deutschland.

“Als ich die ersten Ideen zu Twitch hörte, dachte ich: Lasst mal die Kirche im Dorf. Wenn ich nun sehe, wie da Menschen ihre Wohnung einrichten und dabei Produkte von Otto mit einbeziehen, ist das immer noch nicht meine Welt, aber es hat Eventcharakter und spricht offensichtlich junge Kund*innen an. Viele klassische Marketingregeln werden da gebrochen.” Otto-Vorstandsvorsitzender Alexander Birken in einem großen gemeinsamen Interview mit Douglas-CEO Tina Müller. Darin geht es um Preise, die Positionierung im E-Commerce und Themen wie Social Commerce.

Erstmals legen die beiden Verbundgruppen expert und Euronics ihre Frühjahrsmessen zusammen. Bei der “Koop” handelt es sich nicht nur um die erste Kooperation in dieser Form, sondern auch um eine virtuelle Messe, die in Partnerschaft mit der Messe Berlin veranstaltet wird. Insgesamt 220 Aussteller haben sich dafür angemeldet. Bis zum ersten März können zunächst die Partner von Euronics im Rahmen ihrer Frühjahrsmesse in der gemeinsamen virtuellen Koop-Messehalle stöbern. Expert veranstaltet seine Messe ab dem 19. April. Zusätzlich zu dem gemeinsamen Auftritt setzen beide Verbundgruppen in individuellen Formaten die kooperationseigenen Messeauftritte in separaten virtuellen Messehallen mit für sie exklusiven Ausstellern um.

NCR probiert smartes Licht von Juganu, Amazon Go eröffnet in London

In seinem Retail-Lab experimentiert NCR erstmals mit der Plattform “Foam” von Juganu. Das “smarte” Licht arbeitet mit KI. Die einzelnen Leuchtmittel agieren dabei wie eigenständige Sensoren, die gemeinsam Daten liefern, um dem Händler aktuelle Informationen und Trends zu seinem Store zu liefern. So werden etwa die Laufwege der Kund:innen besser erkennbar. Die von NCR verwendete Installation nutzt auch die Option, UVA- und UVC-Strahlen zu emittieren, um so Keime und Viren abzutöten.

Im Westen von London eröffnet wohl in dieser Woche der ersteAmazon Go” auf der britischen Insel. Im vergangenen Jahr wurde angekündigt, noch in diesem Jahr 30 dieser Märkte in Großbritannien zu eröffnen. Partner bei den Lebensmitteln ist die Kette Morrisons.

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