Drei Läden, drei Konzepte: H&M, adidas und KIS.

von Stephan Lamprecht am 25.Oktober 2019 in Highlight, News

Hier sieht nichts nach H&M aus. Doch „Mitte Garten“ gehört zur Kette. (Foto: H&M)

Kurz vor dem Wochenende lassen wir ja gern einmal Bilder sprechen. In dieser Woche haben gleich drei Unternehmen neue Storekonzepte vorgestellt, die einen guten Eindruck davon vermitteln, wie der Handel versucht, sich auf geänderte Konsumgewohnheiten und Erwartungen bei den Kunden einzustellen.

Den Anfang macht die Kette H&M, die in Berlin, unweit der der Hackeschen Höfe in Berlin-Mitte, mit „Mitte Garten“ ein völlig neues Konzept erprobt. Bereits von außen erinnert nichts an eine klassische Filiale der Kette. Somit fügt sich der Store gut in das Umfeld ein. Will man das Konzept kurz zusammenfassen, besteht „Mitte Garten“ aus einem Café im Laden, einem großen Garten, einem Showroom sowie dem Angebot von Kleidung auch anderer Marken.

In Inneren erinnert der Laden eher an einen „typischen“ Concept-Store, wie diese gerade in Mitte häufiger anzutreffen sind. In dem gemütlich aufgemachten Laden finden die Kunden nicht nur ausgewählte Stücke verschiedener H&M-Linien, sondern auch verschiedene Produkte von Drittmarken. Dabei wird ein Fokus auf lokale Hersteller gelegt. Außerdem gibt es eine Ecke mit Second-Hand-Kleidung. Das vegetarische Café lädt zum Verweilen ein. Im Untergeschoss des Ladens ist der Showroom untergebracht. Dort können ausgewählte Stücke probiert werden, die erst noch in die H&M-Stores kommen. Wenn diese verfügbar sind, lassen sie sich vor Ort abholen oder nach Hause schicken. Im Garten soll es in Zukunft auch regelmäßige Veranstaltungen geben, etwa einen Weihnachtsmarkt.

KIS zielt im neuen Store auf die Millennials. (Foto: KIS)

In Bangkok hat die thailändische Beautymarke KIS einen neuen Laden eröffnet, der insbesondere die Millennials ansprechen soll. In der Mall „Central Word“ werden 800 verschiedene Marken in fünf Zonen präsentiert. Eines der Highlights ist sicherlich das „Live Studio“. Dort können die Kunden an Workshops mit Stylisten teilnehmen. Hier werden aber auch kleinere Veranstaltungen von Kosmetikmarken abgehalten. Untermalt wird der Aufenthalt im Studio von Musik, die von einem DJ live „aufgelegt“ wird. Das soll den Einkaufsbummel noch unterhaltsamer machen.

Im Live Studio gibt es tatsächlich Musik, aber auch Beratung in Form von Workshops. (Foto:KIS)

Nicht fehlen darf wohl der Selfie-Bereich. Dort können die Kunden individuelle Selfies machen, um sie dann auf digitalen Netzwerken zu teilen. Und natürlich gibt es auch hier ein Café.

Eindrucksvoll zeigt Adidas in dem neuen Flagship Store „adidas LDN“ in der Londoner Oxford Street, wie sich das Unternehmen die Digitalisierung des Handels vorstellt. Auf vier Etagen gibt es mehr als 100 digitale Touchpoints.

Der Bereich „The Base“ ist mit einem Bodenbelag ausgestattet, mit dem sich auf Knopfdruck die Stimmung im Store beeinflussen lässt. Dort soll es auch regelmäßige Veranstaltungen geben. Außerdem gibt es ein „Maker Lab“, wo die Kunden Produkte personalisieren können.

In den Umkleidekabinen wurden interaktive Spiegel eingebaut. Mittels RFID werden die mitgebrachten Produkte erkannt und ergänzende Informationen bereitgestellt. Andere Farben und Größen können so abgefragt werden. Und sollte etwas nicht passen, lässt sich ein Änderungsservice direkt vor Ort beauftragen.

Seine Vision von der Kanalverschmelzung und Digitalisierung des Handels präsentiert Adidas in London. (Foto: Adidas)

Nutzer der Adidas-App steht die Funktion „Bring It to Me“ zur Verfügung. Darüber kann der Bestand der Waren geprüft werden und Artikel direkt gekauft werden, ohne lange anstehen zu müssen.

Auf großen Monitoren sehen die Kunden kommende Sneaker-Kollektionen. Und auch die Erinnerung an deren offizielle Verfügbarkeit kann in der App aktiviert werden. Die App dient ebenfalls zum Buchen von Terminen. Angeboten werden u.a. ein Reinigungsservice für Turnschuhe, der Test von Laufschuhen im „Running Lab“ oder die Beratung zu einem optimal passenden Sport-BH.

Besonders die Nutzer der Adidas werden im Store besonders umworben. (Foto: Adidas)

Auch den lokalen Bezug hat Adidas nicht vergessen. Der Store präsentiert Werke Londoner Künstler. Und wie das Unternehmen der Presse mitgeteilt hat, wurde das Produktangebot m Laden speziell für London zusammengestellt.

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