Es tut sich was in der Autobranche.

von Stephan Lamprecht am 01.März 2019 in News

In den Abholstores können die Kunden ihren Gebrauchtwagen bei Carvana rund um die Uhr abholen.

Sie kennen das inzwischen von uns. Kurz vor dem Wochenende präsentieren wir gern hübsche Fotos. So auch in dieser Woche. Und Autohandel ist diesmal das Thema.

Tesla wird heute in den Medien dafür gelobt werden, sich beim Vertrieb des neuen Modells 3 ausschließlich auf die Online-Schiene verlassen zu wollen. Auf den dann immer mitschwingenden Gegensatz zwischen „Old-School-Vertrieb“ der Benziner und dem Vorbild der E-Mobilität lassen wir uns aber nicht ein. Denn so einfach ist es eben nicht.

Beginnen wir mal mit Cluno. Das liefert zwar noch keine schönen Bilder, aber die interessante Information, dass man von 1299 Euro im Monat aufwärts zukünftig auf der Plattform auch ein Abo für verschiedene Modelle von Porsche abschließen kann. Da in der Cluno-App dann gebrauchte Modelle angeboten werden sollen, führt uns das direkt zum Handel mit Gebrauchtwagen.

Hier weiß Carvana in den USA zu Gefallen. Wer auf der Suche nach einem Gebrauchten ist, stöbert im Web oder per App im Angebot. 360-Grad-Ansichten sollen den Besuch eines Autohauses überflüssig machen. Wer weiß, was er will, kann so binnen 10 Minuten seinen Wagen finden und kaufen. Und am nächsten Tag steht er dann bereits vor der Tür. Kunden, die das Fahrzeug lieber selbst abholen wollen, können dies an „Auto-Verkaufsautomaten“. Per mitgeteiltem Code erhalten die Besucher hier Zugriff.

Und weil das so schön passt und das Super-Test-Drive-Center von Alibaba spektakulär aussieht, haben wir für Sie das passende Video noch einmal herausgesucht.

Für die Hersteller geht es ja auch darum, nicht nur das Auto zu verkaufen, sondern auch gleich ein Lebensgefühl mitzuliefern, damit der Kontakt mit dem Kunden nicht beliebig wird. So etwas hat beispielsweise Mercedes mit dem Konzept „Mercedes.Me“ in Hamburg versucht. Doch leider hat diese wunderschöne Location inzwischen geschlossen.

Bei Lexus geht es um Inspiration und Wohlfühlen – dem Verkauf eines Lebensgefühls (Foto: Lexus)

Lexus, das sich ebenfalls an kaufkräftiges Klientel richtet, nutzt ein ähnliches Konzept. Ein Ort, der der Inspiration, dem Aufenthalt, Lebensqualität und Community dienen soll. In Dubai, Tokio und New York können hier Menschen zusammenfinden, um gemeinsam zu arbeiten, sich zu entspannen oder sich von dem tollen Design inspirieren zu lassen.

Der Kauf von Reifen muss nicht nach Autowerkstatt aussehen. GoodYear unterhält in den USA Showrooms und einen Montageservice. (Foto: Goodyear)

Sicherlich eine der überraschendsten Ideen, die es aber nicht in unsere Kurzmeldungen schafften, stammt von Reifenhersteller GoodYear. „Roll“ heißen passenderweise die Showrooms, die so gar nicht nach Autowerkstatt aussehen. Die Reifen können online gekauft und geliefert werden. Aber auch GoodYear geht es inzwischen auch um die Vermittlung von Services. So lässt sich beispielsweise auch ein Termin für den Reifenwechsel vereinbaren. Das Fahrzeug wird dann beim Showroom oder einem beliebigen anderen Ort abgeholt.

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