Esprit kann weitermachen, Apple Pay mit Girocard gestartet, Lidl plant weitere 50 US-Filialen.

von Florian Treiß am 26.August 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Amazon-Pakete als Frequenzbringer für den stationären Handel? Da war doch was, u.a. experimentiert Karstadt schon seit längerem mit Amazon Lockers in einigen Filialen. Diese Woche bin ich hier in Leipzig erstmals in einem Shopping Center einem solchen Amazon Locker begegnet, und der steht in den „Höfen am Brühl“ (gehört zu Unibail-Rodamco-Westfield) direkt im Zentrum. Zwar etwas versteckt gegenüber den Fahrstühlen im 1. Obergeschoss, aber  für mich womöglich ein Grund, künftig häufiger dort hinzugehen.

Ihr Florian Treiß

E-Commerce­-Plattformen für B2B: Ein Marktüberblick

Was ist eigentlich eine E-Commerce-Plattform und wie lässt sie sich definieren? Im Bereich B2B ist die besondere Herausforderung die Integration der Plattform in bestehende Warensysteme, Enterprise Ressource Planning (ERP) Tools und die Verknüpfung mit den Systemen der Geschäftskunden. Gerade aus diesem Grund sind B2B-Lösungen für E-Commerce in der Regel maßgeschneidert. In dieser Leseprobe aus unserem neuen Whitepaper rund um B2B Commerce werden verschiedene Systeme, die sich auf dem Markt befinden, in ihren Kategorien betrachtet.
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Unsere News des Tages:

Esprit kann weitermachen, Edeka will nun 72 Real-Märkte übernehmen, Girocard in Apple Pay gestartet

Esprit kann sein Geschäft in Deutschland fortführen: Die Gläubiger der sechs deutschen Tochtergesellschaften des insolventen Modekonzerns haben für eine uneingeschränkte Fortführung des Geschäftsbetriebs gestimmt. Biner Bähr, Sachwalter bei Esprit, sagt: „Insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg und genau im Zeitplan.“ Die letzten Wochen und Monate seien für alle Beteiligten herausfordernd gewesen. „Wir haben aber eine klare Vorstellung, wie Esprit in Zukunft wieder profitabel arbeiten kann. Alle ziehen an einem Strang“. Zum Sanierungskonzept gehört, wie bereits bekannt, dass die Hälfte der Filialen in Deutschland schließen muss.

Edeka hat beim Bundeskartellamt die Übernahme von 72 Filialen von Real angemeldet, die nun von der Behörde überprüft werden muss. Zuvor gab es ein Hin- und Her, wieviele Real-Märkte Edeka tatsächlich übernehmen will. Vergangenes Jahr, als zunächst noch Redos als heißester Käufer von Real galt, ging es um 87 Filialen. Mit dem tatsächlichen Käufer SCP hatte sich Edeka dann aber zunächst nur auf die Übernahme von 53 Märkten geeinigt, dann aber noch über weitere Filialen nachverhandelt. Wettbewerber Kaufland hat bereits die Übernahme von 101 Real-Märkten beim Kartellamt angemeldet.

Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, und nun ist die Girocard erstmals auch bei Apple Pay verfügbar, zumindest für Sparkassen-Kunden. Heißt: Auch Händler, die keine Kreditkarten akzeptieren, sondern nur die Girocard, können nun Zahlungen per Apple Pay empfangen – und zwar wenn geneigte Kunden mit ihrem iPhone oder der Apple Watch bezahlen wollen und dort eine Sparkassen-Girocard digital hinterlegt haben. Da die Girocard aber bislang ein reines POS-Produkt ist, kann sie wie erwartet vorerst nicht für Onlinezahlungen oder In-App-Zahlungen mit Apple Pay genutzt werden. Hierfür kündigen die Sparkassen aber für 2021 eine Lösung an.

Payback holt Datenanalysten, Lidl will 50 weitere US-Filialen eröffnen, CVS mischt bei Retail Media mit

Das Bonusprogramm Payback, das sich mittlerweile im Markt als Spezialist für Data Driven Marketing positioniert, schafft für seinen Neuzugang Norbert Wirth eine neue Management-Position: Als „Global Vice President Data“ soll Wirth alle datenbezogenen Teams und Themen leiten und die komplette Prozesskette mit den Bereichen Analytics, Business Intelligence, Data Product und Data Engineering verantworten. Wirth war einst Head of Data and Science beim Marktforscher GfK.

Vor kurzem hat Lidl die Marke von 100 Filialen in den USA geknackt – und bis Ende 2021 will Lidl weitere 500 Millionen Dollar in die US-Expansion stecken und dort weitere 50 Filialen eröffnen. Dabei sollen 2.000 neue Arbeitsplätze entstehen, der Fokus liegt weiter auf der US-Ostküste. Die Filialen sollen in den US-Bundesstaaten Delaware (1 neue Filiale), Georgia (6), Maryland (10), New Jersey (10), New York (6), North Carolina (6), Pennsylvania (4), South Carolina (1) und Virginia (7) entstehen. Zwischenzeitlich galt die vor drei Jahren gestartete Expansion in die USA schon als gescheitert, doch nun scheinen die Dinge besser zu laufen.

Der US-Drogerieriese CVS hat einen eigenen Ableger für den Bereich Retail Media gestartet: Über den neuen CVS Media Exchange können CPG-Unternehmen rund 74 Millionen US-Verbraucher erreichen. Das Angebot von CVS ermöglicht dabei Kampagnen auf der CVS-Website und direkt innerhalb der CVS-Filialen, hinzu kommen angesagte Themen wie Programmatic Display Ads, Online-Videos, Social Media und Suchmaschinenmarketing, außerdem liefert CVS passende Kampagen-Insights. Vorbild dürfte Amazon sein, dass allein im letzten Quartal 4,2 Milliarden Dollar im Werbegeschäft umgesetzt hat. Zudem haben auch die US-Ketten Target und Walmart schon ähnliche Programme.

Amazon plant Luxus-Plattform, Nike setzt stärker auf DTC, Umsatz mit Schönheits- und Haushaltspflege gestiegen

Amazon arbeitet angeblich mit Hochdruck an einer Plattform für Luxus-Labels und will damit Farfetch Konkurrenz machen. Die Marken, die mit Amazon zusammenarbeiten, sollen dabei die Lager und das Zustellnetz von Amazon nutzen können und soll zunächst nur in den USA launchen. Bereits im September könnte es soweit sein, will der Fachdienst WWD von Marktteilnehmern erfahren haben. Dany Keirouz, Head of Brands Relations and Development bei Amazon Fashion, soll demnach das Projekt leiten.

Nike will noch stärker auf den „Direct to Consumer“-Trend setzen, also den Online-Direktvertrieb an Kunden: Deswegen kündigt der US-Sportartikelhersteller offenbar seine Verträge mit den Händlern City Blue, VIM, EbLens, Belk, Dillard’s, Fred Meyer, Bob’s Stores, Boscov’s und Zappos. Zuvor hatte Nike bereits seinen Marken-Store auf Amazon gestoppt. Künftig soll es Nike-Produkte offenbar v.a. über die eigene Website und App geben sowie nur noch bei handverlesenen Handelspartnern wie z.B. Foot Locker.

Und auch das noch: Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) schätzt den in den ersten sechs Monaten des Jahres in Deutschland erzielten Umsatz mit Produkten der Schönheits- und Haushaltspflege auf 8,1 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 3,9 Prozent. Zur Steigerung trug vor allem die gestiegene Nachfrage nach Seifen und Waschsubstanzen bei: Im Zuge der Corona-Krise wuchs der Umsatz in diesem Segment um beeindruckende 86 Prozent. Herbe Umsatzverluste verzeichneten dagegen die Dekorative Kosmetik (minus 13,8 Prozent) und die Damen- und Herrendüfte (minus 24,8 Prozent). Die Exporte der deutschen Hersteller gingen krisenbedingt um 6,5 Prozent zurück.

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