EuroCIS verschoben, Microsoft startet Cloud for Retail, transparente LEDs bei Adidas Berlin.

von Florian Treiß am 13.Januar 2022 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

in den USA ist die Inflationsrate mittlerweile auf 7 Prozent angestiegen – der höchste Wert seit 40 Jahren. Und auch in Deutschland stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um 5,3 Prozent und damit so stark wie seit 1992 nicht mehr. Das Thema trifft aber nicht nur die Verbraucher selbst. Auch die Handelskonzerne feilschen gerade mit Herstellern um neue Preise. Knackpunkt: Sind die Forderungen der Hersteller berechtigt? Oder handelt es sich um Trittbrettfahrerei? Mehr dazu in einem „Wiwo“-Interview mit Verhandlungsexperte René Schumann. Und weitere News aus dem Handel wie immer in unserem Newsletter.

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

EuroCIS verschoben, Microsoft startet Cloud for Retail, Digitec Galaxus knackt zweite Umsatzmilliarde

Die Messe Düsseldorf verschiebt die ursprünglich für 15. bis 17. Februar geplante Handelstechnologiemesse EuroCIS wegen der aktuellen Omikron-Welle auf den 31. Mai bis 2. Juni. Statt zum ursprünglichen Termin auf ein digitales Event umzusatteln, ist den Ausstellern und der Messegesellschaft eine Präsenzveranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt lieber. „Der Handel wartet dringend auf die EuroCIS, denn nirgendwo sind die Innovationszyklen so kurz wie in der Handelstechnologie“, sagt Messechef Erhard Wienkamp. „Wir erwarten im Frühsommer eine starke EuroCIS mit hoher internationaler Beteiligung, in einer nicht mehr derart massiv von Covid-19 dominierten Gesamtlage.“

Spätestens seit Beginn der Corona-Krise ist deutlich geworden, dass „Business as usual“ im Handel längst keine Option mehr ist. Deshalb lanciert Microsoft zum 1. Februar die neue branchenspefizische Cloud for Retail. Die Lösung vereint verschiedene Datenquellen entlang der Wertschöpfungskette im Einzelhandel. Auf Basis von Microsoft Azure, Microsoft 365, Dynamics 365, Power Platform und Microsoft Advertising verbindet sie die Stationen der gesamten Customer Journey durch handelsspezifische Funktionen, die für relevante personalisierte Erlebnisse und effizientere Betriebsabläufe sorgen sollen. Dabei stehen Themen wie ein 360-Grad-Blick auf die Kund*innen, eine resiliente Lieferkette und Unterstützung des Personals im Fokus.

Der Schweizer Onlinehändler Digitec Galaxus ist im abgelaufenen Geschäftsjahr stark gewachsen: Der Elektronikspezialist digitec sowie das Online-Warenhaus Galaxus erzielten 2021 im Heimmarkt Schweiz und Liechtenstein einen Plattformumsatz von 2,122 Milliarden Franken. Das sind 296 Millionen Franken oder 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch jenseits des Heimatmarkts konnte das Unternehmen stark wachsen: Galaxus durchbrach im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den Shops in Deutschland und Österreich erstmals die Umsatzgrenze von 100 Millionen Euro, die Kundenzahl außerhalb der Schweiz und Liechtenstein wuchs auf über 650.000 Menschen.

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Blick in Vaund-Store, transparente LEDs bei Adidas Berlin, Checkout.com bekommt 1 Milliarde

Wie bei uns angekündigt, hat der deutsche Retail-as-a-Service-Pionier Vaund vor Kurzem seinen zweiten Store eröffnet, und zwar in Stuttgart im historischen Union-Gebäude. In dem neuen Co-Branding-Space werden auf insgesamt 500 Quadratmetern wechselnde Markenwelten und die dazu passenden Produkte in Szene gesetzt. Das Spektrum reicht dabei von Unterhaltungselektronik über Küchen- und Haushaltsgeräte bis hin zu Lifestyle und Mobilität. Einige Bilder von dem neuen Laden gibt’s bei Stores + Shops.

Adidas das seinen Flagship Store in Berlin nach längerem Umbau im Dezember wiedereröffnet. Der auf Digital Signage spezialisierte Fachdienst Invidis hat sich vor Ort umgeschaut und Bilder mitgebracht. Was auffällt: Adidas setztauf transparente LEDs in den Glaspanelen im Eingangsbereich. Auch im Schaufenster gibt es eine hochauflösende LED als Bühne für digitales Storytelling. Überraschend ist zudem die LED-Verkleidung des Aufzugsschachts, die viel Atmosphäre schafft, aber laut Indivis vom Content etwas enttäuscht.

Das neue Jahr ist kaum zwei Wochen alt, und doch meldet ein Startup nach dem anderen eine Mega-Finanzierungsrunde. Nun an der Reihe: Checkout.com. Der Zahlungsdienstleister aus Großbritannien bekommt 1 Milliarde Dollar u.a. von Altimeter, Dragoneer, Franklin Templeton, GIC und Insight Partners. Dabei wird das FinTech nun mit 40 Milliarden Dollar bewertet. Das ist eine 167 Prozent höhere Bewertung als bei der letzten Finanzierungsrunde vor einem Jahr. Zu den Kunden von Checkout.com zählen u.a. Netflix, Farfetch, Grab, NetEase, Pizza Hut und Shein.

Shein schadet Umwelt und Privatsphäre, Weihnachtsgeschenke in der Amazon-Suche

Die chinesische Fast-Fashion-App Shein wird, wie mehrfach berichtet, in Europa und den USA immer beliebter. Das zieht auch Kritiker auf den Plan: Modemarken wie Ralph Lauren wie auch unabhängige Designer*innen beschuldigen den Konzern, Entwürfe und Designs zu kopieren und zu Spottpreisen zu verkaufen. Die Arbeitsbedingungen der Näherinnen sollen schlimm sein, die Ökobilanz katastrophal. Und auch die Privatsphäre der App-Nutzer*innen ist in Gefahr, wie ein aktueller Sicherheitsbericht zeigt. Demnach übermittelt die App Daten an überdurchschnittlich viele Tracker, die Informationen über das Gerät, das Suchverhalten und den ungefähren Standort sammeln.

Noch gibt noch keine offiziellen Zahlen von Amazon zum Weihnachtsgeschäft 2021. Doch der Amazon Analytics Spezialist emax digital hat für Location Insider schon mal nachgeschaut, was sich Männer und Frauen unter den Weihnachtsbaum gelegt haben. Die Suche nach „Geschenken für Männer“ fand dabei mit 40% mehr konkreten Varianten statt als die „für Frauen“. Alkoholische Getränke standen weit oben, gefolgt von „romantischen“ Geschenken, „Grillzubehör“, „Werkzeug“ und „Motorradfahren“. Ganz anders die Suche nach „Geschenken für Frauen“. Die Zahlen zeigen kurz vor dem Fest einen 30-fachen Anstieg der „Last Minute-Geschenke“. Dabei wurde nur mit einfachen Vorgaben, wie „klein“ und „witzig“, eingeschränkt. Männliche Schenker scheinen auf eine sachliche Suche mittels Preisvorgabe fokussiert (mehr als 8 Mal häufiger) sowie auf das Alter der zu beschenkenden Frau (mehr als 7 Mal häufiger). Wenn sich da nicht mal das eine oder andere Klischee bestätigt. Die im Zusammenhang mit einem Weihnachtsgeschenk am häufigsten gesuchten Marken: „Disney“ für Frauen und „Star Wars“ für Männer.

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