Euroshop: Wie Microsoft den Handel unterstützt.

von Stephan Lamprecht am 10.Februar 2020 in News

Der magische Selfie Spiegel am Flughafen Zürich macht in erster linie Spaß (Foto: Microsoft)

In knapp einer Woche öffnet die EuroShop 2020 in Düsseldorf ihre Pforten. Auf der Fachmesse wird auch Microsoft vertreten sein und präsentiert dort ein Potpourri verschiedenster technischer Lösungen, die dem Handel dabei unterstützen, den Kunden ein besseres Einkaufserlebnis zu vermitteln und effizienter zu arbeiten.

Windows und das Office-Paket: In der öffentlichen Wahrnehmung steht der Konzern nach wie vor in erster Linie für diese beiden Produktlinien. Mit etwas Nachdenken fallen dann dem einen oder anderen Anwender noch die Hardware-Produkte der Surface-Reihe ein. Aber Lösungsanbieter für den Handel? Da muss Microsoft nach wie vor Aufklärungsarbeit leisten – wie z.B. letzten Sommer in einem Interview mit Location Insider. Aus den auf der Euroshop präsentierten Beispielen haben wir drei herausgegriffen.

Bevor Frischfleisch abgepackt in den Kühltheken landet, müssen die Produkte vorab einer Sichtkontrolle und Klassifizierung unterzogen werden. Eine wichtige Arbeit, die aber dennoch monoton und ermüdend ist. Die Migros-Tochter Micarna aus der Schweiz setzt deshalb auf eine Lösung, die auf KI und Bilderkennung setzt. Sie basiert auf dem von Microsoft zur Verfügung gestellten Dienst „Custom Vision“. Der zu Microsoft Azure gehörende Baustein ist für die schnelle Erkennung von wesentlichen Unterschieden in Bildern trainiert, d.h. dass gegenüber einer völligen Neuentwicklung eine wesentlich geringere Datenmenge benötigt wird, um eigene Modelle zu entwickeln.

Das zweite Beispiel stammt ebenfalls aus der Schweiz. Interaktive Spiegel verbessern das Kundenerlebnis im „Fitting Room“, sie können aber auch, wie das Beispiel H&M zeigt, einfach Spaß machen. Das Unternehmen Ombori hat für Lindt & Sprüngli am Flughafen Zürich den „Magischen Selfie Spiegel“ installiert. Er kommuniziert per Sprache mit den Kunden (dank Microsofts Cortana) und präsentiert Produkte und Angebote. Die Kunden können mit der integrierten Kamera Selfies im Postkartenformat aufnehmen. Die lassen sich dann digital versenden oder als personalisierter Gruß einem Souvenir beilegen.

Eine Lösung, die sich auf den Modehandel konzentriert, stammt von Bütema. Damit können Händler stationäre Filiale und Online-Shop miteinander verzahnen. So dienen beispielsweise intelligente Spiegel mit Barcode Scanner und Sound Kit zur Emotionalisierung und Produktinformation. Cross-Selling Artikel und Produktdetails werden dem Kunden genauso angezeigt wie verfügbare Größen und Farben.

Bütema präsentiert Lösungen für den Modehandel, im Hintergrund arbeitet Azure von Microsoft.

Mit Hilfe eines Rufknopfs in der Kabine kann der Kunde einen Mitarbeiter benachrichtigen und so eine Kundenberatung starten. Lichtstimmungen können vorab auf Basis der Artikelwahl des Kunden programmiert werden. Über das zentral verwaltete Content Management System werden Inhalte zentralisiert per Drag & Drop erstellt und per Mausklick an alle Bildschirme in sämtliche Filialen weltweit übermittelt. Im Hintergrund wird die Azure-Technologie von Microsoft genutzt. Diese und weitere Beispiele sind auf der EuroShop 2020 in Halle 6, Stand G24 zu sehen.

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Auf mehrere 100 Mio. Dollar wird der Umsatzausfall aufgrund „Out of Shelf“ geschätzt
VUSION Captana überwacht besonders wichtige Sortimentsbereiche. Ermöglicht wird dies aus der einzigartigen Kombination modernster akkubetriebener Kameratechnologie und der cloudbasierten Bilderkennungslösung von SES-imagotag. Erfahren Sie mehr in Halle 6 / A27.


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