Farfetch mit Beauty-Offensive, Lieferando-Mutter kappt Prognose, Stagnation bei Shopping-Centern.

von Florian Treiß am 21.April 2022 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

zu Beginn der Corona-Krise war es Toilettenpapier, was äußerst knapp war – und kreative Händler organisierten schließlich palettenweise Toilettenpapier von zuvor hierzulande eher unbekannten Herstellern und Marken. Aktuell ist nun Mehl knapp – und die Geschichte wiederholt sich: WDR-Handelsexperte Jörg Marksteiner hat nun auf Twitter ein Bild von einer Palette Mehl aus einem Rewe geteilt und schreibt dazu: „So, ihr Mehl-Hamsterer und Spekulanten! Nehmt das – Rewe flutet den Markt!“ Auch wenn das Mehl mit 1,69 Euro pro Packung nicht ganz billig ist: Mehl-Mangel zählt nun nicht mehr als Ausrede, keinen Kuchen zu backen.

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

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Partnerbeitrag: Wie Self-Checkout-Konzepte die Zukunft des Handels prägen

Kontaktlose und schnelle Barzahlung am mitarbeiterbedienten Cash-Management-System.

Self-Scanning- und Self-Checkout-Lösungen finden im Handel immer größere Verbreitung. Aus gutem Grund: Sie helfen dabei, Kundenströme besser zu steuern und gleichzeitig das Kassenpersonal zu entlasten. Der Payment-Experte GLORY erläutert bei uns im Partnerbeitrag, wie sich die Kundenzufriedenheit trotz neuer Herausforderungen erheblich steigern lässt.
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Zur Rose mit schwachem Quartal, Farfetch mit Beauty-Offensive, Lieferando-Mutter kappt Prognose

Das Schweizer Unternehmen Zur Rose, Betreiber der Versandapotheke DocMorris, hat im 1. Quartal 2022 einen Rückgang beim Außenumsatz um 1,8 Prozent auf 493,4 Millionen Schweizer Franken erlitten. In Deutschland, dem wichtigsten Markt des Unternehmens, gab der Außenumsatz sogar um 7,0 Prozent nach und sank auf 313,7 Millionen Schweizer Franken, während es hierzulande vor einem Jahr noch ein deutlich Plus gab. Dem Unternehmen machen die Verzögerungen bei der Einführung des E-Rezepts in Deutschland weiter zu schaffen: Einerseits wurden deutlich weniger Papierrezepte eingereicht, andererseits im Rahmen von Tests auch nur 350 E-Rezepte. Nur in der Schweiz und im restlichen Europa konnte Zur Rose seinen Umsatz steigern.

Die Luxusmode-Onlineplattform Farfetch aus Großbritannien bietet ab sofort Make-up, Hautpflege, Haarpflege und Düfte von mehr als 100 etablierten und aufstrebenden Marken an, darunter Tom Ford, La Mer und Charlotte Tilbury. Auch in der 2015 von Farfetch übernommen Londoner Modeboutique Browns wird es eine kuratierte Auswahl an Produkten von Marken wie Westman Atelier, By Terry, Alpha-H, Votary und Charlotte Mensah geben. Zudem wird die italienische Modeholding New Guards Group, die 2019 von Farfetch übernommen wurde, mit Off-White Beauty-Produkte auf den Markt bringen, zunächst vier genderneutrale Düfte als Teil einer Kollektion namens Paperwork. Im Januar hatte Farfetch den Online-Beautyhändler Violet Grey übernommen.

Die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway hat im Zuge der aufkommenden Konkurrenz durch wiedereröffnete Restaurants ihre Jahresziele zusammengestrichen. Der Konzern erwartet nun nur noch ein Wachstum des über die Plattform gehandelten Warenvolumens im einstelligen Prozentbereich, zuvor lag die Prognose noch im mittleren Zehnerprozentbereich. Positiv hingegen: Das Unternehmen erwartet zugleich auch weniger Verlust als bislang prognostiziert. Im 1. Quartal 2022 verzeichnete Just Eat Takeaway mit rund 264 Millionen Bestellungen sogar einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen erwägt zudem, den vor zwei Jahren übernommen US-Lieferdienst Grubhub wieder zu verkaufen.

Droppery mit Deutschland-Niederlassung, Adyen Retail Report 2022, Stagnation bei Shopping-Centern

Die niederländische Startup Droppery hat seine erste Deutschland-Niederlassung eröffnet, und zwar in Köln. Das Software-Unternehmen hat sich dem Thema Dropshipping verschrieben und sieht auch in Deutschland hierfür noch viel Verbesserungspotenzial. Denn Dropshipping kann zahlreiche Probleme mit sich bringen, wie zum Beispiel minderwertige Produkte, lange Lieferzeiten, langwierige manuelle Prozesse und mangelnde Nachhaltigkeit. Droppery hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Probleme zu lösen und im Prozess zu unterstützen im Prozess, wodurch Dropshipping auf eine neue, automatisierte Art und Weise genutzt werden kann, um einen positiven Beitrag zur weiteren Digitalisierung des Handels zu leisten.

Der Payment-Anbieter Adyen hat heute seinen umfangreichen Retail Report 2022 vorgelegt. Demnach erwarten 60 Prozent der Verbraucher*innen in Deutschland flexible und kanalübergreifende Einkaufsmöglichkeiten wie Click & Collect oder Ultra-Fast Delivery. Für 49 Prozent ist das Ladengeschäft ein wichtiger Touchpoint, selbst wenn sie bei dem Händler online kaufen. Und 40 Prozent geben an, dass sie eher bei Einzelhändlern einkaufen, die Technologien zur Verbesserung des Einkaufserlebnisses einsetzen. Weltweit gesehen, geben 41 Prozent der Verbraucher*innen an, dass sie es schätzen, Produkte vor dem Kauf anzufassen, zu fühlen oder auszuprobieren, und 59 Prozent ziehen es vor, im Geschäft einzukaufen. Hier geht’s zum Gratis-Download des Adyen Retail Report 2022.

Leerstände, hohe Mietpreise und der Wettbewerb mit Online-Anbietern sind die Faktoren, mit denen Shopping-Center in den USA schon seit Längerem umgehen müssen. Ähnliches wird der EHI-Studie „Shopping-Center Report 2022“ zufolge bald auch in Deutschland zu beobachten sein, berichtet Stores + Shops. Zum Jahresbeginn 2022 wurden in Deutschland wie schon im Vorjahr 493 Shopping-Center mit einer Mindestfläche von über 10.000 qm betrieben. Damit blieb die Gesamtzahl zum zweiten Mal unverändert – trotz einer Neueröffnung in Fürth, die jedoch auf dem Gelände eines früheren Centers erfolgte. Für dieses und die kommenden Jahre verzeichnet der EHI-Report 15 Shopping-Center-Vorhaben, deutlich weniger als in früherer Jahren.

aufHaus als begehbarer Online-Shop, Podcast zu LinkedIn

Das im Münsterland gelegene Ahaus mit dem Problem vieler Klein- und Mittelstädte zu kämpfen: Leerstand. Die Ahauser Firma Tobit.Labs entwickelte deshalb das Konzept einer begehbaren Online-Plattform, das sie aufHaus taufte. Das Konzept soll die Vorteile von stationär und online verbinden. Einkaufen, wann immer Bedarf besteht, rund um die Uhr und an allen Tagen. Stöbern, anfassen, ausprobieren und Produkte gleich mitnehmen. Online-Shop und stationäres Einkaufen vereint. Das geht, in dem der Laden auf Personal verzichtet. Stattdessen erfolgt der Einkauf über das Scannen von QR-Codes, im Anschluss werden die Produkte online bezahlt. Mehr dazu beim Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Handel.

LinkedIn hat über 774 Millionen Mitglieder in 200 Ländern und Regionen weltweit, 16 Millionen davon im deutschsprachigen Raum. In einer Umfrage von Hubspot sagen 59 Prozent aller Teilnehmer aus, dass LinkedIn die effektivste Plattform für Lead-Generierung ist. Aber damit nicht genug – das Business- und Berufstätigennetzwerk avanciert zunehmend zu einer Plattform für Jobsuchende in Führungspositionen. Im neuen Podcast unseres Partners Trendforum Retail spricht Viviane Ehret Kleinau von der Startup-Agentur Reachin darüber, wie man mit LinkedIn erfolgreich arbeitet. Hier anhören oder anschauen.

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