Flaconi nutzt Commercetools, RoseBikes bietet mobile Vor-Ort-Beratung, Checkpoint Systems misst Fieber.

von Stephan Lamprecht am 30.April 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute werden die Ministerpräsident*innen und die Kanzlerin über das weitere Vorgehen gegen die Pandemie in Deutschland beraten. Seit gestern liegt auch ein gemeinsames Papier führender deutscher Forschungsinstitute vor, das Maßnahmen beschreibt. Wollen wir hoffen, dass die Politiker sich eher daran orientieren, als an Friedrich-Wilhelm Göbel. Der Chef des Modeunternehmens Sinn hat offenbar die Bemühungen der vergangenen Wochen nicht verstanden. Eher von eigener Verbitterung geleitet, spricht er von „politisch Unverantwortlichen“. Und seiner Ansicht nach, brauche es „für das Lahmlegen eines großen Teils einer ganzen Volkswirtschaft doch eine größere Bedrohung als Corona“. Ob er dabei an eine atomare Katastrophe gedacht hat?

Flaconi setzt auf Commercetools, Online-Marktplatz in Leipzig, was digitale Showrooms können müssen

Die Online-Parfümerie Flaconi, die Douglas doch reichlich herausfordert, hat sich für den Ausbau seiner neuen E-Commerce-Lösung für Commercetools entschieden. Das bisherige System stieß aufgrund des Erfolgs des Online-Pureplayers an seine Grenzen. Die cloudbasierte und auf Microservices basierender Architektur von Commercetools soll jetzt nicht nur neue Funktionen und Geschäftsmodelle unterstützen, sondern auch mit dem Wachstum mithalten.

Durch die Coronavirus-Krise brachen bei der Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft (LKG) die Umsätze auf ein Fünftel ein. Damit wollte sich der Chef Frank Schulze nicht abfinden. Kurzerhand stampfte er einen neuen Marktplatz aus dem Boden, der seit einer Woche unter www.LKG24.de online ist. Dort werden Bücher, Spiele und Geschenkartikel verschiedner Verlage online verkauft. Beim Bestellen kann man sich eine lokale Buchhandlung aussuchen, die dann direkt von dem Einkauf profitiert.

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Die Modebranche wurde von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie voll erwischt. Das trifft nicht nur auf die Läden zu, sondern auch den Wareneinkauf. Dort ist man von einer durchgängigen Digitalisierung noch weit entfernt. Digitale Showrooms würden den Wareneinkauf und die Zusammenarbeit (nicht nur) in diesen Zeiten erleichtern. Was Einkäufer und Händler von einem Showroom erwarten, hat Vogue Business zusammengestellt.

Rewe wächst, Fielmann ist liquide und setzt auf App, AboutYou erfolgreich mit Masken

Die Rewe Group blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Handels- und Touristikkonzern steigerte auf Basis vorläufiger Zahlen im Jahr 2019 seinen Gesamtumsatz um rund 1,5 Mrd. Euro auf 62,7 Mrd. Euro. Der Umsatz des Rewe-Konzerns (ohne selbstständigen Einzelhandel und Beteiligungen) wuchs um 3,7 Prozent auf 55,4 Mrd. Euro. Die Rewe-Kaufleute in Deutschland steigerten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlicher als die Gesamtgruppe. Hier gab es ein Plus von 9,1 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2020 plant Rewe Investitionen von 2 Mrd. Euro.

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Trotz der Coronakrise will Fielmann weiter in die digitale Zukunft investieren. Das Unternehmen schließt sogar die Übernahme einer ausländischen Firma nicht aus. Ende März verfügte die Optikerkette über liquide Mittel von 295 Mio Euro. Zu den im Rahmen der Bilanzpressekonferenz erwähnten Zukunftsprojekten gehört eine App, die den Kunden ermöglichen soll, mit einem Smartphone die Sehstärke zu messen und eine Brille zu probieren. Die App soll noch in diesem Jahr angeboten werden. Vorstandsvorsitzende Marc Fielmann erwartet indes nicht, dass das Unternehmen in diesem Jahr in die Normalität vor der Coronakrise zurückkehren kann.

“Wir haben auf Ebay und Amazon teilweise einzelne Baumwollmasken für 50 Euro gesehen. Dann haben wir mal bei uns in der Produktion nachgefragt, was eine Maske wirklich in der Herstellung kostet: 1,50 bis 2 Euro. Der normale Aufschlag im Handel liege bei einem Faktor von 2,5 bis manchmal auch vier oder fünf. Aber alles über zehn ist auf jeden Fall Wucher. Da haben wir dann entschieden, Masken zum Selbstkostenpreis zu verkaufen.“

Tarek Müller von AboutYou erklärt im Gespräch, wie es zu der Entscheidung kam, Behelfsmasken zu vertreiben. Teilweise wurden 100.000 Stück in einer Stunde verkauft. Bereits am ersten Tag um 11 Uhr war der Bestand dann zu Ende. Müller ist sicher, AboutYou könnte bei der aktuellen Nachfrage auch 40 Millionen Masken verkaufen, hat aber ein aktuell ein Problem mit der Beschaffung, da die Produzenten bei der Nachfrage nicht hinterherkommen. Über 10 Mio. Masken hat die Firma bestellt.

Rose Bikes bietet mobilen Beratungsservice, Besucherzähler auf KI-Basis, Checkpoint Systems misst Temperatur

Rose Bikes startet einen mobilen Beratungsservice „Rose at Home“ für den Kreis Bocholt. Damit reagiert das Unternehmen auf die große Nachfrage nach Beratung, die aber aufgrund der Zutrittsbeschränkungen in den Läden so nicht befriedigt werden kann. Im Umkreis von 50 bis 60 Kilometer rund um Bocholt sind die Radexperten für eine persönliche Bike-Beratung unterwegs. Nach einem telefonischen Vorgespräch bringen sie Test-Räder zum Kunden nach Hause. Direkt vom Rose-Mobil kann dann auch bestellt werden. Die Beratung vor Ort erfolgt unter Einhaltung strenger Schutzmaßnahmen.

Tobit Labs hat eine Anwendung entwickelt, mit der Händler Zugangsregelungen zu einem Geschäft ohne weitere technische Installation kontrollieren können. Alles, was dazu benötigt wird, ist die kostenfreie App sowie ein ausrangiertes Smartphone oder ein Tablet auf Android-Basis. Verwendet wird ebenfalls die kostenfreie Chayns-Basis Site des Unternehmens.

Aktuell suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, Mitarbeitende und Kunden vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Checkpoint Systems bringt mit „SmartTemperature“ jetzt eine Technologie heraus, die KI-Gesichtstemperatur-Messsensoren verwendet. Aus drei Metern Entfernung lässt sich so schnell und zuverlässig beurteilen, ob eine Person Fieber hat. Dabei können die Temperaturen von bis zu zehn Personen gleichzeitig erfasst werden. Die Lösung misst die Temperatur nur auf dem Gesicht der Person. Das Unternehmen betont, dass die Privatsphäre des Einzelnen geschützt werde. Bei hohen Temperaturen gibt SmartTemperature einen Alarm aus. Dieser landet auch auf Tablet oder Desktop. So können Personalverantwortliche angemessen reagieren.

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