GetDeal testet Geofencing in Deutschland, England und den USA.

von Christian Bach am 10.März 2014 in News

GDAppAm Freitag hat die Berliner Angebots-Plattform GetDeal bekanntgegeben, seit Kurzem Geofencing zu testen. „Geofencing ermöglicht es GetDeal-Nutzern beim Einkaufsbummel sofort die neusten Gutscheine auf dem Handy zu sehen“, hieß es in der Pressemitteilung. Viel mehr war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu erfahren. Dabei passt das Ansprechen von Passanten in der direkten Umgebung von Händlern so gut zum Slogan von GetDeal: „Wir zeigen dir alle Deals in deiner Nähe – deutschlandweit.“

Auf Nachfrage von Location Insider verriet GetDeal-Pressesprecherin Julia Heise mehr Details: Derzeit umfasst der Geofencing-Test die drei Standorte Berlin, London und Philadelphia in Pennsylvania, im Nordosten der USA – nur eine kleine Auswahl aus den 50 Märkten, die das Portal abbildet. Die USA sind international Vorreiter bei der Entwicklung und Nutzung standortbasierter Technologien, die Briten gelten als aufgeschlossenen neuen Technologien gegenüber, Berlin ist als Unternehmensstandort und Startup-Hochburg ebenfalls ein interessanter Testmarkt, so die Begründung für die Wahl der Testmärkte.

Coupons in den Alltag integrieren

GDAppII„Mittels Geofencing möchte GetDeal die Online- und Offline-Nutzung seiner Coupons optimieren. Die Grenzen zwischen online und offline nutzbaren Gutscheinen werden dabei abgebaut, so dass die User einen noch höheren Nutzen daraus ziehen können“, sagt Simone Laub, Marketing Manager International von GetDeal. Das Ziel des Einsatzes sei es, Gutscheincodes besser in den Alltag der Nutzer zu integrieren, damit diese jederzeit flexibel einsatzfähig sind. Kunden müssten dann zumindest nicht mehr zahllose Rabattcoupons in der Geldbörse mit sich herumschleppen.

„Die Akquise der jeweiligen Shops ist bereits abgeschlossen“, so Pressesprecherin Heise. An den Tests sind an allen drei Standorten jeweils sowohl Einzelhändler, als auch mindestens je ein Einkaufszentrum beteiligt. Anfang Mai sollen die Tests abgeschlossen sein.

Standort- und interessensbasierte Kundenansprache

GetDeal2013Das 2010 gegründete Unternehmen hat für das Geofencing einen eigenen Location-based Service (LBS) entwickelt. Das Feature soll in die bereits seit Oktober 2013 bestehende GetDeal-App integriert werden. Nutzer dieser Anwendung werden nicht nur nach Standort, sondern auch abhängig von ihren Interessen angesprochen. „Der User kann dabei selbst entscheiden, wie oft er über die Gutscheine informiert werden möchte“, so Pressesprecherin Heise. Die 6 Mio GetDeal-Nutzer müssen somit keine Angst haben von jedem Geschäft in den Partner-Mall eine Nachricht zu erhalten, sondern bei „fetten Rabatten“, wie das Berliner Unternehmen selbst sagt.

2014 will GetDeal – unter anderem durch Geofencing – den Fokus auf mobile Geräte und die Internationalisierung legen. Unter den neu zu erschließenden Märkten sollen nicht nur Industrienationen sein, wie eben die Testländer USA und England, sondern insbesondere Schwellenländern, „die bisher nur wenig mit Gutscheincodes und Rabattcoupons in Berührung kamen“, wie die Pressemitteilung immerhin verrät. Mithilfe der kostenlosen Android– und iOS-App, inklusive neuer Geofencing-Funktion, sollten die 500.000 Coupons, die vergangenes Jahr eingelöst worden sind, locker zu übertreffen sein.
getdeal.de


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