Helvetische Besonderheiten bremsen Amazon, Marke spielt für Kunden bei Baumärkten geringe Rolle, Kooperationen von Microsoft mit dem Handel.

von Stephan Lamprecht am 27.Februar 2019 in Kurzmeldungen

– AUSGEWÄHLT –

Amazon: Auch in der Schweiz erzielen Online-Händler immer größere Umsätze und setzen damit den stationären Handel unter Druck. Dabei ist Amazon aber längst nicht so dominant wie in anderen Ländern. Und das hat mit einigen „helvetischen Besonderheiten“ zu tun, die das Land aus Sicht des Konzerns wie das berühmte gallische Dorf erscheinen lassen müssen.
wiwo.de

Baumärkte: Das werden die Manager von Baumarktketten nicht gerne hören, stecken sie doch viel Geld ins Marketing und damit auch die Markenbildung. Die Marke ist für die Kunden allerdings eher zweitrangig, wenn sie auf der Suche nach Produkten sind. Viel wichtiger ist die räumliche Nähe. Nach der Marke entscheiden nur 19 Prozent der Deutschen. Das hat das Unternehmen Bazaarvoice herausgefunden.
wuv.de

Tech-Kooperationen: Seinen Erfolg verdankt Amazon nicht zuletzt der Analyse ungeheurer Datenmengen. Wenn ein Handelsunternehmen seine Kunden kennt, dann ist es Amazon. Und das ist auch der Grund für die Kooperationen, die Microsoft in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Handelsunternehmen geschlossen hat (Kroger, Walmart, H&M, Ahold oder Marks & Spencer). Die bessere Nutzung von Daten soll Abläufe effizienter machen und die gezieltere Ansprache von Kunden ermöglichen. Nun stehen Kooperationen mit Händlern aus Deutschland auf der Agenda.
handelsblatt.com

Esprit hat keine guten Neuigkeiten. Bis zu 400 Stellen muss das Unternehmen wohl in Deutschland streichen. Auch die Schließung von Filialen sind nicht mehr tabu. Hintergrund sind Nettoverluste von 199 Mio Euro im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres. Da wirkt es fast rührend, dass der BTE Handelsverband Textil gestern die Erwartung seiner Mitglieder formulierte, die Talsohle der Branche sei 2018 durchschritten worden.
onlinehaendler-news.de

Out of Shelf: Dem Kunden nicht die Ware bieten zu können, die er gerade auf der Fläche sucht, ist für Berater und Unternehmen das technologische Gespenst, mit dem sich Handelsmanager erschrecken lassen. In seinem Artikel zeigt Frank Rehme, dass sich das „leere Regal“ in verschiedene Problemstellungen zerlegen lässt, nicht nur ein Phänomen des stationären Handels ist und es auch neue Lösungsoptionen gibt.
zukunftdeseinkaufens.de

– MITGEZÄHLT –

1,16 Mrd Euro Umsatz hat die Global Fashion Group (GFG) von Rocket Internet im Jahr 2018 erzielt. Das Unternehmen ist eine Startup-Fabrik, die in Wachstumsmärkten wie Osteuropa, Asien und Brasilien Modehändler aufbaut.
fashionunited.de

– DA WAR NOCH WAS –

„Bis jetzt ist es keinem einzigen stationären Händler gelungen, Marktanteile zurückzugewinnen.“

E-Commerce-Experte Alexander Graf in einem Artikel, der sich mit den wachsenden Leerstand von Geschäften in B-Lagen und kleineren Städten in der Schweiz beschäftigt. „Lädelisterben“ nennen sie es dort.
blick.ch

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