Hugo Boss bald auf Vorkrisenniveau, smarter Verkaufsautomat von Smoothr, Douglas launcht Kylie Cosmetics.

von Florian Treiß am 16.Juli 2021 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

das Ende der Maskenpflicht im sächsischen Einzelhandel bei einer örtlichen Corona-Inzidenz unter 10 scheidet die Geister. Während der Handelsverband Sachsen die Lockerung der Maskenpflicht begrüßt, ist HDE-Chef Stefan Genth skeptisch und warnt, die Maskenpflicht nicht vorschnell aufzugeben. Das sächsische Sozialministerium weist zudem darauf hin, dass die Maskenpflicht dennoch gilt, wenn es im Laden zu voll wird und der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewahrt werden kann. Läden wie Einfach Unverpackt in Leipzig fordern ihre Kunden deshalb dazu auf, weiterhin generell eine Maske zu tragen. Und auch ich bin heute lieber mit Maske zum Bäcker gegangen – wie andere Kunden auch.

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

Hugo Boss bald auf Vorkrisenniveau, C&A will nachhaltiger werden, smarter Verkaufsautomat von Smoothr

Hugo Boss blickt optimistisch in die Zukunft und wagt erstmals eine Prognose für das Geschäftsjahr 2021. Firmenboss Daniel Grieder rechnet schon in diesem Jahr mit der Rückkehr in die Gewinnzone. Laut dem ehemaligen Tommy-Hilfiger-Chef Grieder hätten sich die Umsätze in Europa im zweiten Quartal mehr als verdoppelt und in den USA sogar verfünffacht. Das Modelabel nähert sich damit dem Vorkrisenniveau. Analysten überraschte der optimistische Blick in die Zukunft. Der Aktienkurs legte daraufhin deutlich zu.

C&A will grüner werden. Deshalb setzt sich der Modekonzern im Rahmen seiner globalen Nachhaltigkeitsstrategie bis 2028 ambitionierte Ziele. In spätestens sieben Jahren sollen alle eingesetzten Kernmaterialien aus nachhaltigen Quellen kommen und sieben von zehn Produkten kreislauffähig werden. Außerdem sollen 50 Prozent der Einwegkunststoffe in Geschäften, im Online-Shop und in der Lieferkette durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden.

Verkaufsautomaten galten lange als Old-School, doch das ändert sich mittlerweile: So basieren manche autonomen Stores auf smarten Verkaufsautomaten und Startups wie Foodji bieten Automaten mit Cloud-Anbindung. Mitmischen in diesem Bereich will auch das Startup Smoothr, das zusammen mit VR Payment den Verkaufsautomaten “Smoothr CoolR” lanciert. Um den Kühlschrank-Automaten zu öffnen, wird eine Kredit-, Debitkarte oder ein mobiles Wallet benötigt. Kameras erkennen, welche Waren entnommen werden, die dann automatisiert abgerechnet werden.

Gorillas unterstützt Betriebsrat, Asics mit Online-Laufanalyse, Neues zu Apple Pay

Nachdem Mitarbeiter-Streiks bei Gorillas und der Vorwurf schlechter Arbeitsbedingungen sogar Arbeitsminister Hubertus Heil auf den Plan gerufen haben, hisst der Schnell-Lieferdienst nun die weiße Fahne. In einer Pressemitteilung, die uns per Mail erreichte, kündigt Gorillas die uneingeschränkte Unterstützung bei der Bildung eines Betriebsrats an. Als “rider-zentriertes Unternehmen” sei es nicht nur die “eigene Pflicht”, sondern auch die “eigene Überzeugung” die Wahl und die Arbeit eines Betriebsrats zu unterstützen. So will Gorillas das machen, was eigentlich selbstverständlich ist: Räume für Betriebsratssitzungen sowie Infomaterial in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stellen und einen direkten Ansprechpartner für den Betriebsrat benennen.

asics will Hobby-Läufer künftig auch online beraten. Der Sportartikel-Hersteller mit Fokus auf Laufschuhe bietet ab sofort auf seiner Website kostenlose Online-Beratungstermine im sogenannten “Feel the Difference Lab” an. Dort können Kunden bei Laufschuh-Experten eine 20-minütige Beratung mit Laufanalyse buchen. Das war bisher so nur in den Stores möglich. Ziel ist es, den idealen Laufschuh zum Laufstil zu finden. Nach erfolgreicher Testphase sollen die wichtigsten Handelspartner des Unternehmens in das Programm integriert werden.

Bei MediaMarkt können Kunden ab sofort nicht mehr nur in den Filialen, sondern auch in der App mit einer in Apple Pay hinterlegten Sparkassen-Girocard bezahlen. Damit ist MediaMarkt einer der First Mover, die die erst seit dieser Woche verfügbare Online-Zahlungsoption der Girocard gleich unterstützen. Apple selbst tüftelt einem Bloomberg-Bericht zufolge an einer Ratenzahlung für Apple Pay. In Zusammenarbeit mit Goldman Sachs könnten Zahlungen über Apple Pay entweder in vier oder mehr Raten aufgeteilt werden. Der Viermonatskredit soll zinsfrei sein, Ratenzahlungen mit mehr als vier Monaten Laufzeit dürften kostenpflichtig werden. Intern heißt der Service Apple Pay Later.

Douglas-Stream mit Kylie Jenner, Amazon könnte um Mindeststeuer herumkommen, Caspar wird Untermieter bei Bed Bath & Beyond

Douglas weitet die Kooperation mit US-Stilikone Kylie Jenner und deren Partner COTY aus. Nachdem Jenners Hautpflege-Linie Kylie Skin bereits seit Mai 2020 bei Douglas verfügbar ist, bildet nun die Einführung von Kylie Cosmetics den größten Kosmetik-Launch im Jahr 2021 bei Douglas. “Die reichweitenstarke Kombination aus Kylie Jenners Social Media Präsenz und
Douglas als führender, digitaler Beauty-Plattform ist nicht nur im Hinblick auf den stetig wachsenden E-Comerce-Bereich interessant, sondern richtet sich an trend-affine, junge Kund:Innen, die wir ansprechen wollen”, sagt Tina Müller, Douglas Group CEO. Zum Launch gab es gestern ein Live-Shopping-Event mit Kylie Jenner, das man sich hier nochmal anschauen kann.

Kommt Amazon um eine globale Mindeststeuer herum, die 130 Staaten Anfang Juli für große internationalen Konzerne vereinbart haben? Die amerikanische Finanzministerin Janet Yellen hat jedenfalls Zweifel geäußert, ob das Vorhaben Amazon überhaupt trifft. Knackpunkt sei wohl die Rentabilitätsschwelle, die ein Unternehmen erreichen müsse, um steuerpflichtig zu sein. Ab 2023 sollen nach dem Willen der 130 Staaten große Konzerne mit mindestens 15 Prozent besteuert werden. Ziel ist es, dass Konzerne dort Steuern zahlen, wo sie Umsätze erwirtschaften und Steuerflucht in Steueroasen zu vermeiden. Bisher ist die Mindeststeuer aber nur eine Absichtserklärung.

Casper expandiert weiter stationär. Der Matratzen-Hersteller eröffnet im Rahmen einer großangelegten Kooperation mit Bed Bath & Beyond mehrere Shop-in-Shops in den US-Geschäften des Einrichtungshauses. Außerdem werden die Matratzen auch auf der Website und der App von Bed Bath & Beyond angeboten. Casper selbst verfügt bereits über mehr als 70 eigene Einzelhandelsgeschäfte und ist auch bei Händlern wie z.B. Macy’s oder Target bereits in den Filialen präsent.

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