Insolvenz von Gerry Weber als Menetekel der Modebranche, böse Gerüchte um Lesara, Amazon forciert Kosmetika und Eigenmarken.

von Andre Schreiber am 28.Januar 2019 in Kurzmeldungen

– AUSGEWÄHLT –

Gerry Weber: Die Bekleidungskette muss Insolvenz anmelden und will sich in Eigenverwaltung sanieren. Die Ursache für die Misere liegt da schnell auf der Hand: die Konkurrenz aus dem Internet. Oder doch nicht? Die Analyse des Handelsblatts sieht eher Managementfehler. Lang ist die Liste von Versäumnissen. Und zwischen Discount und Luxus haben es Marken wie Gerry Weber in Zukunft schwer.
handelsblatt.com (Paid), fashionunited.de

Lesara war eine ganze Weile ein Vorzeige-Startup in Sachen Mode. So kam der Insolvenzantrag dann auch selbst für Experten überraschend. Nun tauchen aber immer mehr Details auf, nach denen zuletzt bei der Darstellung in der Öffentlichkeit ordentlich getrickst worden sein soll. Es war wohl doch nicht die Investition in Logistik, an der sich die Firma verhoben haben wird, wie es der Gründer zuletzt noch darstellte.
gruenderszene.de, manager-magazin.de (Paid)

Amazon: Der Handel mit Kosmetika erscheint aktuell noch so etwas wie die letzte Bastion des stationären Handels. Handelt es sich doch oft um Produkte, die von den Konsumenten vor dem Kauf gern ausprobiert werden. Doch Amazon bläst jetzt auch hier zum Angriff, etwa mit seiner neuen Eigenmarke. Und Eigenmarken will das Unternehmen forcieren. So drängt der Konzern offenbar bekannte Markenhersteller exklusive Produkte für Amazon zu entwickeln.
qz.com

Online-Fashion: Das kann ja noch heiter werden, möchte man fast ausrufen: Denn nach einer aktuellen Studie vergeuden Online-Modehändler aktuell noch viel Potenzial. Sie könnten „deutlich mehr tun, um die Bedürfnisse ihrer Kunden beim Interneteinkauf zu befriedigen“ wird die Gesellschaft für Innovative Marktforschung. Besonders bei der Shopgestaltung wird Potenzial verschenkt.
fashionunited.de

Digitalisierung: Der Handel zieht zu wenig Nutzen aus der Digitalisierung. Er investiert viel Geld in Displays und allerlei Technik für den POS, viel größeren Nutzen bringt die Technik aber anderswo. Die Partnerschaft zwischen Starbucks und IBM macht beispielsweise den Besuch von Servicetechnikern und das Kopieren von 8.000 USB-Sticks überflüssig.
bloomberg.com

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– MITGEZÄHLT –

5.000 Arbeitsplätze sollen im Rahmen der Fusion zwischen Karstadt und Kaufhof abgebaut werden. Dazu kommt ein Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag und letztlich die Neubewertung jedes Geschäftsfeldes. Aus dem Unternehmen verlautet auch ganz offiziell, dass Kaufhof im aktuellen Zustand nicht überlebensfähig sei.
sueddeutsche.de, presseportal.de (Offizielle PM)

– DA WAR NOCH WAS –

„Das Ambiente einer Stadt und das Einzelhandelsangebot in der Fußgängerzone kann man nicht von jetzt auf gleich verändern. Aber die Themen Erlebnis und Kundenfreundlichkeit sind für die Verbraucher fast genauso wichtig – und hier können die Städte sehr schnell sehr viel tun.“

IFH-Geschäftsführer Boris Hedde im Zusammenhang der Befragung von mehr als 59.000 Innenstadtbesuchern in 116 Städten durch das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH).
noz.de

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