Interview: Spotted-CEO Nik Myftari will das reine Online-Dating ersetzen.

von Christian Bach am 08.September 2014 in Interviews

Nik.spottedPersönliches Treffen als Voraussetzung: Mithilfe von Spotted können User Leute kennenlernen, denen sie bereits begegnet sind. So einfach, so gut. Aber wie genau funktioniert die App? Mitgründer und CEO Nik Myftari hat sich im Interview den Fragen von Location Insider gestellt. Die Spotted-App basiert auf dem Feature “Déjà-vu”. „Diese Funktion berechnet, welche Nutzer gemeinsame Events und Orte besucht haben und schlägt diese einander vor. Der User kann seinem verpassten Flirt über die App ‚zuzwinkern‘ – zwinkert die Person zurück, dann kann Kontakt aufgenommen werden“, sagt Myftari. Der 29-Jährige hat das Heidelberger Startup vergangenes Jahr mit vier Mitstreitern aufgebaut. Inzwischen stand die Dating-App sogar unter den Top 10 der „neuen Trends“ unter den sozialen Netzwerken in den App-Stores von Google und Apple. Dieser Erfolg könnte an der standortbasierten Funktion liegen. „Fakes haben bei uns zum Beispiel keine Chance – die User haben gemeinsame Treffpunkte und man weiß, wen man gesehen hat beziehungsweise wiederfinden möchte“, erklärt der Spotted-CEO. Das Startup will dieses Jahr in Deutschland und im Ausland expandieren und einige Millionen Nutzer erreichen.

Location Insider: „Spotted zeigt dir Menschen an, die dir im echten Leben über den Weg laufen und du wiedersehen möchtest“, heißt es im App-Store. Wie genau kann ich Leute über Eure App wiederfinden?

Spotted App Déjà-vu_iOSNik Myftari: Das Feature „Déjà-vu“ stellt die Kernfunktion der App dar. Die App berechnet, welche Nutzer gemeinsame Events und Orte besucht haben und schlägt diese einander vor. Der User kann seinem verpassten Flirt über die App „zuzwinkern“ – zwinkert die Person zurück, dann kann Kontakt aufgenommen werden.

Location Insider: Ihr habt Spotted im Mai gelauncht. Mit der App wolltet Ihr die Dating-Branche revolutionieren. Wie genau und ist Euch das bis jetzt gelungen?

Nik Myftari: Die Leute reden schon von „gespotted“ werden, mittelfristig wird es keine Rolle mehr spielen, ob man vor Ort angesprochen oder eben „gespotted“ wurde. Niemand muss sich mehr Gedanken machen, warum er seinen Flirt nicht angesprochen hat – es sind immerhin 9 von 10 Leuten, die ihren Flirt nicht direkt ansprechen. Das Konzept kommt sehr gut an und wir sind vor allem bei Frauen beliebt, da Fakes bei uns keine Chance haben – die User haben gemeinsame Treffpunkte und man weiß, wen man gesehen hat beziehungsweise wiederfinden möchte.

Location Insider: Anfang September stand die App in den Top 10 der „neuen Trends“ unter den sozialen Netzwerken in den App-Stores von Google und Apple. Was unterscheidet sie von Mitbewerber-Apps, wie Lovoo?

flirtverpasstNik Myftari: Wir haben es geschafft, die Vorteile des Online-Datings mit dem realen Leben zu verbinden. Unser Konzept macht das Dating „echter“ und damit ist Spotted vor allem für Frauen sehr interessant. Wir liegen mittlerweile auf Platz 14 – alles ohne Marketingbudget.

Location Insider: Ende August wurden die iOS- und Android-App aktualisiert. Welche Fehler habt Ihr ausgebessert?

Nik Myftari: Wir haben unseren Algorithmus verbessert, ein paar Bugs behoben und die Performance optimiert.

Location Insider: Können User über Spotted einfach so andere Nutzer finden, selbst wenn sie ihnen noch nicht begegnet sind?

Nik Myftari: Die User müssen sich „offline“ begegnet sein, das heißt gemeinsame Locations und/oder Events haben, damit sie sich wiederfinden können. Das macht unser Produkt auch so spannend: viele Nutzer schauen mehrmals am Tag rein, damit sie sehen, wer ihnen über den Weg gelaufen ist. Der Algorithmus ist aktuell etwas toleranter, da uns noch nicht alle kennen.

Location Insider: Basiert die Idee von Spotted hauptsächlich auf GPS? Welche anderen Technologien setzt Ihr ein?

Nik Myftari: Ja, wobei wir das Ganze auch mit Facebook-Events verbinden und in Zukunft auch weitere Technologien testen werden.

Location Insider: Spotted gibt es jetzt für iOS und Android. Sind weitere Systeme in Planung?

Nik Myftari: Wir werden uns vorerst auf iOS und Android konzentrieren. Für Deutschland haben wir auch eine Webversion.

Location Insider: Kannst du uns weitere Spotted-Vorhaben für dieses Jahr verraten?

Nik Myftari: Wir werden die Expansion in Deutschland und im Ausland weiterhin vorantreiben und einige Millionen Nutzer erreichen. Mit unserem Konzept wird es kein reines „Online“-Dating mehr geben. Offline und Online gehören einfach zusammen. Die Monetarisierung spielt mittelfristig ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Thema werden wir ebenfalls im Fokus behalten.

Location Insider: Vielen Dank für das Gespräch.

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