Kartenzahlung weiter gestört, Knuspr mit 70.000 Kund*innen, miese Stimmung bei Zalando.

von Florian Treiß am 30.Mai 2022 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

hatten Sie in den vergangenen Tagen auch Probleme, beim Einkaufen mit Karte oder mit dem Handy zu bezahlen? Als ich am Wochenende in der Leipziger City unterwegs war, hatte ich im ersten Laden noch als Alternative genug Bargeld einstecken, doch im zweiten Laden reichte mein Bargeld nicht mehr aus. Gut, dass ein Geldautomat in der Nähe war und ich später doch noch kaufen konnte, was ich wollte. Eine solch große Störung bei Kartenzahlungen wie aktuell gab es lange nicht – und einmal mehr zeigt sich, dass es ohne Bargeld eben doch nicht geht.

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

Partnerbeitrag: Buy now, pay later für Firmenkunden – was der B2B-Onlinehandel von B2C lernen kann

Digitale Zahlungsmethoden halten im Onlinehandel vermehrt Einzug – allen voran „Buy now, pay later“ (BNPL; deutsch: Jetzt kaufen, später bezahlen). Sie ermöglichen Kund:innen alle Vorteile eines reibungslosen Checkouts sowie das flexible Bezahlen ganz zu ihren Bedingungen. Das bedeutet unterm Strich: Kunden kaufen gern und häufiger ein, sodass sich Händler:innen im Gegenzug über steigende Umsätze freuen können. Wie Onlineshops dieses Erfolgsrezept auch auf das Segment der Firmenkunden übertragen und in welchen Bereichen entscheidende Unterschiede liegen, erklärt Payment-Spezialist Billie bei uns im Partnerbeitrag.
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Kartenzahlung weiter gestört, Lebensmittelpreise dürften um 10 Prozent steigen, Knuspr mit 70.000 Kund*innen

Die Probleme mit Kartenzahlungen in vielen deutschen Geschäften dürften sich noch Tage hinziehen. Zwar gibt es inzwischen ein Update für das betroffene Zahlungsgerät H5000 des US-Herstellers Verifone. Zur Wiederinbetriebnahme der Geräte sei ein manueller Eingriff vor Ort entweder durch den Einzelhändler oder durch einen Techniker nötig, teilte der Zahlungsdienstleister Payone mit und berief sich dabei auf Verifone. Man habe bereits alle verfügbaren Ressourcen für das Update zusammengezogen. Unabhängig davon würden Alternativen erarbeitet, damit Karten schnellstmöglich wieder akzeptiert werden könnten. Die Störung, von der u.a. Aldi Nord, Edeka oder Hugendubel (siehe Bild) betroffen sind, sorgt seit vergangenem Dienstag für Ärger im Einzelhandel.

Ein Ende der Preiserhöhungen für Lebensmittel ist einer aktuellen Studie zufolge nicht in Sicht. „Die Preise im Lebensmitteleinzelhandel 2022 dürften um mehr als 10 Prozent anziehen“, so Handelsexperte Aurélien Duthoit vom Kreditversicherer Allianz Trade zum zentralen Ergebnis der Studie „European food inflation: and the loser is the consumer“. Umgerechnet entspreche das durchschnittlich 250 Euro Mehrkosten im Jahr pro Kopf. Bisher hätten Lebensmitteleinzelhändler erst einen Bruchteil ihrer tatsächlichen Mehrkosten an Verbraucher*innen durchgereicht, so die Studie: Während die Lebensmittelhersteller seit Anfang 2021 ihre Preise bereits um durchschnittlich 16,6 Prozent erhöht hätten, hätten die Händler erst um 6,6 Prozent erhöht.

Der Lebensmittel-Lieferdienst Knuspr zählt neun Monate nach dem Deutschlandstart schon 70.000 Kund*innen. Dabei ist das Unternehmen überhaupt erst in München (seit August 2021) sowie im Großraum Frankfurt (seit Februar 2022) aktiv. Innerhalb des ersten Geschäftsjahrs, das wie bei der Muttergesellschaft Rohlik am 30. April endete, kam Knuspr auf 323.000 Bestellungen und einen Netto-Umsatz von 23 Millionen Euro. Der nächste Standort Hamburg ist für September in Vorbereitung, um den Jahreswechsel folgt Essen und 2023 dann Köln und weitere Städte, so das Unternehmen. m April 2023, wenn die Muttergesellschaft Rohlik ihr Geschäftsjahr abschließt, soll der Umsatz in Deutschland bereits bei 100 Millionen Euro liegen, so das „Handelsblatt“.

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So funktioniert Amazons stationärer Modeladen, miese Stimmung bei Zalando, Google will Shopping-Funktionen verbessern

Amazon hat Ende letzter Woche seinen angekündigten Modeladen „Amazon Style“ in der Nähe von Los Angeles eröffnet. Das Besondere an dem Geschäft: Es ist viel größer, als es zunächst den Anschein hat, denn die Verkaufsfläche ist nur ein Bruchteil des eigentlichen Stores, hinter dem sich ein riesiges Lagerhaus mit Unmengen an Lagerbeständen versteckt. Auf der Verkaufsfläche selbst finden sich die Kleidungsstücke nicht wie üblich in diversen Größen, sondern jeweils nur in einer Größe. Wollen Kund*innen ein Kleidungsstück probieren, können sie es mithilfe eines QR-Codes scannen und es sich von den Mitarbeiter*innen und mithilfe von gläsernen Industrieaufzügen direkt in ihre Umkleidekabine bringen lassen.

Seit dem Abgang vom Co-Chef Rubin Ritter steckt die Online-Modeplattform Zalando offenbar in einer kleinen Krise. Seine Rolle sollte der ehemalige Amazon-Manager Jim Freeman übernehmen. Doch der US-Amerikaner ist bei den Mitarbeiter*innen im Unternehmen offenbar jetzt schon in Ungnade gefallen, wie das „manager magazin“ (Paywall) berichtet. Freeman habe Vorgänge bei Zalando unnötig bürokratisiert und eine Angstkultur geschaffen, wie Insider gegenüber der Zeitschrift berichten. Der Umgangston in Meetings sei rauer geworden, es herrsche „Angst“, Fehler zu machen. Freeman handle empathielos, so lauten die Vorwürfe, die Business Insider hier zusammenfasst.

Der Suchmaschinenriese Google plant einige Neuerungen, die Shopping über Google verbessern und vereinfachen sollen. Neben zahlreichen neuen Werbefunktionen zählt dazu auch Checkout on Merchant: Dabei soll – zunnächst nur in den USA – künftig die Anzahl der Screens reduzieren, durch die Nutzer*nnen bei einem Kaufprozess navigieren müssen. Stattdessen werden sie vom Produkt-Listing auf Google direkt zum Bestellprozess der Händler*innen weitergeleitet. Außerdem sollen Händler*innen direkt in der Suche 3D-Produktmodelle anzeigen lassen können. Das „Handelsblatt“ sieht in dem Vorstoß eine Attacke auf Amazon, aber der ganz große Wurf ist das Ganze vielleicht auch nicht.

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Frühbucherphase bis Freitag, 2. Juni, verlängert: „Schluss mit den komplizierten, langweiligen Methoden, die nur mittelmäßige Ergebnisse geben!“, sagt Laurent Burdin von Space and Lemon Innovations über die Suche von Unternehmen nach Innovationen. Im mobilbranche.de-Workshop „Innovation der neuen Generation“ wird Laurent Burdin am 28. Juni in Berlin mit den Teilnehmern stattdessen eine Produkt-Innovation mit einer neuen, pragmatischen und spannenden Methode der neuen Generation bauen: Mosaic Canvas.
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Frida-Falle, Bekanntheit von Google und Flink, Umfrage zu Retouren

Ein skurriler Fall, der kostenspielig endete: Seit 2020 verkauft die Pfaffenhoferin Nina Grabmeir auf Hadscha.de Trachtenschuhe und Taschen übers Internet – sie tragen Namen wie Martha, Melli, Anni oder Frida. Doch die Nutzung des Namens Frida hat ihr nun großen Ärger bescherrt, denn der Name der berühmten Malerin Frida Kahlo ist als Marke geschützt. Sie erhielt eine Abmahnung der Frida Kahlo Corporation aus Panama. Sie reagierte darauf nicht, doch wenige Wochen später stand ein Gerichtsvollzieher vor der Tür und sie musste 3.000 Euro Strafe zahlen. Deshalb warnt „Bild“ nun vor der Frida-Falle, denn laut einem Anwalt gibt es immer wieder Abmahnungen aufgrund der Frida-Markenrechte.

Laut einer Umfrage von Statista ist unter den Lebensmittel-Schnelllieferdiensten in Deutschland aktuell Gorillas am bekanntesten: Von den tatsächlichen Online-Lebensmittel-Käufer*innen haben 44 Prozent schon von dem Unternehmen gehört. In allen anderen abgefragten Bereichen liegt dagegen der von Rewe unterstützte Gorillas-Konkurrent Flink vorne. Die Berliner sind am beliebtesten, haben die meisten Nutzer*innen, die höchste Markentreue und führen auch bei der Wahrnehmung in Medien (Buzz). Dagegen schneidet das türkische Unternehmen Getir in allen Kategorien am schlechtesten ab.

Und gleich noch eine Statista-Umfrage: Über die Hälfte der Deutschen haben in den letzten zwölf Monaten Online-Bestellungen zurückgeschickt. Besonders oft werden Bekleidung (33,0 Prozent) und Schuhe (19,2 Prozent) retourniert. Auch Taschen und Accessoires gehen relativ häufig wieder an den Versender zurück. Das könnte sich künftig ändern, denn mi Uniqlo und Zara verlangen erstmals internationale Modekonzerne Geld für Rücksendungen. Grund für diese Kehrtwende sind laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) gestiegene Kosten: „Die hohen Preise für Transport und Verpackung führen dazu, dass die Händler diese Kosten stärker an die Kunden weitergeben.“

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