Kleines Shoptech-Glossar.

von Florian Treiß am 28.Mai 2019 in News, Shoptech, Trends & Analysen

In unserem Whitepaper und Beiträgen tauchen immer wieder Fachbegriffe wie API, Frontend oder Backend auf. Wir erklären hier übersichtlich die zentralen Vokabeln aus der Welt der Technologie.

API steht für „Application Programming Interface“ und ist eine Programmierschnittstelle, über die verschiedene Elemente eines IT-Systems miteinander kommunizieren können. APIs helfen immer mehr Unternehmen dabei, ihr Geschäft effizienter und schneller voranzutreiben und im besten Falle ganz neue Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dabei lassen sich eigene APIs mit APIs anderer Firmen kombinieren. So greifen z.B. Mobilitäts- und Lieferdienste wie MyTaxi oder Foodora auf APIs von Kartendiensten wie Google Maps zu und müssen die Welt nicht selbst kartographieren.

API-first: Systeme, bei denen zuerst eine API gebaut wird, und dann alles andere; viele Anbieter bieten eine API an, programmieren die aber im Nachhinein dran.

Backend ist der Teil der IT-Infrastruktur, die im Hintergrund läuft und in einem Onlineshop nicht für die Endkunden sichtbar ist. Dort liegt die Datenbank des Shops und dort laufen zentrale Prozesse wie etwa der Checkout und die Rechnungslegung.

Cloud Computing bietet einen schnellen Zugriff auf flexible und kostengünstige IT-Ressourcen. Statt eigene Server zu betreiben oder dezidierte Server bei einem Webhosting-Anbieter zu mieten, teilen Cloud-Computing-Anbieter wie Amazon Web Services oder Google Cloud die für den Betrieb notwendigen IT-Ressourcen dynamisch zu. Das bringt Kostenvorteile und sorgt zugleich dafür, dass der Shop auch bei Traffic-Spitzen nicht in die Knie geht.

Frontend steht im Gegensatz zum Backend für den Teil eines Systems, das die Endkunden sehen, zum Beispiel den Webshop oder eine mobile App. Das Frontend wird über ein User Interface genutzt.

Headless Commerce bedeutet die Zerlegung eines Shopsystems in Körper und Kopf des Systems. Während der „Körper“ in diesem Bild für den eCommerce-Kern des Systems im Backend steht, lässt sich der „Kopf“ beliebig austauschen. Dies bietet den Vorteil, dass sich über APIs verschiedene „Köpfe“ anbinden lassen, die für verschiedene Touchpoints bzw. Frontends stehen wie etwa den Webshop, einen Alexa Skill oder einen Chatbot.

Microservices sind kleine, in sich geschlossene Anwendungen, die von dedizierten Teams individuell entwickelt und betrieben werden. Das Verteilen einer komplexen Geschäftslogik auf viele kleine, miteinander verbundene Services ermöglicht eine agile Entwicklung, kürzere Release-Zyklen und eine schnellere Time-to-Market des kompletten Systems. Verschiedene Microservices können über APIs miteinander kommunizieren.

Monolith ist eine Szenebegriff für komplette Shopsysteme, die Backend und Frontend gemeinsam enthalten. Beispiele hierfür sind Systeme wie Hybris, Magento oder OXID.

Multi-Tenant: Ein System wie commercetools, bei dem sich viele Kunden einen Programmkern teilen; andere Systeme wie Hybris sind „single tenant“, das heißt für jeden neuen Kunden muss eine weitere Instanz hochgefahren werden; das kostet Zeit und Geld, außerdem bekommt man nicht sofort alle Updates des Kernsystems mit.

Proof-of-Concept (Poc): Funktionen schnell als lauffähige Demo umsetzen und dann schrittweise verbessern; somit zeigt man in der Praxis, was möglich ist, kann es testen, und spart sich Monate Arbeit am Reißbrett.

User Interface ist der englische Begriff für Nutzerschnittstelle und ermöglicht die Kommunikation zwischen Menschen und IT-Systemen. Typische User Interfaces im Handel sind der Webshop, eine App oder z.B. auch ein Infoterminal in einem stationären Laden.

Vertikale Teams: Entscheidend für das Konzept der Microservices, man braucht ein Team mit Spezialisten vieler Disziplinen, also etwa ein Datenbankspezialist, einen Backend-Entwickler etc. Nur damit ist gewährleistet, dass man völlig autark an seinem Service arbeiten kann.

Kostenloser Shoptech-Leitfaden

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem Shoptech-Leitfaden: Mit Baukasten-Systemen und Microservices zum Erfolg, der kostenlos bei unserem Partner commercetools erhältlich ist. Der Leitfaden erläutert die Vorteile einer modernen Softwarearchitektur aus Eigenentwicklungen, Baukasten-Systeme und Microservices, die über Programmierschnittschnellen (APIs) miteinander kommunizieren. Mit einer Mischung aus Best Practices, Interviews und Anleitungen zeigt der Leitfaden, wie Sie erfolgreich zum Architekten Ihres maßgefertigten Shops werden.

Lesen Sie im Shoptech-Leitfaden u.a. folgende Themen:

  • Glossar mit den wichtigsten Shoptech-Fachbegriffen
  • Wie Keller Sports seine Systeme erfolgreich modernisiert hat
  • Wie C.H. Beck sein System vom Monolithen zu Microservices migriert hat

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