Lokales Einkaufsportal Atalanda erreicht Crowdfunding-Schwelle.

von Matthias Hell am 15.Dezember 2014 in News

Pünktlich zum Ablauf der Crowdfunding-Phase von 60 Tagen hat der Betreiber von lokalen Einkaufsportalen Atalanda die Zielschwelle von 120.000 Euro erreicht. Nun hat das Startup die Crowdfunding-Aktion um weitere 60 Tage verlängert und die Zielsumme von 300.000 Euro ins Visier genommen. Mit Grundgebühren für Händler soll die Monetarisierung von Atalanda künftig auf einer festeren Basis stehen.

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Atalanda-Mitgründer Roman Heimbold

Atalanda, über das Location Insider Anfang 2014 im Rahmen der Serie „Local Heroes“ berichtete, erreichte – wie bei Crowdfunding-Projekten oftmals der Fall – am vergangenen Dienstag kurz vor Ablauf der selbstgesteckten 60-Tage-Frist das Funding-Ziel von 120.000 Euro. „Über den Vertrauensbeweis freuen wir uns sehr“, erklärt dazu Geschäftsführer Roman Heimbold. Atalanda habe damit neben der Finanzierung zwei Dinge erreicht: „Erstens konnten wir zeigen, dass die Stärkung des lokalen Handels und Same Day Delivery auch von Kundenseite her erwünscht ist und zweitens, dass wir weiterhin frei und nachhaltig entscheiden können.“

Atalanda ist bisher in Salzburg und Hamburg – den Heimatstädten von Heimbold und Co-Gründer Rene Baisch – verfügbar sowie im Rahmen einer Kooperation mit dem Local-Shopping-Projekt Online City Wuppertal auch in der 350.000-Einwohner-Stadt im Bergischen Land. Das Startup vereint den Marktplatzbetrieb mit einem im Schwesterunternehmen Atalogics angesiedelten Same-Day-Delivery-Service. Geschäftsführer Roman Heimbold sieht in diesem zweiseitigen Ansatz einen wichtigen Wettbewerbsvorteil: „In Deutschland beherrscht nur Atalanda den gesamten Prozess vom Händlerverzeichnis, über den Marktplatz bis zur Logistik.“

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„Moderate Grundgebühr“ für Händler angekündigt

Nach dem erfolgreichen Erreichen der Crowdfunding-Schwelle wird das Funding nun bis Anfang Februar 2015 weitergeführt und hofft das Startup damit, das Finanzierungsziel von 300.000 Euro zu erreichen.

Parallel zur Verlängerung der Finanzierungsaktion kündigte Roman Heimbold einige Modifikationen des bisherigen Geschäftsmodells von Atalanda an: So will das Unternehmen künftig im Rahmen eines erweiterten Konzepts aus Händlerverzeichnis, Marktplatz und Same Day Delivery eine Einheit bilden. Einnahmeseitig will Atalanda 2015 durch eine von den Händlern zu zahlende „moderate Grundgebühr“ eine verlässlichere Basis schaffen. Bisher war für Händler die Listung von Produkten auf den Atalanda-Marktplätzen kostenlos und fiel nur bei Verkäufen eine Provisionsgebühr an. „Wir werden nicht teuer sein, aber die Besten“, tritt Heimbold in einem bei Seedmatch veröffentlichten Video möglichen Händlersorgen über hohe Kosten entgegen.

Der erfolgreiche Verkauf der Crowdfunding-Kampagne trägt jedenfalls dazu bei, dass sich Atalanda im Wettbewerb der lokalen Einkaufsplattformen in einer chancenreichen Position befindet. Das Unternehmen zählt inzwischen zu den bekanntesten Anbietern in seinem Bereich und kann durch den Live-Betrieb in mittlerweile drei Städten wertvolle Erfahrung sammeln – ein Faktum, das Atalanda so manchem Local-Shopping-Startup voraushat.


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