London Dynamics will AR für Händler erschwinglich machen.

von Stephan Lamprecht am 03.März 2020 in News

Wenn ein ehemaliger Top-Manager von Ikea, noch dazu für Digitale Transformation verantwortlich, ein Unternehmen für Retail-Tech gründet, dann ist das schon einen Bericht wert. Schließlich hat das Startup nicht weniger zum Ziel, als dem (Online-) Handel eine Lösung für Augmented Reality anzubieten, die erschwinglich sein soll und ohne App auskommt.

Was London Dynamics vorhat, zeigte das Unternehmen vor wenigen Tagen auf der Fachkonferenz „Retail Without Borders“. CEO der Firma ist Michael Valdsgaard, der bei Ikea global für die Digitalisierung des Möbelhändlers verantwortlich war. Ziel der neuen Plattform ist es, Online-Einkauf und physische Welt des Kunden besser zu verbinden. Während zahlreiche andere Player auf die Integration solcher Funktionen in Apps setzen, verspricht London Dynamics, ohne separate Anwendung auszukommen und dem Händler eine Lösung anzubieten, die per Plug & Play funktioniert und ihn in die Lage versetzt, seine Produkte online so zu präsentieren, dass der Nutzer lediglich einen Browser bzw. sein Smartphone benötigt.

Der Ansatz ist für den Händler durchaus vorteilhaft. Die Lösung funktioniert plattformunabhängig. Apple hat mit AR-Kit zwar eine Plattform für sein iOS veröffentlicht, was aber bei nicht wenigen AR-Lösungen, die wir an dieser Stelle vorgestellt haben, dazu führt, dass sie lediglich für die Apple-Plattform verfügbar sind. Kunden mit einem Android-Device haben davon erst einmal nichts. Entweder nehmen Händler das in Kauf, oder müssen für zwei Plattformen entwickeln. Der Verzicht auf eine App zur Darstellung der AR-Schicht spart natürlich die Kosten für die App-Entwicklung bzw. Entwicklungskapazitäten.

Interessant ist auch das Geschäftsmodell des Startups. Es übernimmt vollständig die Produktion der Inhalte (Rendering von 3D-Modellen, Texturen, Licht), der Händler erhält einen Code zurück, den er nur in seinen Shop bzw. seine Website einbetten muss. Abgerechnet werden dann die Aufrufe. Wenn Sie sich selbst einmal ansehen wollen, wie das funktioniert, besuchen Sie die Homepage des Unternehmens am besten mit dem Smartphone. Dort sind Beispiele vorbereitet. Oder klicken Sie das Bild an.

 

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