Luxus-Shopping: Zahlen werden zu Avataren.

von Stephan Lamprecht am 03.Dezember 2019 in News

Die Avatare stehen für Kunden im Onlineshop. Über das Backend von Powerfront können die Verkäufer dann auch mit den Kunden kommunizieren.

Ein Online-Shop liefert jede Menge Daten und Informationen. So brüten die Verantwortlichen im Marketing dann über Diagrammen und Tabellen, um mehr über die Kunden herauszufinden. Das Unternehmen Powerfront bereitet das Material anders auf. Ziel ist es, dem Händler die gleichen Möglichkeiten zu geben, die er auch im stationären Vertrieb hat.

„Inside“ heißt die Lösung des im Jahr 2001 gegründeten Unternehmens Powerfront. Und wahrscheinlich würden sich bundesdeutsche Datenschützer die Haare raufen, wenn sich ein Händler hierzulande dafür entscheiden würde, die Tracking-Software einzusetzen.

Powerfront sammelt die zur Verfügung stehenden Informationen eines Shopbesuchers und visualisiert diese in Form kleiner Avatare. So kann das Verkaufspersonal auf einen Blick erkennen, wo sich die Kunden gerade im Angebot bewegen. Besonders gute Kunden werden dabei etwa durch einen Orden mit der Aufschrift „VIP“ hervorgehoben. Besucher, die bereits vor längerer Zeit etwas in den Warenkorb gelegt, diesen aber nicht abgeschlossen haben, sind genauso leicht zu erkennen. Mit einem Klick auf den Avatar kann der Kundenberater dann über die interne Chatfunktion des Systems den Webseitenbesucher direkt ansprechen.

Die Entwickler versprechen, dass sie sogar in der Lage sind, die Emotionen des Kunden zu visualisieren. Dazu greifen Sie auf die bereits erfolgte Kundenkommunikation zurück. „Inside“ erkennt auch Bemerkungen, die der Nutzer im Chatfenster auf der Website eintippt, dann aber doch nicht abschickt, sondern umformuliert. Nach eigenen Angaben werden pro Tag die Daten von 20 Mio. Kunden von 400 Klienten des Unternehmens verarbeitet und analysiert.

Powerfront wendet sich an eine sehr spitze Zielgruppe unter den Händlern. Nach Ansicht der Entwickler können es sich Händler im Luxus-Segment nicht leisten, mit Kunden lediglich per Chatbot zu kommunizieren. Wie im stationären Handel erwartet diese Kundengruppe eine bevorzugte Behandlung. Das wird mit dem System möglich.

Rund ein Jahr nach der Vorstellung von „Inside“ entschied sich Neiman Marcus 2016 für den Einsatz, Gucci setzt seit rund zwei Jahren auf das System. Einer der Neukunden dieses Jahres ist Sephora.

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