Mehr Abstand, mehr Sicherheit, mehr Wissen durch Videosysteme.

von Stephan Lamprecht am 05.November 2020 in News, Trends & Analysen

Die von den Gesundheitsbehörden verfügten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stellen den Handel vor neue Herausforderungen. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen sollen die Besucher Abstand halten. Mit Videosystemen und intelligenter Software wird dies einfacher, wie wir in dieser Leseprobe aus unserem Whitepaper „Sicheres Einkaufserlebnis in Corona-Zeiten“ zeigen. Solche Lösungen können indes auch über die Pandemie hinaus noch sehr viel mehr.

Auf Plakaten weisen die Gesundheitsämter die Menschen auf die wichtigsten Regeln zur Eindämmung der Pandemie hin. AHA lautet die eingängige Formel. Mit Abstand, Hygiene und einer Alltagsmaske betreiben die Menschen aktiven Gesundheitsschutz und tragen zur geringeren Verbreitung des für COVID-19 verantwortlichen Virus bei. Wie lange das notwendig ist, kann derzeit niemand seriös beantworten. Sicher ist, dass die Vorgaben den Alltag auf absehbare Zeit prägen werden.

Abstand klappt nur mit Zutrittskontrolle richtig

Die Reglementierung der Personenanzahl in geschlossenen Räumen soll das Einhalten von Mindestabständen erleichtern. Die vergangenen Monate haben indes gezeigt, dass es nicht genügt, an die Vernunft der Menschen zu appellieren. Erfolgversprechender ist es, die Zahl der Personen durch entsprechende Zutrittskontrollen zu regeln.

Improvisation ist aufwändig und wenig zuverlässig

Binnen kürzester Zeit mussten Handelsunternehmen und Institutionen Wege finden, die Zahl der Personen pro Quadratmeter zu begrenzen. Viele Händler improvisierten und tun es teilweise heute noch. Vor SB-Märkten tauchte Sicherheitspersonal auf, das die Rolle des „Doorman” übernahm, inklusive der Kontrolle einer korrekt sitzenden Alltagsmaske. Wirkungsvoll, aber auch teuer und personalintensiv.

Kleinere Unternehmen verpflichteten die Kunden dazu, den Laden nur mit einem Einkaufskorb oder Einkaufswagen zu betreten. Stehen keine Einkaufshilfen mehr zur Verfügung, ist die zulässige Kapazität ausgeschöpft. Ein System, das aber alles andere als zuverlässig ist. Denn es appelliert an die Vernunft und Disziplin der Kunden. Und ist ohne Personal im Eingangsbereich schwer durchzusetzen. Zumal es auch bei den Kunden die Frage nach der Hygiene aufwirft.

Mit Fortdauer der Pandemie professionalisierte sich die Zutrittskontrolle. Mit unterschiedlichen Konzepten übernehmen jetzt vielerorts digitale Systeme die Kontrolle und Information der Kunden. Mittels einer im Eingangsbereich sichtbaren Ampel werden die Besucher darüber informiert, wann sie den Laden betreten dürfen.

Videotechnik als Basis für sinnvolle Hygienemaßnahmen

Es ist die Software, die das Smartphone in die Schaltzentrale für das berufliche und private Leben verwandelt. Software ist es auch, die aus einer Kamera mehr macht, als lediglich Bereiche visuell zur Diebstahlsprävention zu überwachen. Die von Kameras eingefangenen Aufnahmen bilden so die Grundlage für eine effiziente, hygienische und kontaktlose Zugangskontrolle und Zutrittsregelung.

So zählt beispielsweise der AXIS People Counter die Personen, die einen Standort betreten oder verlassen. Die Analyse der Zahlen erlaubt dem Nutzer des Systems, weitere Maßnahmen zu ergreifen, beispielsweise zusätzliches Personal abzurufen. Es ist gleichfalls möglich, eine Aktion auszulösen, wenn ein bestimmter Wert überschritten wurde. Im Falle der Hygienemaßnahmen wäre dies dann die Schaltung einer Ampel auf „Rot”, um die Personen vor dem Einlass darüber zu informieren, dass sie sich einen Moment gedulden müssen, bevor weitere Personen Zutritt erhalten. Zusätzlich kann auch die Tür für diesen Moment gesperrt werden.

Technik hilft auch über Corona-Pandemie hinaus

Die Nutzung eines solchen Systems weist über die Corona-Pandemie hinaus. Denn Daten zu ein- und ausgehenden Personen und somit auch die Verweildauer in einem Laden liefern dem Management wichtige Informationen zur Attraktivität des Angebots und der Flächenproduktivität.

Die Lösung AXIS Queue Monitor ist eine Anwendung zur Erfassung von Warteschlangen. Auch hier lassen sich Schwellenwerte definieren, bei deren Überschreitung Benachrichtigungen automatisch per Software ausgelöst werden. Somit kann der Geschäftsinhaber kurzfristig weiteres Personal in den betroffenen Bereich entsenden, um die Schlange zu verkürzen oder aufzulösen. Über einen längeren Zeitraum ausgewertet, liefern die Zahlen ein besseres Verständnis für die Servicezyklen und Personalplanung.

Die Intelligenz solcher Lösungen beschränkt sich indes nicht ausschließlich auf die Bereitstellung von Echtzeitinformationen der Personenanzahl. Die Videoanalyse liefert auch Hinweise darauf, ob Abstandsregeln überhaupt eingehalten werden. Optional lässt sich überprüfen, ob die Personen Gesichtsmasken nutzen. Damit kann im Zweifel rechtzeitig reagiert werden, um weitere Maßnahmen einzuleiten und gegebenenfalls vom Hausrecht Gebrauch zu machen.

Ein schöner Nebeneffekt: In Verbindung mit einem AXIS IP-Lautsprecher werden die Durchsagen zur Einhaltung der Hygiene nur dann abgespielt, wenn die Analyse Personen ohne Maske und zu viele Personen in einem bestimmten Bereich erfasst. Schonung für das Gemüt der Mitarbeiter und Kunden.

Kameratechnik beantwortet auch in Zukunft Schlüsselfragen des Handels

Mit Netzwerk-Kameras (ganz oben im Bild) lassen sich Erkenntnisse über beliebte Bereiche im Laden gewinnen

Zwei Aspekte moderner Videotechnik im Zusammenhang mit dem Handel werden schnell übersehen. Mit dem Konzept „Amazon Go” hat das US-Unternehmen Amazon viele Händler weltweit dazu inspiriert, über automatisierte oder kassenlose Stores nachzudenken. In den verschiedenen Konzepten spielen Kameras eine wichtige Rolle. Sie monitoren die Aktionen der Kunden, die dahinter arbeitende Software erkennt mittels KI die Produkte, die aus dem Regal genommen werden. So spart sich der Kunde den Weg zur Kasse. Bequemer und schneller wird der stationäre Einkauf kaum werden. Welche Ansätze sich durchsetzen werden und ob die Kunden sie auch akzeptieren, wird die nahe Zukunft zeigen.

Bereits heute sollte der stationäre Handel versuchen, einen wesentlichen Nachteil gegenüber einem Online-Shop auszugleichen. E-Commerce-Lösungen protokollieren jeden Seitenaufruf und jeden Klick des Nutzers. Sie messen die Verweildauer auf Produktseiten und liefern Erkenntnisse darüber, wofür sich die Kunden tatsächlich interessieren. Dies erlaubt die zielgerichtete Ansprache des Besuchers, um ihn mit Angeboten zu erreichen, die auf ihn zugeschnitten sind. Und genau das leistet auch moderne Videotechnik mit einer intelligenten Software für In-Store Analyse, wie sie Axis liefert. Mit den gewonnenen Daten können Filialleiter das Personal in einem Bereich verstärken, damit die Kunden dort intensiver betreut werden. Die Auswertung der Bilder zeigt auch, auf welche Sortimente oder Abteilungen durch In-Store-Kampagnen noch besser hingewiesen werden sollte.

Videotechnik liefert also nicht nur Antworten auf die aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Sie ist auch die Basis für eine dauerhafte Verbesserung der Kundenerfahrung im stationären Handel.

Webinar

Unser Partner Axis Communications informiert am 11. November in einem Webinar über Zutrittssteuerung im Einzelhandel. Melden Sie sich jetzt an.

Lesetipp

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus unserem neuen Whitepaper „Sicheres Einkaufserlebnis in Corona-Zeiten“. Im Whitepaper geben wir Antworten auf die drängendsten Fragen des Handels: Wie kann Einkaufen in Pandemie-Zeiten trotz Mund-Nasenschutz zum Erlebnis werden? Und welche Rolle spielen dabei digitale Lösungen?

Die weiteren Themen unseres Whitepapers „Sicheres Einkaufserlebnis in Corona-Zeiten“ im Überblick:

  • Corona & Handel: Mehr Hygiene und mehr Digitales
  • „Next Normal“: Wolf-Jochen Schulte-Hillen über die Zukunft des Handels
  • Das Kundenerlebnis nach Corona verbessern – smarter und hygienischer verkaufen
  • Hygiene auch in der Kassenzone
  • Den Handel im Zeitalter der Pandemie neu aufstellen – mit digitalen Lösungen

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