Mehrwegversandtaschen bei Tchibo und Otto, Amazon startet in Schweden, Bezahlen per Gesichtserkennung.

von Stephan Lamprecht am 05.August 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

da haben wir uns gestern wohl zu früh gefreut. Wie die Pressestelle von Lidl mitgeteilt hat, steht der bundesweite Start von Lidl Plus offenbar doch nicht unmittelbar bevor. Stattdessen solle der Test “in Kürze” und “routinemäßig” auf das ganze Bundesgebiet ausgeweitet werden, um das technische Funktionieren zu sichern. Wie die Ausweitung genau aussehen soll, verriet man uns nicht.

Herzlichst Ihr Stephan Lamprecht

“Bei B2B Commerce geht es um ein komplettes Business-Prozess-Reengineering”.

Bruno Teuber ist seit Ende 2019 Chief Revenue Officer (CRO) von commercetools. Für unser neues Whitepaper rund um B2B Commerce haben wir mit ihm über die großen Potenziale von B2B Commerce gesprochen, der noch immer relativ weit am Anfang seiner Entwicklung steht und künftig immer stärker in Produktionsketten eingebunden werden dürfte. Eine Leseprobe.
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Und damit zu den News des Tages:

Mehrwegversandtaschen bei Tchibo, Roqqio macht ERP fit für E-Commerce

Die Unternehmen Tchibo, Otto und Avocadostore haben die Teilnahme an einem auf drei Jahre befristeten Forschungsprojekt mitgeteilt, in dessen Rahmen Mehrweg-Versandtaschen in der Praxis erforscht werden. Koordiniert wird das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt praxPACK vom Hamburger Institut für Ökologie und Politik. Getestet wird im ersten Schritt die Mehrwegversandtasche von RePack. Sie besteht aus recyceltem Kunststoff, kann vom Kunden auf Briefgröße zusammengefaltet und über die Post kostenlos zurückgesendet werden. RePack kümmert sich um die Rückführungslogistik, den Reinigungs- und Aufbereitungsservice.

Unternehmen, die einen der über 170 Marktplätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz für den Vertrieb nutzen wollen, stehen alle vor dem gleichen Problem. Sie besitzen jede Menge Produkt- und Stammdaten in ihren ERP-Systemen, die dann aber in Shops und Marktplätzen landen müssen. Und da bekanntlich jeder Marktplatz individuelle Anforderungen an die Daten hat, ERP-Systeme aber recht starr sind, wird der Einstieg in den E-Commerce deutlich komplexer als gedacht. Das will das Unternehmen Roqqio mit seiner Commerce-Cloud ändern.

Amazon startet in Schweden und will in UK expandieren, Aliexpress will schneller liefern

Gerüchte gab es bereits länger, aber nun hat Amazon bestätigt, mit einem vollständigen Warenangebot in Schweden zu starten. Bisher mussten die Konsumenten des Landes auf andere Websites des Unternehmens ausweichen. Weitere Details verriet das Unternehmen allerdings nicht. Wie verschiedene Medien berichten, plant Amazon in Großbritannien die Eröffnung von 30 Geschäften seines kassenlosen Go-Konzepts. Die ersten 10 davon sollen wohl noch im Laufe des Jahres eröffnen. Wie bereits im Februar vermeldet, wird Amazon Go in London debütieren.

Der chinesische Marktplatz Aliexpress will seine Lieferzeiten nach Europa durch die Inbetriebnahme einer neuen Route deutlich beschleunigen. Bis zu 30 Prozent schneller sollen etwa die Kunden in Spanien ihre Bestellungen erhalten. Ziel von Aliexpress ist es, dank der beiden Hubs in Spanien und Belgien, dass die europäischen Besteller die Sendungen innerhalb von maximal 10 Tagen erhalten.

7-Eleven eröffnet weiteren kassenlosen Store, Zahlen per Gesichtserkennung in Rumänien

In Texas hatte die Kette 7-Eleven im Februar den Testbetrieb für einen kassenlosen Convenience-Store aufgenommen. Dieser war offenbar soweit erfolgreich, dass nun der erste Standort außerhalb des eigenen Unternehmens eröffnet wurde. Im australischen Brisbane können die Angestellten eines Bürohochhauses sich jetzt in einer acht Quadratmeter großen Filiale mit frischem Kaffee, Donuts und anderen Snacks versorgen. Der Laden befindet sich im 27. Stock und ist rund um die Uhr geöffnet. Der Verkauf ist allerdings auf die im Gebäude arbeitenden Personen beschränkt.

Die Kette Tucano Coffee lässt die Kunden in einer ihrer Filialen in Bukarest per Gesichtserkennung bezahlen. Die Technik liefert das rumänische Fintech “PayByFace”. Unabhängig von der eingesetzten Kreditkarte oder Bankverbindung können alle Kunden das Angebot durch den Download einer App für iOS oder Android nutzen. Der Test ist auf drei Monate angelegt. Danach soll das System auch anderen Händlern angeboten werden.

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